ERC Ingolstadt: Geackert, gekämpft und verlorenOberbayern unterliegen Meister Eisbären Berlin 2:3

Zweifacher Torschütze - Laurin Braun von den Eisbären Berlin. Foto © Ice-Hockey-Picture-24Zweifacher Torschütze - Laurin Braun von den Eisbären Berlin. Foto © Ice-Hockey-Picture-24
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Vielen Besuchern mag es vor dem Spiel wie Rick Goldmann, Eishockeyexperte bei Servus TV, gegangen sein „man genießt die Sommerpause, aber sobald man wieder eine Eishalle betritt, spürt man dieses kribbeln“. Aber nicht nur die 3339 Zuschauer dürften nervös gewesen sein, auch die beiden neuen Coaches hinter der Bande. Bei den Eisbären kehrte Jeff Tomlinson an seine alte Wirkungsstätte zurück, von 2000 bis 2004 spielte er für den Hauptstadtclub in der DEL und anschließend trainierte er die Junioren und fungierte bis 2009 als Assistenztrainer. Bei den Panthern stand Niklas Sundblad als Verantwortlicher hinter der Bande, nach einem Kurzauftritt in Köln als Interims-Chef (2010/11), wo er von 2010 bis 2013 Co-Trainer war, die erste große Bewährungsprobe in der Deutschen Eishockey-Liga.

Beide Coaches sahen zwei Drittel lang glücklose Panther auf Rob Zepp anstürmen und auf der Gegenseite einen Frank Hördler, der Andre Rankel in der 3. Minute und Laurin Braun in der 33. Minute mit einem Bilderbuchpass millimetergenau bediente. Beide nutzten den Moment, schraubten das Ergebnis auf  2:0 und ließen auch Timo Pielmeier im Tor des ERC keine Abwehrchance. „Wir wollten viel Druck machen, haben da leider zwei Fehler gemacht, die eiskalt bestraft wurden“ sagte Sundblad nach dem Spiel. Den Druck hielten die Gastgeber auch im dritten Drittel aufrecht und wurden belohnt. John Laliberte (43.) und der unermüdliche Jean Francois Boucher (48.) konnten zum 2:2 ausgleichen. Die Gäste aus der Hauptstadt erwiesen sich jedoch ein drittes Mal unverschämt effizient und clever, wieder war es Laurin Braun der Pielmeier zum entscheidenden 3:2 (52.) überwand. „Es war sehr spannend für die Zuschauer, wir haben auch etwas Glück gehabt“ so Jeff Tomlinson zur Leistung seiner Jungs, die er aktuell erst bei 80 bis 85 Prozent des eigentlichen Leistungsvermögens sieht.

Erwähnenswert ist ebenfalls das Engagement von Florian Busch für seinen Heimatverein, den TEV Miesbach. Zusammen mit Christoph Gawlik, beide waren zur Freude vieler wieder die „Cable Guys“ bei Servus TV und mit Mikrofonen während des Spieles  ausgerüstet, sammelten beide unter allen Spielern Geld für die Sanierung des Miesbacher Hallendaches.

Ein weiterer Beweis für den Zusammenhalt dieser großen Familie von Eishockeyfans und Freunden. Und wenn man als Gegenleistung so spannende und hochklassige Unterhaltung geboten bekommt, ist das wie Benzin in das Feuer der Eishockeyleidenschaft.

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