Erstes Sechs-Punkte Wochenende für Nürnberg’s Rumpfteam

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Angeschlagene Raubkatzen sind am gefährlichsten, diese Erfahrung musste nach den Hamburg Freezers am heutigen Sonntagabend auch der ERC Ingolstadt machen. Nach der Verletzungsmisere der Franken, die ihresgleichen sucht, mussten die Gastgeber auch heute auf sechs Leistungsträger verzichten. Gerade angesichts dieser Tatsache sind die beiden Siege des Wochenendes besonders wertvoll und Ausdruck der intakten Moral der Schmidt-Truppe, obwohl Präsident Herbert Frey noch unter der Woche heftige Geschütze gegen das eigene Team auffuhr.


Erstaunlich das vor allem in den ersten beiden Spielabschnitten die dezimierten Franken weitgehend die Akzente setzten, während die Gäste zunächst zu passiv agierten. Nachdem im ersten Drittel noch keine Tore fielen, war es kurz nach Wiederanpfiff Vitalij Aab, der ein schönes Anspiel von Franz Fritzmeier zur wichtigen Führung nutze. Diese Führung spielte den Gastgebern in die Taktik, aber immer noch sahen die fast 1000 mitgereisten Ingolstädter Fans kein Aufbäumen ihrer Mannschaft. Im Gegenteil, Shawn Anderson hämmerte in der 36. Minute die Scheibe zum 2:0 ins Kreuzeck. Auf Ingolstädter Seite kam es lediglich zu einer Doppelchance von Neuzugang Michael Hackert, der aber im starken Marc Seliger seinen Meister fand.


Im Schlussabschnitt schienen die Gäste endlich begriffen zu haben, dass sie sechs Spieler mehr auf dem Spielberichtsbogen stehen haben und selbst mehr Druck erzeugen müssen. Da den Gastgebern zusehends die Kräfte ausgingen, spielte sich das Geschehen zu weiten Teilen vor Marc Seliger's Gehäuse ab. Mit Glück, bei einem Lattenschuss von Hackert, und Geschick verteidigten die Ice Tigers den Vorsprung, so dass der Nationalkeeper seinen zweiten Saison-shutout feiern konnte. 


Für Gästetrainer Jimmy Boni fehlte es seinem Team vielleicht auch an der Einstellung: "Wir haben am Freitag unser bestes Saisonspiel gemacht, heute dachten wohl einige, dass man auch mit 70 oder 80% gewinnen kann. Nürnberg ist trotz der Ausfälle eine sehr gute und clevere Mannschaft. Wir haben zu spät und zu wenig gekämpft", so seine Spielanalyse.


Richtig stolz auf die Leistung seiner Rumpftruppe konnte dagegen Ice Tigers Coach Mike Schmidt sein: "Unter diesen Umständen unser erstes Sechs-Punkte Wochenende zu erreichen, ist noch höher anzusiedeln. Das System für heute war einfach, hinten kompakt stehen. Wie auch in Hamburg hat uns Marc Seliger mit einigen "big saves" sehr geholfen."


Tore:

1:0 (20.45) Aab (Fritzmeier, Guillet,)

2:0 (35.21) Anderson (Guillet, Aab)


Strafen: Nürnberg 12 min. Plus 10 min. Disziplinar Lehoux und Aab - Ingolstadt 12 min. plus 10 min. Disziplinar Bouchard


Zuschauer: 5.680


Schiedsrichter: Deubert

DEL PlayOffs

Mittwoch 24.04.2019
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Freitag 26.04.2019
Adler Mannheim Mannheim
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