Erster Testspiel-Sieg der Tigers vor prächtiger Kulisse

Straubing: Trew bleibt ein TigerStraubing: Trew bleibt ein Tiger
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Die Straubing Tigers haben am späten Dienstagnachmittag mit einem 4:3 (2:0, 2:3, 0:0) gegen die Eisbären Regensburg nach zwei Niederlagen am letzten Wochenende beim Turnier in Bremerhaven nun vor heimischem Publikum ihren ersten Testspielsieg in dieser jungen Eishockeysaison errungen.

Eine bereits prächtige Kulisse von 3.500 gut gelaunten und teils wegen des nur einen Steinwurf entfernten Gäubodenfestes auch in bayrischer Tracht gekleideten Zuschauern sorgte für DEL-Stimmung. Die Fans bewiesen mit diesem Zuspruch auch: Straubing ist bereits wieder heiß auf Eis. Obendrein war der Abstecher ins Eisstadion am Pulverturm angesichts der sommerlichen Außentemperaturen eine willkommene Abkühlung.

Die kalte Dusche gab es im ersten Drittel allerdings zunächst für die Gäste aus der benachbarten Oberpfalz, die ihr erstes Vorbereitungsspiel bestritten und sich dabei letztlich mehr als achtbar aus der Affäre zogen. Eric Chouinard (10.) aus kurzer Distanz und Bill Trew im Powerplay (14.) mit einem Treffer mit Ansage schossen die Hausherren gegen den Zweitligisten in Front und ihre zahlreichen Fans in eine erste Verzückung.

Doch die kalte Dusche verfehlte ihre angestammte Wirkung beim Gegner nicht. Die Eisbären wirkten plötzlich frisch und wach, hatten vor der ersten Pause ihre erste Großchance durch Andreas Driendl. Doch diese machte Straubings Torhüter Markus Janka, der als etatmäßige Nummer zwei hinter Mike Bales im Spiel gegen seinen alten Club die Chance hatte, Spielpraxis zu sammeln, zunichte.

Kurz nach Wiederbeginn hatte der recht auffällige Mike Wirll, der sich für Regensburg als guter Griff erweisen könnte, seinerseits den Anschlusstreffer auf dem Schläger, doch wieder war Markus Janka zur Stelle. Die Gäste witterten nun aber ihre Chance und der erste Treffer durch Niklas Hede mit einem trockenen Flachschuss war wenig später die logische Konsequenz. Nach dem 2:2 durch Max Schmidle, der von einem Vorstoß von Mike Wirll profitierte und den liegengebliebenen Puck in die Maschen jagte, war das Spiel wieder offen.

So sollte es nun auch bleiben, denn wiederum beantworteten die Regensburger das 3:2 durch Straubings neuen Verteidiger Andy Canzanello (29.), der flach aus dem Hinterhalt gut gezielt hatte, keine Minute später mit dem Ausgleich. Sven Gerike war mit einem Schlagschuss erfolgreich.

Zur „Halbzeit“ wechselte Regensburgs neuer Coach Wayne Hynes die Goalies, brachte den Ex-Passauer Daniel Huber für Patrick Couture, doch wer nun dachte, die Tigers würden den jungen Schlussmann vor eine Reihe unlösbarer Aufgaben stellen, wurde eines Besseren belehrt. Der 22-Jährige machte seine Sache gut. Nur einen Treffer musste er hinnehmen, als Trevor Gallant in der 39. Minute einen schönen Vorstoß von Bill Trew mustergültig abschloss. Diese beiden, Trevor Gallant (34.) und Bill Trew (59.), scheiterten bei weiteren großen Straubinger Chancen an Daniel Huber.

Am Ende zählte in dem freundschaftlichen Derby auf beiden Seiten nur das Ergebnis. Die Tigers, die ohne die Kanadier Calvin Elfring (erkrankt) und Cam Severson (Handverletzung) aufgelaufen waren, konnten angesichts des Sieges einigermaßen zufrieden sein. Die Regensburger Schlachtenbummler feierten ihr Team für eine ansprechende Leistung beim ersten Auftritt der neuen Saison und durften ihrerseits erhobenen Hauptes über das Gäubodenfest wieder donauaufwärts reisen.

Bei Straubing wartet bis zum DEL-Start am 7. September noch einiges an Arbeit auf Erich Kühnhackl und seine Trainerassistenten Jürgen Rumrich und Georg Franz, was aber nicht weiter verwundert. Die zahlreichen Neuzugänge gilt es, das war bei den ersten Eindrücken nicht zu übersehen, erst noch zu integrieren und an das Niveau der Eliteklasse heranzuführen. Die auf vielen Positionen umgebaute Abwehr braucht Zeit zur Feinabstimmung. Die ehemaligen Zweitligaspieler wie etwa Verteidiger Stefan Wilhelm müssen sich vor allem dem höheren Tempo anpassen, für die Zugänge aus Nordamerika wie Eric Meloche gilt es ihrerseits, sich an die größere Eisfläche und die europäische Regelauslegung zu gewöhnen.

Die nächste Gelegenheit dazu, diesen Prozess voranzutreiben, gibt es am kommenden Sonntag, wenn um 18 Uhr die GCK Lions Zürich in Straubing als Gegner der Tigers auflaufen.

TORE:

1:0 (9:17) Chouinard (Rautert, Canzanello; 2:0 (13:10) Trew (Lehner, Dunham; 5:4), 2:1 (20:48) Hede (Franz), 2:2 (25:48) Schmidle (Wirll, Gericke), 3:2 (28:23) Canzanello (Trew, Gallant; 4:4), 3:3 (29:06) Gerike (Miller, Heid; 4:4), 4:3 (38:03) Gallant (Trew)

Strafminuten: Straubing 6 plus 10 Skolney (Check von hinten) – Regensburg 10

Zuschauer: 3.535


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