Fans übten sich in Sarkasmus

Die "Alex Hicks Initiative"Die "Alex Hicks Initiative"
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Neutrale Beobachter waren sich sicher: Gegen jede Mannschaft, Duisburg vielleicht ausgenommen, hätten diese Lions verloren. Doch die Haie toppten im negativen Sinne mit dieser „Leistung“ alles, was sie bisher geboten hatten. Der ratlose Chefcoach Rupert Meister bat um Entschuldigung für das, was seine Truppe in den 60 Minuten ablieferte.



Lions-Cheftrainer Rich Chernomaz, mit den Kölnern vor knapp sieben Jahren Meister geworden (welch eine Erinnerung!), musste bekanntermaßen auf ein lädiertes Quartett verzichten. Oldtimer Michael Bresagk und Sebastian Osterloh leiden an Schulterverletzungen, der bedauernswerte Ilja Worobjew hat immer noch Probleme mit den Folgen einer Gehirnerschütterung, und Lasse Kopitz quält sich weiterhin mit seinem Handbruch herum. Bei Köln fehlten der verletzte Marc Müller und der gesperrte Todd Warriner. Christoph Ullmann verabschiedete sich wegen Rückenprobleme von seinem Team nach dem Aufwärmen.



Es war bezeichnend, dass Meister eingedenk der Tatsache, dass Köln nach dem ersten Gegentor die Fittiche hängen lässt, eine Auszeit nahm. Es war noch bezeichnender, dass trotzdem einige Sekunden später der Gast vom Main, dessen Neuzugang Bryan Muir in der Startformation spielte, den zweiten Treffer nachlegte. Angesichts der sibirischen Temperaturen kommt natürlich die Idee auf, wieder einmal auf Natureis zu spielen. „Der momentanen Form nach zu urteilen wären die Haie die richtige Natureismannschaft“, so ein Fan, der seinen rheinischen Humor nicht verloren hatte.



Apropos Fans… Wenn ein Haie-Akteur an der Scheibe war, kam ein erstauntes „Oijoijoijoi“. So ein bisschen flackerte noch in der 52. Minute der Lebensmut auf, doch der Unparteiische gab den vermeintlichen Treffer zum 2:2 korrekterweise wegen Torraumabseits nicht. Anschließend waren wieder Lethargie und höhnische Sprechchöre à la „wir sind nur ein Punktelieferant“ angesagt.



Ob die Abonnementszahlen bei „Premiere“ in Köln und Umgebung für die Monate Februar und März hochschnellen, muss erst noch bewiesen werden. Denn da stehen die Play-offs an, die die Kölner sonst stets direkt verfolgen konnten. Heuer ist wohl Fernsehen angesagt.



Tore: 1:0 (17;02) Piros (Julien, Adams), 1:1 (31;58) Kavanagh (Hahn, Langfeld), 1:2 (33;19) Oppenheimer (Danner, Wörle)

Zuschauer: 7.695. - Strafminuten: Köln 16, Frankfurt 12. - Schiedsrichter: Sicorschi (Waldkraiburg)

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