Erster DEL-Sieg für Aufsteiger Ingolstadt - 5:3-Erfolg gegen Nürnberg

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Mit einem verdienten 5:3 (2:1;2:1;1:1)-Erfolg gegen die Nürnberg Icetigers feierten 3.614 Zuschauer in der fast ausverkauften

Eishalle an der Jahnstrasse die DEL-Premiere des Aufsteigers ERC Ingolstadt. Die Franken dagegen blieben über weite Strecken hinter den hohen Erwartungen als

einer der Meisterschafts-Mitfavoriten zurück.

 

Zwar gelang Marc Savard schon frühzeitig die

Führung für die Gäste. Bei einer 5:3-Überzahlsituation war er mit einem

Schlagschuss erfolgreich. Apropos Überzahl: Schiedsrichter Lichtnecker nahm es

im ersten Drittel sehr genau mit der Regelauslegung. So fielen die Treffer zum

1:1-Ausgleich und zur ersten Führung der Gastgeber ebenfalls bei einer Zwei-Mann

Überlegenheit auf dem Eis. Bouchard und Tallaire waren erfolgreich. Nur selten

konnten beide Teams bis zu diesem Zeitpunkt komplett agieren.

 

Die Schlüsselszene des Spiels dann Mitte des

zweiten Drittels, als Jason Young in Unterzahl das 3:1 markierte. Einen eher

ungefährlichen Schuss konnte Seliger unter seinen Schonern nicht finden, was

Young im Nachstochern nutzte. Auch beim 4:1 war es ein Nachschuss, der zum

Erfolg führte. Groleau war es, der einen Abpraller zum vorentscheidenden Treffer

verwandelte.

 

Zwar bäumten sich die Icetigers im Schlussabschnitt

nochmals vehement gegen die drohende Niederlage. Mike Schmidt reduzierte auf

drei Reihen und stellte seine Angriffsformationen komplett um, was auch sichtbar

mehr Druck erzeugte. Jiranek und Sychra vergaben aussichtsreich, mehr war

allerdings nicht mehr drin. Im Gegenteil Ingolstadts Youngster Rautert 

traf in Überzahl, das 5:3 durch Sychra 53 Sekunden vor Spielschluss war nur noch

Ergebniskosmetik.

 

ERC-Coach Jim Boni war natürlich sichtlich

erleichtert über den ersten DEL-Erfolg: "Es war ein sehr schnelles und knappes

Spiel. Der Knackpunkt war das 3:1 in Unterzahl. Dieser Sieg macht Lust auf

mehr." Lange Gesichter dagegen bei den Franken. "Wir waren gewarnt, auch in Köln

war Ingolstadt die bessere Mannschaft. Vor allem in Unterzahl haben wir manche

falsche Entscheidung getroffen und auch einige dumme Strafzeiten kassiert. Wir

sind nicht glücklich über die Niederlage, aber ich bin auch nicht enttäuscht

über das Engagement meiner Mannschaft", so das Fazit von Icetigers-Trainer Mike

Schmidt.

 


Tore:
0:1 (05.59) Savard (Yake, Tomlinson) 5:3
1:1 (11.09)

Bouchard (Toporowski, Fearns) 5:3
2:1 (12.14) Tallaire (Fearns, Toporowski)

5:3
3:1 (28.37) Young 4:5
4:1 (33.25) Groleau (Suchan)
4:2 (33.59)

Yake (Guillet, Tomlinson)
5:2 (55.08) Rautert (Ruff, Lingren) 5:4
5:3

(59.07) Sychra (Anderson, Dahl) 5:4

 

Strafen: Ingolstadt 16 min. - Nürnberg 16 min.

 

Schiedsrichter: Lichtnecker (Rosenheim)

 

Zuschauer: 3.614