ERC Ingolstadt siegt erstmals in dieser Saison gegen Bremerhaven3:2-Heimsieg im Shootout

Trainer Mark French hat mit dem ERC Ingolstadt Platz 6 im Blick. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Trainer Mark French hat mit dem ERC Ingolstadt Platz 6 im Blick. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Das Spiel begann gut für die Panther: Nach nicht einmal drei Minuten gingen sie durch den gerade nach vier Monaten Verletzungspause zurückgekehrten Casey Bailey in Führung. Der Treffer behielt auch nach dem Videobeweis seine Gültigkeit. Dennoch dauerte es kaum länger als die Prüfung des Führungstores, bis die Gäste aus dem hohen Norden den Ausgleich erzielten – inklusive erneutem Videobeweis. Danach versuchten die Schanzer, den Schwung vom Auswärtssieg in Mannheim mitzunehmen, ohne zunächst wirklich gefährliche Momente zu kreieren. Das taten ihrerseits die Pinguine, die nach gut zwölf Minunten einen Moment der Unordnung in der Ingolstädter Abwehr zum Führungstor durch Skyler McKenzie nutzten.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild: Ingolstadt ging durchaus engagiert zu Werke, aber Bremerhaven war mit der Selbstverständlichkeit des Tabellenführers das gefährlichere Team und erarbeitete sich die klareren Chancen. Erst gegen Ende des Mittelabschnitts erarbeiteten sich die Hausherren ein spürbares Oberwasser und kamen zu einigen guten Gelegenheiten. So traf Patrick Virta nur die Latte des Gäste-Tores. Die beste Chance vergab Daniel Pietta in der Schlussminute des Mitteldrittels, als er aus kurzer Distanz knapp am Kasten vorbeischoss. Er wurde aber bei der Aktion aber gefoult. Im fälligen Powerplay kam lediglich Stachowiak praktisch mit der Schlusssirene zu einem Abschlussversuch, so dass die Panther mit einem 1:2-Rückstand in die zweite Pause gingen.

Im Schlussabschnitt verstärkten die Gastgeber ihre Bemühungen – und agierten dabei zielstrebiger und schnörkelloser als zuletzt: Beinahe jede mögliche Scheibe wurde zum Tor gebracht und nicht die Verantwortung mit dem nächsten Pass weitergeschoben zum Mitspieler. Doch alles Engagement wollte nicht fruchten, so nahm ERC-Coach zweieinhalb Minuten vor dem Ende eine Auszeit – und seinen Torwart Michael Garteig vom Eis. Und das Risiko wurde belohnt: 57 Sekunden vor dem Ende fälschte erneut Casey Bailey einen Schuss von Mat Bodie unhaltbar für Kristers Gudlevskis im Tor der Gäste zum verdienten Ausgleich ab.

Die fällige Verlängerung brachte – trotz einer Doppelchance der Panther in den Schlusssekunden der Zusatzschicht – keinen Sieger. So musste der Schusswettbewerb entscheiden. Brandon Kozun traf zur Eröffnung für die Panther, Ziga Jeglic vergab für die Gäste. Danach traf Daniel Pietta mit einem Schuss so trocken wie ein Martini, ehe Michael Garteig mit einer weiteren Parade den Zusatzpunkt festhielt. Neben ihm war Rückkehrer Casey Bailey nach überstandener Schulterverletzung Mann des Abends. ERC-Coach Mark French sagte über ihn: „Er hat in den letzten Monaten sehr hart gearbeitet, ist vielleicht fitter denn je. Es ist gut, dass er wieder da ist.“

Bremerhavens Trainer Thomas Popiesch sagte nach dem Spiel: „Wir sind gut gestartet und haben in den ersten 30 Minuten gut gespielt, dann hat Ingolstadt das Spiel breiter gemacht und uns Probleme bereitet. Am Schluss haben wir keine Antworten gegen das gute Puck-Management der Panther gefunden. In der Verlängerung und im Shootout haben sie ihre Qualität gezeigt.“

Sein Gegenüber Mark French war insbesondere zu Beginn der Partie nicht zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft: „Am Anfang waren wir trotz der frühen Führung eher nur Zuschauer. Das hat sich durchgezogen bis zum Power Break im zweiten Drittel. Das Wichtigste war, irgendwie noch zu gewinnen, gerade mit dem Extra-Angreifer zum Schluss, Das können wir mitnehmen, darauf können wir aufbauen.“ Den Aufschwung in den letzten Partien erklärte der 52jährige Kanadier: „Wichtig war der Erfolg gegen Iserlohn kurz vor der Länderspielpause. Sie kam zur rechten Zeit, um uns zu physisch und psychisch zu erholen und zu trainieren. Wir haben eine Zeit der Frustration hinter uns, in der wir viele Gespräch geführt haben und versucht haben, uns mehr auf die längerfristige Entwicklung zu konzentrieren als auf einzelne Ergebnisse und die aktuelle Tabelle zu schauen.“

Darin stehen die Schanzer nach wie vor auf Rang 9 – und haben noch theoretische Chancen auf den sechsten Rang und damit die direkte Play Off-Qualifikation. Die drei verbleibenden Partien - gegen Frankfurt, Köln und Nürnberg - auf eigenem Eis absolvieren zu können, kann sich dabei als Zünglein an der Waage erweisen.

 ERC Ingolstadt – Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:2 n.P. (1:2, 0:0, 1:0, 0:0, 1:0)

1:0 Casey Bailey (Jan Nijenhuis, Mirko Höfflin) 2:51
1:1 Jan Urbas (Ziga Jeglic, Andres Grönlund) 3:08
1:2 Skyler McKenzie (Alex Friesen, Dominik Uher) 12:21
2:2 Casey Bailey (Wayne Simpson, Mat Bodie) 59:03 - 6-5 (EN)
3:2 Brandon Kozun 65:00

Strafminuten: Ingolstadt 6, Bremerhaven 8
Zuschauer: 4.080


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