Festerling ist Mannheims „Grinch”Mannheim - Hamburg 2:3 n.P.

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Ohne MacDonald, Goc und Kink mussten die Adler Mannheim am Abend vor Weihnachten in der SAP-Arena gegen die Hamburg Freezers ran. Letztere reisten mit einer 2:6-Niederlage vom vergangenen Dienstag gegen Berlin in die Kurpfalz. Da war es wenig überraschend, dass Hamburgs Coach Benoit Laporte Goalie John Curry eine Verschnaufspause gab und Niklas Treutle aufs Eis schickte. Sein Gegenüber, Harold Kreis, vertraute ebenfalls seiner Nummer 31, Freddy Brathwaite.

Mit sieben Siegen in Folge ging Mannheim in die letzte Partie vor dem Weihnachtsfest und wollte den Lauf entsprechend fortsetzen. Allerdings hatten sich auch die Gäste einiges vorgenommen und begannen die Partie entsprechend aggressiv. Mit frühem Forechecking setzten sie den Spielaufbau der Gastgeber stetig unter Druck und zwangen Mannheim zu Fehlern. Einen davon machte nach gutem Beginn Goalie Freddy Brathwaite, als ein missglückter Pass in Person von Garrett Festerling den falschen Abnehmer fand. Hamburgs Stürmerstar ließ sich nicht lange bitten und netzte in der sechsten Spielminute zur Führung ein. Das Spiel der Mannheimer stand auch nach dem Gegentreffer noch immer auf wackeligen Beinen und vor allem in der Vorwärtsbewegung leisteten sich die Kurpfälzer grobe Schnitzer. Erst gegen Ende des ersten Spielabschnitts fand Mannheim besser in die Partie, kam jedoch nicht an Treutle vorbei.

Auch Publikumsliebling Ronny Arendt stellte in der Pause fest, dass man in den ersten Minuten kaum in Erscheinung treten konnte und dies für die restliche Spielzeit besser machen wolle. Doch auch im zweiten Drittel taten sich die Adler in der Offensive schwer und legten eine Verspieltheit an den Tag, durch die die eine oder andere Chance einfach verpuffte. Wie aus dem Nichts fiel dann jedoch der Ausgleich, als Shawn Bell an der blauen Linie der Hamburger den Puck abfing und Treutle das erste Mal hinter sich greifen musste. Allerdings ließen die Gäste sich nicht lange bitten und so stand in der 35. Spielminute einmal mehr Festerling im Rampenlicht: Einen ersten Schuss des Centers parierte Brathwaite aus kurzer Distanz, konnte es aber dann nicht verhindern, dass Festerling seinen eigenen Rebound zur erneuten Führung der Freezers verwandelte. So ging es für Mannheim mit einem 2:1-Rückstand in das Schlussdrittel.

Die mit 13.600 Zuschauern ausverkaufte SAP Arena bekam in den letzten Minuten der regulären Spielzeit eine Partie auf Augenhöhe geboten. Sowohl Mannheim, als auch Hamburg hatten eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen, die jedoch immer von Brathwaite und Treutle vereitelt wurden. Zehn Minuten vor Schluss brach dann bei den Adler-Anhängern großer Jubel aus, als Lehoux vor dem Freezers-Kasten für Glumac auflegte, der ohne Probleme den Puck ins freie Eck schob. Ab da hatte auch Mannheim endgültig ins Spiel gefunden und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem vor allem die Härte zunahm. So wurde ein provozierender Stockstich Schuberts vor einem Bully seitens der Mannheimer Fans mit einem gellenden Pfeifkonzert kommentiert. Tore waren im restlichen Spielverlauf jedoch Mangelware, so dass die Entscheidung im Penaltyschießen gefunden werden musste.

Doch auch dort standen die beiden Goalies der Teams im Mittelpunkt und erst nach 18 geschossenen Penaltys stand fest, dass die Gäste die Heimreise nach Hamburg mit einem Zusatzpunkt in der Tasche antreten durften. Serge Aubin war es, der den entscheidenden Penalty verwandelte. Am Ende habe das entscheidende Quäntchen Glück gefehlt, um die Partie entscheiden zu können, so Mannheims Coach Harold Kreis nach der Partie. Man sei von den Hamburgern gut in Schach gehalten worden und hätte selbst nicht den nötigen Druck auf deren Tor ausüben können führt der Kanadier fort. Dennoch sei man froh, auf Grund des Verlaufs der Partie, mit dem Punkt in der Tasche das Weihnachtsfest genießen zu können. Das Fest der Liebe dürfen die Mannheimer dennoch als Tabellenführer feiern.


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