Erster Sieg für Red Bulls5:1 gegen Köln

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Red Bulls München gegen die Kölner Haie. So lautet eines von zwei DEL-Halbfinals in der Saison 2015/16. Der achtfache deutsche Meister aus dem Rheinland hatte in der laufenden Spielzeit immer wieder mit fehlender Konstanz sowie mit  Personalwechseln vor und hinter der Bande zu kämpfen, welche immer ein gewisses Auf und Ab nach sich zogen.  Nach der Verpflichtung von Coach Cory Clouston ging es stetig bergauf – bis hin ins Play-off-Halbfinale. Auf dem Weg dorthin schlugen sie Teams wie die Adler Mannheim oder den Meisterschaftsaspiranten Eisbären Berlin.

Im Halbfinale stehen sie nun den Red Bulls aus München gegenüber, die die ganze Saison schon hochklassiges Eishockey zeigten und am Ende der Hauptrunde Tabellenführer waren. „Play-offs sind allerdings ganz etwas anderes. Dort geht es wieder von null los“, so Münchens Kapitän Michi Wolf. Die Mannschaft von Don Jackson gewann ihre Viertelfinalserie überraschend deutlich mit 4:1 gegen den vermeintlichen Angstgegner Straubing. Spannung dürfte somit für die kommende Serie und das wichtige erste Spiel gegeben sein. Aber wer holt sich den Sieg? Nach 60 Minuten konnten die Red Bulls unerwartet deutlich mit 5:1 (0:1,3:0,2:0) vor 5530 Zuschauern den ersten Sieg einfahren.

Die Red Bulls starteten wie die berüchtigte Feuerwehr in dieses erste Halbfinalspiel. Früh wurde foregecheckt und der Abschluss gesucht. Den Gästen war in den ersten Minuten deutlich anzumerken, dass sie schon doppelt so viele Play-off-Spiele auf dem Rücken haben wie München. Das Team von Don Jackson war wacher in den Zweikämpfen, versäumte es aber, das erste Tor zu schießen. Stattdessen nutzte Marcel Ohmann eine abgefälschte Scheibe zur zwischenzeitlichen Führung. Die Red Bulls, davon ziemlich überrascht, ließen die Partie jetzt etwas schleifen und gerieten phasenweise immer mehr unter Druck.

Erst zu Beginn des zweiten Drittels nutzte Mads Christensen die Gelegenheit zum Ausgleich. Nur wenige Minuten später konnte Jérôme Samson gar die Führung für die Red Bulls erzielen. Köln versuchte jetzt alles, um ins Spiel zurückzukommen und bäumte sich gegen den Rückstand auf. Allen Bemühungen zum Trotz erhöhte München vor der zweiten Drittelpause noch auf 3:1. „München war heute insgesamt wacher und fokussierter als wir“, so Haie-Coach Clouston.

Köln, jetzt unter Druck, versuchte noch einmal, alles in die Waagschale zu werfen, und ließ nur noch die Offensive sprechen. Dadurch ergaben sich für die Gastgeber natürlich mehr und mehr Räume. Kapitän Michael Wolf setzte schon zum Schuss an, als er von Frederik Eriksson unsauber daran gehindert wurde. Den fälligen Penalty verwandelte Wolf eiskalt zum 4:1 und damit zur Vorentscheidung. Clouston setzte nun alles auf eine Karte und brachte für Wesslau den Extra-Angreifer. Doch Frank Mauer brachte die Scheibe im leeren Tor unter.

Tore: 0:1 (10:29) Marcel Ohmann (Shawn Lalonde), 1:1 (21:30) Mads Christensen (Dominik Kahun, Toni Söderholm), 2:1 (24:20) Jérôme Samson (Steve Pinizzotto, Keith Aucoin), 3:1 (38:54) Frank Mauer (Dominik Kahun, Mads Christensen), 4:1 (52:13) Michael Wolf (Penalty), 5:1 (56:35) Frank Mauer (Mads Christensen, EN). Strafen: München 8, Köln 6. Zuschauer: 5530.

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