ERC-Fans feiern Auferstehung von Sam Groleau

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Mit einem harterkämpften, aber verdienten 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) gegen die Kassel Huskies schaffte der ERC Ingolstadt vor über 4.400 Besuchern in der heimischen Saturn-Arena am Sonntagnachmittag den Sprung zurück in die Play-off-Ränge der DEL.



„Tore entscheiden die Spiele und die schießen wir momentan nicht“, lautete die Trainerweisheit des Gästetrainers Axel Kammerer danach. Lediglich im letzten Drittel konnten die Huskies – aufgewacht nach dem 1:2-Anschlusstreffer von Paul Brousseau (41.) – Akzente setzen.



Die ersten beiden Abschnitte gehörten klar den Gastgebern. Sam Groleau war dabei der Matchwinner. Bereits in der vierten Minute stand er beim 1:0 goldrichtig vor Joaquin Gage, der einen Ferguson-Schuss abprallen ließ. Auch beim zweiten Ingolstädter Treffer (31.) sah der kleine Franko-Kanadier wie der Torschütze aus, später wurde als solcher allerdings Thomas Schinko ausgewiesen, der den Puck noch touchierte.



Den Fans war das Einerlei. Sie feierten Sam Groleau, der in der bisherigen Saison nur auf drei Treffer gekommen war, für seine Zielgenauigkeit in dieser Partie. Gewissermaßen war das die Auferstehung des einstigen Publikumslieblings aus Zweitligazeiten, der in der Vorsaison mit 35 Scorerpunkten in der DEL noch eine bemerkenswerte Figur abgegeben hatte, aber in der aktuellen Spielzeit deutlich weniger zur Geltung kommt.



ERC-Coach Ron Kennedy sah im konzentrierten Auftritt seiner Mannschaft in den ersten vierzig Minuten den Schlüssel zum Erfolg, der mit neuformierten Reihen zustande kam. „Das hat gut funktioniert. Ich war mit jeder Reihe zufrieden“, lobte der Mann an der Bande, „die Spieler haben etwas Neues gebraucht, nachdem wir zuletzt wenig Tore geschossen haben.“



Von beiden Trainern wurde Hauptschiedsrichter Michael Langer kritisiert. Für Axel Kammerer war dessen Auftritt „indiskutabel“, Ron Kennedy bezeichnete ihn schlicht als „eine Katastrophe“. In der Tat ließ der Unparteiische über weite Strecken das nötige Fingerspitzengefühl und ein glückliches Händchen bei seinen Entscheidungen, die in der Summe einer keinesfalls unfairen Begegnung 52 Strafminuten mit sich brachten, vermissen. Spielentscheidend war dies aber nicht wirklich.