ERC Ingolstadt schockt die Eisbären BerlinMannheim lässt Wolfsburg kaum eine Chance

Eisbären Berlin - ERC Ingolstadt (Foto: dpa/picture alliance)Eisbären Berlin - ERC Ingolstadt (Foto: dpa/picture alliance)
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Eisbären Berlin – ERC Ingolstadt 3:4 (1:2, 1:1, 1:1)

Serienstand: 0:1

Der Favorit waren die Eisbären. Zumindest, wenn es nach der Meinung der Wettanbieter ging. Dass auch diese Fachleute daneben liegen können, zeigten diese Begegnung. Die Ingolstädter zeigten eine bärenstarke Partie und brachten mit ihrem Sieg die Berliner in die berühmte Bredouille. Noch eine weitere Niederlage und die erste erhoffte Meisterschaft seit 2013 muss um ein weiteres Jahr verschoben werden.  Die Berliner starteten zunächst besser in die Begegnung und gingen schon nach 116 Sekunden in Führung, als Mark Olver eine Vorlage von Parker Tuomie verwertete. In der zehnten Minute leistete sich Berlins Lukas Reichel eine 2+2-Minuten-Strafe und prompt glich Ingolstadt aus. Das Tor schoss dabei ausgerechnet ein Ex-Eisbär, der Franko-Kanadier Louis-Marc Aubry. Aubry war es dann auch, der für die Stimmungslagen seiner Mannschaft verantwortlich zeichnete. Zunächst brachte er seine Mannschaft in der letzten Spielminute des ersten Drittels sogar mit 2:1 in Führung und die ersten beiden Strafen im zweiten Drittel für sein Team übernahm er auch. Die Eisbären konnten jedoch in diesem fairen Spiel diesen personellen Vorteil nicht nutzen. Das holten die Eisbären dann nach. In der 30. Spielminute versenkte Matthew White die Scheibe hinter Ingolstadts Keeper Michael Garteig zum 2:2-Ausgleich. Die Vorlage hatten Simon Dupres und Kris Foucault gegeben. Aber auch die Ingolstädter besitzen funktionierende Kontingent-Trios. Zwei Minuten vor der zweiten Pause gelang Morgan Ellis das überraschende 3:2 nach Vorlage von dem überragenden Louis-Marc Aubry und Wayne Simpson. Ganz übel wurde es dann für die Hauptstädter gleich zu Beginn des Schlussdrittels. Eine Strafe noch aus dem zweiten Drittel, abgesessen Mark Olver, bestrafte Louis-Marc Aubry mit dem 4:2. Jetzt mussten die Eisbären alles nach vorne werfen, taten dies auch, hatten auch bald Erfolg, als Leonhard Pföderl mit seinem ersten Play-off-Tor den Anschluss zum 3:4 markierte. Am Ende blieb es jedoch bei der Führung der Ingolstädter, die nunmehr am Mittwoch ins Finale einziehen können.

Adler Mannheim – Grizzlys Wolfsburg 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)

Serienstand: 1:0

Ein verdienter Erfolg der Badener über einen widerspenstigen Gegner aus Wolfsburg, der sich auch nach dieser Niederlage noch Chancen ausrechnet das Finale zu erreichen. Bereits zu Beginn der Begegnung war zu sehen, dass die Wolfsburger über eine verstärkte Defensive das Konterspiel bevorzugen würden. Sie warteten ab, spielten diszipliniert und versuchten Nadelstiche zu setzen. So eine Taktik kann natürlich auch problematisch werden, gerade bei Strafzeiten und eine solche Situation gab es in der 14. Spielminute. Nacheinander wanderten die Grizzlys  Janik Möser und Julian Melchiori auf die Strafbank und prompt brauchten die Adler nur zwölf Sekunden, um in Führung zu gehen. Andrew Desjardins hieß der glückliche Torschütze der Badener. Eine ähnliche Situation brachte dann den Ausgleich. Sinan Akdag ließ sich zu einem Beinstellen hinreißen und schon hieß es 1:1. Die Powerplay-Formation mit Spencer Machacek als Torschützen und Sebastian Furchner und Dominik Bittner war dafür verantwortlich, dass das Spannungsthermometer in der SAP-Arena anstieg. Zum Glück für die Gäste konnten die Adler eine Strafe gegen Likens nicht ausnutzen, aber beim nächsten Strafgang fiel wieder ein Tor. Diesmal musste Matthias Olimb, mit 19 Minuten Eiszeit einer der beschäftigsten Spieler der Grizzlys, nach Haken die Fläche verlassen und das nutzte Benjamin Smith in der 36. Minute zum 2:1. Seine Assistgeber waren Matthias Plachta und Markus Eisenschmid. Im dritten Drittel hätten die Niedersachsen am Anfang den Ausgleich erzielen müssen, denn nacheinander spazierten Nicolas Krämmer und Markus Eisenschmid auf die Strafbank, aber mit viel Glück und einem starken Dennis Endras im Tor überstanden die Adler diese schwierige Zeit. In der 54. Minute dann die Vorentscheidung. Felix Schütz traf nach Vorarbeit von Smith zum 3:1. Jetzt waren die Wolfsburger gefordert, aber zunächst machte ihnen eine Strafe gegen Bittner einen Strich durch die Rechnung. Erst danach nahmen sie ihren exzellenten Keeper Dustin Strahlmeier vom Eis, aber die cleveren Mannheimer ließen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Im Gegenteil, Benjamin Smith besiegelte mit einem Empty-Netter in der 59. Minute die 1:0-Serienführung der Adler, die nun am Mittwoch in Wolfsburg mit einem Sieg ins Finale einziehen können.

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