Er kam, sah und siegteInterview mit Tyler Beskorowany

Tyler Beskorowany steht im Tor der Düsseldorfer EG. (Foto: Imago)Tyler Beskorowany steht im Tor der Düsseldorfer EG. (Foto: Imago)
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Gratulation! Erstes Spiel – erster Sieg! Am Montag, sind Sie in Deutschland, genauer gesagt hier in Düsseldorf angekommen – und direkt haben Sie Ihr neues Team zu einem Shootout-Sieg (4:3) gegen die Nürnberg Ice Tigers geführt. Was geht jetzt durch Ihren Kopf?

Ich bin überaus glücklich, ein fast perfekter Tag! Aber es war schon ziemlich hart. Ich kam gestern aus Montreal hierhin, hatte nicht allzu viel geschlafen, bin dann extra lang wach geblieben, um wieder in einen Rhythmus zu kommen und haben dann nahezu 16 Stunden geschlafen. Ich hatte eine sehr gute erste Nacht und hatte die Hoffnung, dass ich keinen Jetlag während des Spiels bekomme. Ich bin natürlich sehr glücklich, dass es mir gelungen ist, meinem Team den nötigen Rückhalt zu geben – ich hoffe auch, dass es so weitergeht.

Mit Ihren tollen Paraden und Ihrer großen Ruhe haben Sie die Ice Tigers gezähmt und im abschließenden Penaltyschießen keinen Treffer zugelassen. Was für ein Gefühl ist das?

Es war klar, dass so etwas kommen muss, also Overtime und Penaltyschießen, wenn man es eigentlich nicht brauchen kann. Aber es ist alles hervorragend gelaufen, ich bin zufrieden und muss jetzt nur noch zu mir finden, die Zeitumstellung bewältigen.

Wussten Sie eigentlich irgendetwas über europäisches, geschweige denn deutsches Hockey?

Um ehrlich zu sein: Nein! Aber ich hatte schon so eine Vorahnung, eine Idee, wie es sein könnte. Freunde und Bekannte hatten mir auch schon erzählt, dass das nordamerikanische Eishockey verglichen mit dem hiesigen gar nichts ist.

Was ist denn der Unterschied?

Das spielerische Moment steht hier mehr im Vordergrund – die Spieler haben mehr Raum und dadurch auch mehr Zeit. Es ist schon eine Umstellung und man sollte schon ein wenig Geduld haben mit mir. Aber das wird schon.

Wo haben Sie im letzten Jahr versucht, das Tor sauber zu halten?

Ich habe in der American Hockey League (AHL) bei den St. John´s Ice Caps und in der ECHL bei den San Francisco Bulls sowie zwei Partien bei den Orlando Solar Bears gespielt. Ich habe darauf gewartet, zurück in die AHL zu kommen, doch als das nicht passierte, kam die Anfrage aus Deutschland gerade recht. Ich bin mir aber auch im Klaren darüber, dass, wenn Bobby Goepfert zurückkommt, meine Zeit hier vorbei ist. Mein erster Eindruck ist aber sehr positiv und vielleicht bekomme ich ja auch die Chance hier zu bleiben. Wer weiß?

Haben Sie außer dem Flughafen, dem Hotel und der Eishalle schon irgendetwas von Düsseldorf gesehen?

Nein, gestern hatte ich einen langen Tag hinter mir, als ich von einer Arztpraxis in die andere wandeln musste. Dann musste ich mich irgendwie wach halten, was nicht gerade einfach war. Es war ein langer Prozess, aber jetzt bin ich sehr glücklich. Ich hoffe, so geht es weiter.

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