Familienbande im deutschen EishockeyVon Brüdern, Vätern und Söhnen

Bernd (links) und Gerd Truntschka (Mitte), hier mit Rick Amann, feierten 1992 mit der Düsseldorfer EG die Deutsche Meisterschaft.  (Foto: dpa/picture alliance)Bernd (links) und Gerd Truntschka (Mitte), hier mit Rick Amann, feierten 1992 mit der Düsseldorfer EG die Deutsche Meisterschaft. (Foto: dpa/picture alliance)
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Allerdings muss man sich vorstellen, dass die Mannschaften vor fünfzig oder mehr Jahren quantitativ anders ausgesehen haben. Die damaligen Teams spielten meistens mit einem Torwart, zwei bis vier Verteidigern und fünf bis sechs Stürmern, also schwankte die Spieleranzahl zwischen acht und etwa elf bis zwölf Akteuren. Die heute normalen 20 bis 25 Akteure gibt es so erst seit etwa dreißig Jahren. Somit gab es am Anfang nicht so viele Spieler mit gleichem Nachnamen. Machen wir also eine kleine Zeitreise und blicken zurück in die letzten 75 Jahre.

Björn und Alexander Barta

Björn, der ältere der beiden Brüder, startete 1998 in der zweiten Liga bei Heilbronn, wechselte zu Bietigheim und Duisburg, ehe er den Schritt in die DEL wagte. Köln, Augsburg, Ingolstadt und Nürnberg waren seine Stationen, ehe er nach 827 Bundesligaspielen seine Karriere 2018 beim Oberligisten Duisburg beendete. Alexander blieb von der Jugend bis zu den Senioren bei den Eisbären Berlin, ehe er 2005 zu den Freezers nach Hamburg wechselte. Dort war er fünf Jahre Kapitän, versuchte sich sogar in Schweden bei Mora und Rögle (115 Spiele), ehe er nach kurzen Aufenthalten in München und Ingolstadt seine letzte Heimat in Düsseldorf fand, wo er 2023 seine Karriere nach 1010 DEL-Spielen beendete.

Markus Egen und Ulrich Egen

Der im September 1927 geborene Markus Egen war der Meistermacher schlechthin. Seine Karriere begann kurz nach dem Krieg in der Saison 1946/47. Ab 1951 gehörte er zum elitären Kreis der Nationalspieler, war Mitglied der Silbermannschaft von 1953. Er beendete seine Spielerkarriere 1961, war aber schon seit 1957 Spielertrainer. Als Coach fungierte er bis 1981, trainierte seinen Sohn Ulrich, Uli, seit der Spielzeit 1974/75 und machte auch ihn zum Nationalspieler. Nachdem der Vater aufhörte, war es auch für Uli Egen Zeit zu wechseln. 1981/82 war seine letzte Saison in Füssen, danach wechselte er zur Düsseldorfer EG, Berliner SC Preussen, Eintracht Frankfurt und zum EC Kassel. 1994 verließ Uli Egen die Eisfläche und wurde zunächst Sportmanager in Kassel, bevor er Headcoach in zahlreichen Vereinen wurde, nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien, den Niederlanden und aktuell in Lüttich (Belgien).

Ernst und Erich Eichler

Die Gebrüder Eichler, geboren im tschechischen Chomutov, kamen nach dem Krieg nach Westdeutschland.  Während Ernst am Ende der vierziger Jahre im noch heute vorhandenen Colonel-Knight-Stadion in Bad Nauheim für den VfL auf Torejagd ging, spielte sein Bruder in den fünfziger und sechziger Jahren bei der RESG Hannover, dem Vorgänger der heutigen Hannover Indians.

Marcel, Nikolai und Sascha Goc

Die Familie Goc ist die Einzige, die es geschafft hat, ihre drei Kinder allesamt in der DEL unterzubringen. Die drei Brüder wurden in Calw geboren und begannen ihre Karriere beim Bundesligisten ERC Schwenningen. Sascha begann 1996, Marcel 1999 und Nikolai 2002. Danach kreuzten sich immer wieder ihre Wege, wobei Nikolai als einziger der drei nicht in der NHL spielte. Als Erster wechselte Sascha in die USA, spielte abwechselnd in der AHL (Albany) und NHL (New Jersey, Tampa), bevor er wieder nach Deutschland kam. Nach drei Jahren Mannheim folgten acht Jahre Hannover Scorpions und noch einmal vier Jahre Schwenningen. 843 DEL-Spiele und 22 NHL-Spiele hatte er in seiner Karriere absolviert. Marcel blieb bis 2003 Deutschland erhalten, dann ging er zu San Jose in die NHL, später nach Nashville, Florida, Pittsburgh und St. Louis. 12 Jahre hielt er es in den USA aus, dann kam er zurück, um noch einmal für Mannheim das Trikot überzustreifen. 388 DEL-Spiele und 699 NHL-Spiele hatte er am Ende neben vielen weiteren Spielen erreicht. Nikolai schaffte nicht den Sprung über den großen Teich, spielte in Deutschland nur in zwei Regionen. Bad-Württemberg und Niedersachsen/Bremen. 2004 startete er in der 2. Bundesliga in Freiburg, ging 2006 nach Hannover in die DEL, spielte dort bis 2011, wobei er auch in Bremerhaven aktiv war und kam schließlich zurück nach Mannheim. Seine letzten drei Jahre verbrachte Nikolai Goc in Bietigheim. Auch er konnte am Ende auf 585 DEL-Spiele zurückblicken.

Dieter und Gerhard Hegen

Zwei Brüder, die in den achtziger und neunziger Jahren Eishockeygeschichte schrieben. Während der eine, Dieter, als Torjäger gefürchtet war, versuchte Gerhard als Torwart sein Gehäuse reinzuhalten. Beide wurden in Kaufbeuren geboren und begannen ihre Karriere bei ihrem Heimatverein. Gerhard, der ältere, spielte von 1977 bis 1989 beim ESVK, wechselte dann nach Nürnberg, Kassel, Sonthofen. Gerhard wurde in der damaligen Bundesliga berühmt, weil er zusammen mit den Verteidigern Dieter Medicus und Manfred Schuster die sogenannte „Kaufbeurer Stadtmauer“ bildete. Dieter ging in den Westen, wurde Nationalspieler in Köln, wechselte zur DEG, dann nach München, und beendete nach einem weiteren Ausflug nach Rosenheim seine Karriere in der Oberliga bei seinem Heimatverein 2002.

Ernst Köpf und Ernst Köpf jun.

Sage und schreibe 27 Jahre dauerte die Karriere von Ernst Köpf sen. Der gebürtige Füssener begann 1957 seine Karriere und sie führte ihn hauptsächlich durch den süddeutschen Raum. Lediglich von 1973 bis 1976 und noch einmal 1977/78 spielte er für den Berliner SC. 1976 und 1980 konnten ihn sogar noch die Fans in der drittklassigen Oberliga bejubeln, als er u.a. den damaligen Höhenflug des ERC Freiburg unterstützte und vier Jahre später noch einmal beim Augsburger EV anheuerte.  Mit 28 Jahren wurde er Vater und sein Sohn, den er auch Ernst nannte, stieg ein, als der Vater aufhörte. Wo? Natürlich auch beim Augsburger EV 1985/86, der damals in der zweiten Liga spielte. Von dort zog es ihn nach Köln und nach Düsseldorf. 1997/98 spielte Ernst Köpf jun. eine Saison beim damaligen Zweitligisten Bietigheim-Bissingen.

Christoph und Daniel Kreutzer

Wenn es geliebte Heimatliebe gibt, dann wurde sie von den Kreutzer-Brüdern gelebt. Christoph begann seine Bundesligakarriere 1985 und beendete sie 1997. Von zwei Jahren zweite Liga, in Solingen und Ratingen abgesehen, spielte er nur bei der DEG, wo er 402mal erste Liga spielte. Danach wechselte Christoph erfolgreich in Sportmanagement, viele Jahre bei der DEG als Assistant Coach, dann als Head. 2018 verließ er die DEG und coachte Bad Nauheim, dann ging er nach Schwenningen und ist zur Zeit in Augsburg aktiv. Daniel fing seine Erstligazeit 1996 ebenfalls bei der DEG an, ging kurz nach Duisburg, dann wieder in die DEL zu Oberhausen und Kassel, bevor er von 2002 bis 2017 15 Jahre bei der DEG verbrachte. Am Ende standen 1060 Erstligaspiele in seiner Vita. 2022 wurde Daniel Kreutzer in die German Hockey Hall of Fame aufgenommen.

Gerd und Bernd Truntschka

Zwei Brüder, die in keiner derartigen Sammlung fehlen dürfen. Beide begannen ebenfalls ihre Karriere bei ihrem Heimatverein, in diesem Fall dem EV Landshut. Gerd bestritt seine ersten Bundesligaspiele 1975, wurde 1978 vom damaligen Bundestrainer Unsinn in den Nationalkader berufen. 1979 wechselte er nach Köln und blieb dort bis 1989. Nach zwei Jahren DEG ging es zurück nach Süddeutschland zu Hedos München, wo er 1994 seine Karriere nach 795 Bundesligaspielen beendete. Bernd startete in der Bundesliga 1981, ging 1989 zur DEG bis 1997, und spielte am Ende innerhalb von drei Jahren in drei Ligen. 1997/98 in Erding in der zweiten Liga, 1998/99 in Waldkraiburg Bayernliga und zum Abschluss in Landshut 2000/01 Oberliga nach 654 Bundesligaspielen.


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