ERC Ingolstadt: Frustrierte MeisterIngolstadt verliert gegen Krefeld

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Konnten die Panther gegen den Tabellenletzten aus Straubing noch die volle Punkteausbeute sichern, gab es in den letzten Duellen trotz guter Leistungen kaum noch Ertrag. In Augsburg gab man innerhalb einer Minute einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand und auch am Sonntagabend gegen Krefeld hörte man nach zwanzig Minuten auf, Eishockey zu arbeiten. „Wir haben momentan nicht die Form, wie noch im November“ stellt Patrick Hager nüchtern fest. Und Brandon Buck moniert: „nach der Führung haben wir aufgehört zu arbeiten, wir müssen wieder als Team auftreten“. Und er ahnte bereits, das Larry Huras ankündigte, das in den kommenden Tagen und Wochen härter gearbeitet und trainiert werden wird.

Den frostigen Temperaturen geschuldet, ging es zunächst flott und kurzweilig zur Sache. Nach nur zweieinhalb Minuten stand es 2:0 für die Oberbayern, Brandon Buck mit dem frühen Doppelpack. Bereits nach 23 Sekunden wurde Buck völlig frei von Patrick Hager bedient und konnte Tomas Duba ausspielen. Kurz darauf der ERC in Überzahl und Buck konnte erneut den Platz nutzen, der sich ihm bot. Ingolstadt in dieser Saison aber keine Festung und die Gäste aus Krefeld nach dem frühen Rückstand nicht geschockt. Puckgewinn im Drittel des ERC, und Tyler Beechey kann gekonnt zum Anschlusstreffer abfälschen (5.) Bis zur ersten Pausensirene hätte das halbe Dutzend Tore locker erreicht gewesen sein, lediglich die Verwertung der Hochkaräter war mangelhaft. Chancen gab es auf beiden Seiten, Krefelds Norman Hauner hätte mit einem Hattrick berühmt werden können. Bezüglich der Defensivleistung dürften beide Coaches bei ihren Kabinenansprachen den erhobenen Zeigefinger das ein oder andere Mal zum Einsatz gebracht haben, aber wie bringt man in wenigen Minuten einen vogelwilden Haufen zurück vom Chaos in ein geordnetes System?

In diesem Falle nur auf Kosten der Qualität des Spieles. Da Fehlpässe und Abpraller immer wieder überraschende Situationen ermöglichten, waren Schüsse und Aktionen eher zufälliger Natur. Zu selten sah das gezeigte auf dem Eis geordnet und logisch aus. Klasse hatte der Pass von Pietta in Krefelder Unterzahl auf Marcel Müller, der alleine auf Timo Pielmeier zu lief und ausgleichen konnte. Eine Führung für die Pinguine wurde immer wahrscheinlicher, Istvan Sofron hatte in der 33. Minute die Möglichkeit dazu per Penalty, den er allerdings vergab. Obligatorisch mittlerweile auch Powerplaysituationen für die Gäste der Panther wegen eigener Wechselfehler. In Augsburg gab es vergangenen Freitag gleich derer zwei, hier zuhause durften auch die Krefelder eine solche Situation genießen. Und weil der Meister mental nicht mehr anwesend war und lediglich Einzelaktionen für Gefahr vorm Krefelder Tor sorgten, durften die Gäste ihr Glück wiederfinden und durch Joshua Meyers nicht unverdient in Führung gehen (46.) Der Ausgleich zum 3:3 für den ERC durch Thomas Greilinger konnte die mittlerweile frostige Stimmung unter den 4000 Zuschauern nicht mehr aufheizen, nur der schwarz-gelbe Anhang jubelte. Denn es war wieder ein kleiner, aber entscheidender Fehler bei den Panthern, den Martin Schymainski zum Siegtreffer in der 51. Minute nutzte. Rick Adduono war zu recht stolz auf seine Mannschaft, die einerseits nie aufgegeben hat, andererseits gegen unkonzentrierte und ineffektive Oberbayern verdient punkten konnte. Da kommen harte Wochen auf die Panther zu, bei dem engen Spielplan darf man nur von Gegner zu Gegner denken und muss hart an sich arbeiten. „Wir werden Schmerzen fühlen“ drohte Larry Huras nach dem Spiel.


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