Ex-Scorpion Schneider sorgt für die Entscheidung

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Es war eine unruhige Woche in Hannover. Erst kam heraus, das nicht technische Gründe ein Training ausfielen ließ, sondern ein Boykott der Spieler aufgrund verspäteter Gehaltszahlungen. Dann ließ Eigner Günther Papenburg verkünden, die Spieler sollten erneut auf 15% Gehalt verzichten.

Man merkte den Spieler der Scorpions, das sie die letzten unruhigen Tage vergessen machen wollten. Entsprechend engagiert gingen sie zu Werke, machten Druck in Richtung Vollmer im Münchener Gehäuse, jedoch ohne die entsprechende Portion Fortune im Abschluss. Die hatten nach 14 Minuten die Gäste. Nach einem Fehler in der Scorpions-Defensive bediente Adams Gyori mustergültig, der keine Mühe hatte den Puck im von Scott gehüteten Tor unterzubringen.

Der Lohn der Bemühungen aus den ersten zwanzig Minuten sollte sich aus Sicht der Hausherren im Mittelabschnitt auszahlen. In der 26. Minuten war es Mitchell vorbehalten, zum 1:1 auszugleichen. Der Aufsteiger aus Bayern zeigte sich unbeeindruckt, setzte sich seine taktische und disziplinierte Spielweise fort, störte früh die Angriffsbemühungen der Scorpions. Nach einer Druckphase folgte fast schon folgerichtig die erneute Führung für den EHC. Buchwieser mit einem Schuss in die untere Torecke markierte Münchens Treffer Nummer zwei. Ob des erneuten Rückstandes unbeeindruckt kamen die Niedersachsen fast im Gegenzug zum Ausgleich. S. Goc ließ mit seinem Treffer aus kurzer Distanz die Fans in der TUI Arena zum zweiten Mal jubeln zu lassen.

Ausgeglichen verlief zunächst der Schlussabschnitt. Beide Teams mit guten Szenen vor dem jeweils gegnerischen Tor. Glück hatten die Scorpions in der 45. Minute, als in Unterzahl Adams alleine Scott zulief, diesen ausspielte und den Puck im Abschluss an den Pfosten setzte. Besser machte es vier Minuten später ausgerechnet Ex-Scorpion Schneider, als er nach tollem Pass von Julien im Break trocken die dritte Führung für sein Team markierte. Doch wie im zweiten Durchgang kamen die Hausherren schnell zum Ausgleich. Dolak mit einem Schuss unter die Latte hieß der Torschütze in der 50. Minute. Dieser Treffer beflügelte den Meister, sie übten enormen Druck auf ihren Kontrahenten aus, kamen zu guten Möglichkeiten auf eine erstmalige Führung, doch Vollmer und Pech verhinderten eine vorzeitige Entscheidung zugunsten der Leinestädter.

Für die Entscheidung sorgte in der anschließenden Verlängerung ausgerechnet Schneider mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag. Fast als Kopie seines ersten Tores vollendete der Kanadier eiskalt zum Auswärtssieg für sein Team. (jw)

Statistik: 0:1 (13:43) Gyori (Adams, Julien); 1:1 (25:21) Mitchell (S. Goc, Dzieduszycki); 1:2 (35:22) Buchwieser (Schneider, Ready); 2:2 (36:38) S. Goc (Mondt, Blank); 2:3 (48:32) Schneider (Julien, Petermann); 3:3 (49:59) Dolak (S. Goc, Vikingstad); 3:4 (60:47) Schneider (Ejdepalm, Reid)

Strafminuten: Hannover 6 – München 8

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken)

Zuschauer: 3967

DEL PlayOffs

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