Eiskalte Ice TigersNürnberg gewinnt in München

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Freitagabend, Temperaturen um den Gefrierpunkt: das sind beste Voraussetzungen für einen Top-Eishockey -Showdown: erst Recht beim Derby der Red Bulls gegen die Thomas Sabo Ice Tigers. Die Red Bulls gingen nach dem Derbysieg am vergangenen Sonntag mit breiter Brust in das Spiel. In einer überwiegend zähen Partie konnten sich die Ice Tigers mit 4:3 (1:1, 0:0, 2:2, 1:0) nach Verlängerung durchsetzen. Unter den 4170 Zuschauern befanden sich unter anderem auch die beiden deutschen Eishockey-Legenden Hans Zach und Peter Kathan.

Lange mussten die 4170 Zuschauer nicht auf das erste Tor warten. Bereit nach sieben Minuten brachte der ehemalige NHL-Spieler Dany Heatley sein Team durch ein Powerplaytor in Führung. Die Gastgeber taten sich allgemein schwer mit den Mittelfranken. Das Forechecking der Red Bulls wurde oft schon an der Mittellinie von den Gästen im Keim erstickt, während die wenigen Offensivaktion zu harmlos waren. Umso wichtiger war der zwischenzeitliche Ausgleich durch Mads Christensen kurz vor der ersten Pause. „Wir haben heute gegen eine sehr starke Mannschaft gespielt. München hat im richtigen Moment den Ausgleich erzielt“, so Nürnbergs Sportchef Martin Jiranek.

Nürnberg blieb auch im zweiten Drittel die spielbestimmende Mannschaft, während sich die Red Bulls des Öfteren selbst das Leben schwer machten, indem sie oft zu unkonzentriert agierten. Sie fanden kaum ein Mittel gegen defensiv gut stehende Ice Tigers. Einzig und allein den beiden Torhütern, insbesondere David Leggio, war es zu verdanken, dass es nicht noch mehr Tore zu bejubeln gab.

Eines war klar und zwar, dass der nächste Fehler die Partie entscheiden könnte. Genau diesen produzierten die Red Bulls bereits kurz nach Beginn des dritten Drittels, doch nur Bruchteile von Sekunden später bügelte Daniel Sparre diesen wieder aus. Mehr noch: Florian Kettemer brachte die Gastgeber mit einem sehenswerten Schuss unter die Latte sogar in Führung. Die Partie war von da an komplett auf den Kopf gestellt. München jetzt mit mehr Zug zum Tor und auch mehr Konzentration im Spielaufbau. Allerdings erwies sich Dany Heatley eine Minute vor Schluss erneut als Spielverderber und sorgte so für eine Verlängerung, die die Gäste aus Nürnberg für sich entscheiden konnten. „In München zwei Punkte zu holen, damit können wir sehr zufrieden sein“, so Nürnbergs Sportchef Martin Jiranek.

Weiterhin ist es den Red Bulls nicht vergönnt, zwei Spiele in Folge zu gewinnen. Entsprechend angesäuert zeigte sich auch Chefcoach Don Jackson: „Verdammt nochmal – ein individueller Fehler hat uns heute Punkte gekostet.“

Tore: 0:1 (7.) Dany Heatley (Steven Reinprecht, Kurtis Foster) PP1, 1:1 (18.) Mads Christensen (Jéròme Samson, Maximilian Kastner), 1:2 (42.) Patrick Reimer (Yasin Ehliz, Steven Reinprecht), 2:2 (42.) Daniel Sparre (Dominik Kahun, Tobias Wörle), 3:2 (50.) Florian Kettemer (Maximilian Kastner, Mads Christensen, 3:3 (59.) Dany Heatley (Yasin Ehliz, Kurtis Foster), 3:4 (63.) Steven Reinprecht (Casey Borer, Patrick Reimer). Strafen München: 3, Nürnberg 1. Zuschauer: 4.170.

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