European Trophy – Ein Wettbewerb sucht seinen Platz

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In Berlin war man begeistert, als die Eisbären durch ihre Teilnahme an der Champions Hockey League (CHL) während der Saison 2008/09 internationales Spitzeneishockey präsentieren konnten. Entgegen den verhaltenen Erwartungen an den neuen Wettbewerb, fiel die Resonanz an den meisten Standorten recht positiv aus, nicht nur in Berlin waren die Spiele gut besucht. Doch wie es im Eishockey so ist, kommt auch auf internationalem Parkett Unverhofft oft: Nach nur einer Spielzeit fand die CHL ein verdammt jähes Ende. Einer der wesentlichen Geldgeber verabschiedete sich unversehens aus dem Vertrag, der den Bestand des Wettbewerbs eigentlich mindestens drei Jahre sichern sollte. Ihr Veranstalter, der Weltverband IIHF gab dabei, gelinde gesagt, eine äußerst schwache Figur ab. Die Ligen und ihre Klubs waren zu Recht empört. Einige Klubs verklagten die IIHF auf Schadenersatz und suchten einhergehend nach neuen eigenen Wegen. So kam es etwa nicht zufällig zur Gründung von Hockey Europe, einer eigenständigen Organisation, um die Dinge selbst in die Hände zu nehmen. Versuche des IIHF, abgespeckte Versionen des ursprünglichen Formats der CHL durchzuziehen, wurden in der Folge klare Absagen erteilt.

Mit der Nordic Trophy existierte bereits ein Wettbewerb, den Mannschaften aus Schweden (Eliteserien) und Finnland (SM-Liiga) während ihrer Saisonvorbereitungen schon seit längerem austrugen. Außerhalb der Teilnehmerländer wurde von diesem Wettbewerb kaum Notiz genommen. Die Spiele fanden in der Regel in der Provinz vor kleinen Kulissen von nur wenigen hundert Zuschauern statt. Damit sollte es im vorigen Jahr aber vorbei sein: Es erfolgte die Umbenennung in European Trophy, schließlich war nun einem deutlich größeren Rahmen Rechnung zu tragen. 18 Mannschaften waren es im Vorjahr aus nahezu allen relevanten Top-Ligen Europas (außer der KHL). Die Austragungsorte waren zwar teilweise immer noch exotisch und der Zuschauerzuspruch vielerorts vergleichsweise gering, der gezeigte Sport indes erfüllte allemal gehobene Ansprüche. Am Ende für viele überraschend standen als erster Sieger der European Trophy die Eisbären Berlin fest, die im Endspiel des als Finalturnier fungierenden Red Bulls Salute den damaligen schwedischen Meister HV 71 Jönköping (5:3) bezwangen.

Bis heute kann die European Trophy noch nicht mit üppigen Teilnahme- und Siegprämien locken. Letztlich geht es nach wie vor noch um ein Vorbereitungsturnier, wenn auch mit illustrem Teilnehmerfeld. Die Neuauflage der European Trophy nehmen im Gegensatz zum letzten Jahr diesmal 24 Mannschaften, aufgeteilt auf vier Divisionen, in Angriff. Allerdings fehlen dabei leider die Vertreter der Schweiz und Norwegens. Die Vorrundenspiele beginnen am 11. August und enden am 4. September. Jedes Team bestreitet je ein Spiel gegen jede Mannschaft seiner Division, sowie drei weitere Begegnungen gruppenübergreifend. Die vier Ersten der Divisionen und die drei punktbesten Zweitplatzierten sind für das wiederum als Finalturnier dienende Red Bull Salute qualifiziert. Den Red Bulls Salzburg wird quasi per Wild Card, unabhängig von ihrem Abschneiden in der Gruppenphase, die Teilnahme am eigenen Turnier garantiert. Das findet vom 16. bis 18. Dezember in Salzburg und Wien statt. Die acht Teilnehmer spielen in Viertel- und Halbfinale die beiden Endspielteilnehmer aus.

Aufgrund seiner Terminierung macht das Red Bull Salute brisanterweise dem traditionell zwischen Weihnachten und Silvester in Davos stattfindenden Spengler Cup Konkurrenz. Inwieweit dieser Umstand bei der Terminfindung eine Rolle gespielt haben könnte, gehört in den Bereich der Spekulation. Im Vordergrund dürfte umso mehr gestanden haben, die European Trophy aus der Vorbereitungszeit herauszulösen und in die laufende Saison zu integrieren. Denn darauf soll es letztlich hinauslaufen: Die European Trophy als festen Bestandteil des internationalen Spielkalenders zu etablieren.


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