ERC Ingolstadt setzt Siegesserie fort – München gewinnt TopspielDEL kompakt

Jubelnde Münchner: Der Meister gewinnt das Topspiel gegen Nürnberg. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)Jubelnde Münchner: Der Meister gewinnt das Topspiel gegen Nürnberg. (Foto: GEPA pictures/ Markus Fischer)
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Augsburger Panther – Kölner Haie 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)

Die Augsburger Panther haben im Rennen um die Play-offs einen Rückschlag erlitten. Nach zuletzt einigen Erfolgen verloren sie zu Hause gegen die Kölner Haie. Ausgerechnet Ex-Panther Justin Shugg hatte die Haie im ersten Drittel in Führung gebracht, zur Mitte des Spiels glich Trevor Parkes aus. Kurz vor Ende des Mittelabschnitts gerieten die Augsburger Brady Lamb und Aleksander Polaczek mit Alexandre Balduc und Justin Shugg aneinander. Letzter trat an alter Wirkungsstätte noch zweimal in Erscheinung, denn er legte zur Mitte des Schlussabschnitts Corey Potter den Führungstreffer auf und machte kurz vor Ende per Empty-Net-Goal den Deckel auf dieses Spiel, mit dem die Haie etwas Abstand zwischen sich und die aufstrebenden Panther bringen konnten. Nur 17 Torschüsse der Schwaben waren in dieser fairen Partie, in der bei der Keilerei die einzigen Strafen ausgesprochen wurden, einfach zu wenig.

Adler Mannheim – Eisbären Berlin 6:2 (1:0, 3:1, 2:0)

Die Eisbären Berlin spielten an diesem Wochenende zweimal auswärts und verloren zweimal deutlich. Nach dem 0:5 in Ingolstadt am Freitag gab es heute ein 2:6 in Mannheim. Sie gaben weniger Torschüsse ab, erzielten kein Powerplay-Tor, waren am Bullypunkt deutlich unterlegen – und verloren alle drei Drittel. Für beide Teams ging es um viel: Mannheim braucht Punkte, um doch noch in die Play-offs zu kommen, Berlin wollte nach der Klatsche vom Freitag Wiedergutmachung betreiben. Der Druck entlud sich in der 35. und 36. Minute: Erst tauschten Mannheims Luke Adam und Ex-Adler Martin Buchwieser Nettigkeiten aus, dann krachte es zwischen Matthias Plachta und David Wolf bei den Kurpfälzern sowie James Sheppard und Nick Petersen bei den Hauptstädtern. Zu diesem Zeitpunkt stand es nach Treffern von David Wolf, Luke Adam und Christoph Ullmann und dem Anschlusstor durch Mark Olver 3:1 für die Hausherren. Als danach wieder Eishockey gespielt wurde, enteilten die Adler durch Tore von Setoguchi, Ryan MacMurchy und Andrew Desjardins, der zudem noch drei Assists verbuchte. Erst kurz vor Schluss erzielte Nick Petersen noch den zweiten Treffer für die Gäste von der Spree.

Düsseldorfer EG – ERC Ingolstadt 3:5 (2:3, 1:2, 0:0)

Fünf Tore fielen im ersten Drittel innerhalb von gut fünf Minuten. Panther-Kapitän John Laliberte eröffnete den Torreigen, 89 Sekunden später erhöhte Dennis Swinnen auf Zuspiel von Joachim Ramoser. Beide hatten schon am Freitag gegen Berlin sehr engagierte Leistungen geboten. Zweieinhalb Minuten vor ersten Sirene verkürzte John Henrion aus Sicht der Rheinländer – und nur 37 Sekunden später glich Kevin Marshall aus. Doch die Freude währte nur kurz: Zwölf Sekunden nach dem Ausgleich brachte Mike Collins, Topscorer der Panther, sein Team wieder in Führung. Als wäre der Knoten bei den beiden geplatzt, bauten Swinnen und Ramoser im Mittelabschnitt die Führung der Oberbayern aus, dieses Mal traf Ramoser auf Zuspiel von Swinnen. Daniel Weiß brachte die DEG noch einmal heran, aber exakt 60 Sekunden darauf stellte Ville Koistinen in Überzahl den alten Abstand wieder her. Es war nach einigen Zuspielen das erste Tor im vierten Spiel im Schanzer-Trikot für den überragenden finnischen Verteidiger. Ingolstadt marschiert damit weiterhin Richtung direkte Play-off-Qualifikation.  

EHC Red Bull München – Thomas Sabo Ice Tigers 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)

Es war das Topduell um Platz eins in der Deutschen Eishockey-Liga – und im zweiten Drittel waren die Nürnberger drauf und dran, den Meister wieder vom Platz an der Sonne zu verdrängen. Michael Wolf hatte München zwar in doppelter Unterzahl in Führung gebracht (11.), doch Eugen Alanov (15.) und Petr Pohl (28.) sorgten für die Führung der Ice Tigers. Doch danach trafen (fast) nur noch die Red Bulls: Brooks Macek, Jon Matsumoto und nochmal Macek stellten das Ergebnis bis zur 45. Minute auf 4:2. Fünfeinhalb Minten vor dem Ende verkürzte Alanov mit seinem zweiten Tor auf 3:4.

Grizzlys Wolfsburg – Iserlohn Roosters 1:2 (1:0, 0:2, 0:0)

Die Grizzlys stehen auf dem vierten Rang, der Heimrecht im Viertelfinale bedeutet. Doch Wolfsburg spürt den Atem der Verfolger im Nacken. Einer von ihnen sind die Iserlohn Roosters, die alle drei Punkte aus Niedersachsen entführten. Für die Gastgeber war zunächst Philip Riefers erfolgreich, doch Jason Jaspers und Johan Larsson drehten die Partie für Iserlohn.

Straubing Tigers – Schwenninger Wild Wings 2:3 (1:1, 0:2, 1:0)

Ein weiterer Kandidat auf Rang vier sind die Schwenninger Wild Wings, die eine bemerkenswert gute Saison spielen. Mike Zalewski traf schon nach 48 Sekunden für Straubing, doch danach langten die Wild Wings zu. Will Acton, Andreé Hult und Kalle Kaijomaa trafen zum 3:1 für Schwenningen. Drei Minuten vor Ende nutzte Jeremy Williams ein Powerplay zum Anschlusstreffer für die Tigers, doch beim 2:3 aus Sicht der Hausherren blieb es dann auch.

Krefeld Pinguine – Fischtown Pinguins Bremerhaven 1:4 (1:2, 0:0, 0:2)

Die Chance auf die Play-offs dürften in Krefeld wohl nur noch die kühnsten Optimisten sehen. Denn auch das Duell der Pinguine ging verloren. Jan Urbas und Chad Nehring trafen für Bremerhaven, ehe Tim Miller das 1:2 gelang. Mike Hoeffel erhöht auf 3:1 und stellte per Empty-Net-Goal auch den Endstand her. 

Holger Neumann, Friedhelm Thelen

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