Eiskalt: Freezers stoppen Adler-Höhenflug Hamburg - Mannheim 6:3

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Die Tore für die Hamburger erzielten Matt Pettinger (2), Thomas Oppenheimer, Nico Krämmer, Kevin Clark und Jerome Flaake. Auf Seiten der Adler Mannheim trafen Marcus Kink, Jochen Hecht und Matthias Placht vor 7109 Zuschauern.

In der vergangenen Saison waren es ausgerechnet die Mannheimer, die den Freezers den 20. Heimsieg in Folge verpatzt hatten und damit auch den alleinigen Rekord der Hamburger. Damals reichte den Adlern ein knappes 1:0 für den Sieg aus – keine gute Erinnerungen auf Seiten der Hamburger an die Begegnung mit den Adlern. Diese sollte auch gleich zu Anfang wieder aufgefrischt werden. Nach nur 22 Sekunden verwandelte Marcus Kink einen Fernschuss von Nicolai Goc zum 1:0 für den Spitzenreiter. Die Hamburger zeigten sich wenig beeindruckt und nutzen ihr erstes Powerplay zum Ausgleich. Nationalkeeper Dennis Endras im Tor der Adler konnte anfangs noch abblocken, doch dem Nachsetzer von Matt Pettinger hatte er nichts mehr entgegen zu setzen. So stand es nach einem ersten ausgeglichen Drittel zur Pause 1:1.

Das zweite Drittel fing an wie zu vor das erste: mit einem Tor – diesmal nach 29 Sekunden und zu Gunsten der Gastgeber. Torschütze Thomas Oppenheimer brachte die Hamburger mit einem gezielten Schuss in Führung. Nicht mal drei Minuten später landete der Puck abermals im Netz der Adler. Nico Krämmer baute die Führung für Hamburg zum 3:1 aus.

Die Freezers dominierten das zweite Drittel deutlich und und ließen dem Tabellenführer keinen Freiraum. Ein Zuspiel von Morten Madsen und Patrick Pohl nutzte Kevin Clark, um den Puck das vierte Mal an Mannheim-Goalie Endras vorbei ins Netz zu bringen. Dennis Endras verließ daraufhin das Tor der Mannheimer und machte Platz für Youri Ziffzer, aber auch er durfte im zweiten Drittel noch einmal hinter sich greifen, als Jerome Flaake wenig später für die Freezers das 5:0 machte.

Freezers-Kapitän Christoph Schubert zum Geheimnis der Hamburger Erfolgsformel: „Wir sind zur Zeit topfit, wir sind alle geil aufs Eis, weil wir eben wissen, was wir leisten können und wie gut wir das eigentlich können. Das ist glaube ich das Wichtigste. Jeder hat eben Selbstvertrauen in dem, was er hier macht, und deswegen sind wir momentan so erfolgreich.“

Im letzten Drittel sorgten die Adler noch einmal für Aufruhr vorm Tor der Hamburger. Die Mannheimer Gäste konnten ein Powerplay für sich nutzen und verkürzten dank eines Treffers von Jochen Hecht. Doch auch die Hamburger nutzen keine zwei Minuten später ihre Chance im Powerplay und Matt Pettinger zeigte einmal mehr, dass auch ein Goaliewechsel gegen die Offensive der Hamburger den Mannheimern keine wirklichen Vorteile brachte. Kurz vor Spielende durfte dann auch Hamburg-Goalie Dimitrij Kotschnew nochmal hinter sich greifen – ein Treffer von Matthias Plachta verhalf den Gästen zum dritten Tor und mit Endstand 6:3 ein deutlicher Sieg für die Gastgeber.

Geoff Ward, Trainer Adler Mannheim zur Niederlage seines Teams: „Ich denke, Hamburg hat gut und hart gespielt. Auf unserer Seite haben wir heute nicht die Bereitschaft gezeigt, die für einen Sieg nötig gewesen wäre. Wir müssen im nächsten Spiel wieder eine bessere Leistung zeigen.“

Serge Aubin, Trainer Hamburg Freezers: „Wir wussten, dass uns heute die schwerste Aufgabe bevorsteht, die es in der Liga gibt. Als Mannheim dann gleich zu Beginn das erste Tor machte, war ich sehr erfreut zu sehen, wie die Jungs weiter kämpften, am System festhielten und auf der Bank nicht die Köpfe hängen ließen. Ich bin sehr zufrieden, wie die Jungs sich zurückgekämpft haben.

Auch der Mannschaftskapitän Schubert ist zufrieden: „Wir wollten uns heute einfach mal messen, wie gut wir wirklich sind und ob wir mit einer Mannschaft wie Mannheim mithalten können und ich glaube, das haben wir heute bewiesen.“

Tore:
0:1 (00:22) Kink (Goc)
1:1 (12:11) Pettinger (Roy, Madsen/5-4)
2:1 (20:29) Oppenheimer (Jakobsen, Schubert)
3:1 (22:46) Krämmer (Oppenheimer, Roy)
4:1 (28:10) Clark (Pohl, Madsen)
5:1 (34:09) Flaake (Festerling, Schmidt)
5:2 (50:56) Hecht (Fischer/5-4)
6:2 (52:55) Pettinger (Sertich, Oppenheimer/5-4)
6:3 (53:39) Plachta (Akdag, Joudrey)

Schiedsrichter: Piechaczek, Steinecke; Linienrichter: Höfer, Salewski
Strafen: Hamburg 8 + 10 (Clark), Mannheim 16
Zuschauer: 7109


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