Festival der ausgelassenen ChancenKrefeld unterliegt Berlin in der Verlängerung

Krefelds Goalie Patrick Klein. (Foto: Imago)Krefelds Goalie Patrick Klein. (Foto: Imago)
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Nach der Berg- und Talfahrt der ersten vier Spieltage – die so manchen freien Platz auf den Tribünen bewirkte – waren die Fans gespannt, ob die Krefeld Pinguine die Serie der siegreichen Freitage würden fortsetzen können. Vor Spielbeginn wurde Herberts Vasiljevs für seinen 500. Scorerpunkt geehrt, den er am Sonntag in Düsseldorf erzielt hatte. Letztlich musste sich der KEV aber den Eisbären Berlin mit 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben.

Die ersten Minuten des Spiels waren gekennzeichnet durch eine große Zahl teilweise hochkarätiger Chancen für den Gast von der Spree, die aber ohne viel Zutun von Patrick Klein im Tor der Pinguine ergebnislos verpufften. Schon in der dritten Minute schied Steve Hanusch verletzt aus. Nach der ersten Strafzeit für die Eisbären in der achten Minute kamen die Pinguine besser ins Spiel und erarbeiteten sich mehrere Chancen. Insgesamt war das Spiel bis zur Drittelpause ausgeglichen.

Die erste Hälfte des Mitteldrittels brachte keine Veränderung. Die Fans versuchten, ihre Pinguine nach vorne zu treiben und wären beinahe in Minute 24 belohnt worden, als der Torpfosten für Petri Vehanen rettete, der insgesamt aber kaum Mühe hatte, da bei einigen guten Angriffen und sehr guten Querpässen der Krefelder vor seinem Tor stets ein einschussbereiter Pinguin fehlte und seine Sicht in den Unterzahlsituationen kaum einmal behindert wurde. In Minute 29 fuhren die Eisbären ihren ersten wirklich schnellen Angriff in einen Wechsel der Pinguine hinein, so dass dank der noch ungeordneten Abwehr Barry Tallackson völlig frei vor Klein auftauchte und den Puck unbedrängt und mühelos in die linke Ecke bugsieren konnte. Die Krefelder mühten sich weiter, ohne jedoch ausreichend Druck zu erzeugen. Auch die Unterstützung der Stürmer durch einen schönen Alleingang von David Fischer brachte keine Ergebnisveränderung.

Schon über eine Minute vor dem Eröffnungsbully des Schlussdrittels kamen die Krefelder aufs Eis zurück, aber Gefahr für das Berliner Tor entstand erst einmal nicht. Wieder versuchten die Fans, die Pinguine zu motivieren, aber die mussten zunächst einmal vier Minuten Unterzahl überstehen, was ihnen mit viel Glück gelang, denn offensichtlich hatten die Eisbären kein Zielwasser getrunken. In der 55. Minute war es dann endlich soweit: in seinem ersten DEL-Spiel dieser Saison erzielte Kapitän Daniel Pietta seinen ersten Treffer und glich zum 1:1 aus. Als in der 60. Minute Julian Talbot wegen eines Stockchecks in den Rücken von Pietta in die Kühlbox geschickt wurde, erhielten die Pinguine sogar noch die Chance auf den Siegtreffer, jedoch machte sich in der 4:3-Überzahl in der Verlängerung das Fehlen von David Fischer bemerkbar, der vorzeitig in der Kabine verschwunden war. In der 63. Minute wollten die Pinguine in ihren eigenen Wechsel hinein einen Angriff aufbauen, der vor der eigenen Bank abgefangen wurde, zu einer 3:2-Situation vor Kleins Kasten und dem Siegtreffer von Michael DuPont führte. So konnten die Pinguine ihrem Konto wenigstens einen Punkt gutschreiben, haben aber noch keins ihrer drei Heimspiele mit einem Dreier abgeschlossen.

Tore: 0:1 (29.) Tallackson (Noebels, Olver), 1:1 (55.) Pietta (Mebus, Supis), 1:2 (63.) DuPont (Olver, Pohl). Strafen : Krefeld 10, Berlin 10. Schiedsrichter: Brüggemann – Steinecke. Zuschauer: 4271.