Erster DEL-Erfolg für Andreas Brockmann

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Zwei Tage nach der CHL-Kür herrschte in der Arena Nürnberger Versicherung wieder DEL-Alltag. Die Partie gegen die bis dahin unbesiegten Krefeld Pinguine war angesichts des holprigen Liga-Starts der Ice Tigers durchaus bedeutend.

Auch Trainer Andreas Brockmann wollte endlich den ersten DEL-Sieg feiern und sein Team schien dies schnell beherzigen zu wollen. Gleich die ersten beiden Krefelder Strafzeiten nutzten die Ice Tigers zu einer scheinbar beruhigenden 2:0-Führung. "Wir haben im Endeffekt das Spiel im Powerplay gewonnen, weil wir einfach gespielt haben und dadurch zum Erfolg gekommen sind."

Aber auch die Pinguine zeigten, warum sie bisher noch kein Spiel verloren haben. Im verrückten ersten Drittel fielen insgesamt sechs Treffer, nicht zuletzt weil die Ice Tigers einerseits ihr Überzahlspiel effektiv nutzten, aber andererseits es den Gästen auch zu leicht machten.

Danach gingen beide Abwehrreihen konzentrierter zu Werke und es entwickelte sich beileibe kein Eishockey-Leckerbissen. Brad Leebs Führungstreffer nach Direktschuss auf Vorlage von Bruder Greg schien haltbar. Auf der Gegenseite hätte Boris Blank fast den Ausgleich erzielt, aber sein Schuss landete am Nürnberger Torpfosten.

So plätscherte auch der Schlussabschnitt mit vereinzelten Chancen auf beiden Seiten dahin, ehe sich Lynn Loyns an der Bande durchsetzte und Payer bediente - 4:4 hieß es plötzlich viereinhalb Minuten vor Spielende. Dass die Ice Tigers am Ende dann doch alle drei Punkte behielten, war für Trainer Brockmann ein "Zeichen von Charakterstärke".

Björn Barta setzte sich energisch am rechten Flügel durch und passte scharf in Richtung Tor, wo Polaczek heranrauschte und zusammen mit Krefelds Keeper Langkow irgendwie die Scheibe über die Linie drückte.

Die Pinguine versuchten in der turbulenten Schlussphase nochmal alles und nahmen ihren Keeper bereits 134 Sekunden vor Spielende vom Eis. Pavlikovsky traf den Außenpfosten, aber zu mehr reichte es nicht mehr.

"Wir sind überglücklich über diesen Sieg, der Druck war sehr groß. Die Krefelder waren läuferisch stark und kompakt. In Überzahl und Unterzahl haben wir uns gegenüber dem ersten Wochenende deutlich verbessert, aber die Gegentore fallen noch zu leicht, während wir unsere Tore immer hart erarbeiten müssen", analysierte Andreas Brockmann nach der Partie.

Sein Gegenüber Igor Pavlov war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden: "Einstellung und Einsatz waren ok, aber unser Powerplay war nicht erfolgreich. Wir haben uns hier gut verkauft, vielleicht wäre ein Punkt verdient gewesen, aber dazu hätten wir mindestens einmal in Überzahl treffen müssen."

Tore:
1:0 (02.31) Savage (Fical, Ancicka) 4:3
2:0 (04.19) G. Leeb (Periard, King) 5:4
2:1 (07.25) Loyns (Heid, Payer)
2:2 (10.41) Stephenson (Payer, Loyns)
3:2 (14.10) King (Peacock, B. Leeb) 5:4
3:3 (18.05) Vasiljevs (Pavlokovsky, Blank)
4:3 (34.31) B. Leeb (G. Leeb, Jarrett)
4:4 (55.30) Payer (Loyns, Hager)
5:4 (57.23) Barta

Strafen: Nürnberg 12 min. - Krefeld 14 min.
Zuschauer: 2812
Schiedsrichter: Schimm