Eishockey mit Fußballergebnis

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Angesichts milder fünf Grad unter Null hatten es die Gäste aus Hamburg in Augsburg noch gut getroffen, blickt man auf die Temperaturen in anderen Teilen der Republik. Insofern war es auch für sonst „verwöhnte“ Hallen-Eishockeyspieler im gut durchlüfteten Curt-Frenzel-Stadion eigentlich gut auszuhalten, zumal wenn sie Freezers heißen. Zu verschenken hatten beide Teams eigentlich nichts, denn die Panther wollen den Abstand zu Platz zehn weiter so groß wie möglich halten, die Nordlichter ihrerseits müssen ihn als derzeit 13. in der Tabelle schnellstmöglich verkleinern. Dafür taten sie allerdings bei weitem nicht genug und so reichte den Hausherren am Ende auch ein einziger Treffer zum Sieg.

Augsburgs Trainer Larry Mitchell, der heute seinen Vertrag in Augsburg für zwei Jahre verlängert hat, konnte bis auf Thomas Jörg den vollen Kader aufbieten. Sein Debüt gab dabei Verteidiger Eric Werner, dafür hatte - so die offizielle Mitteilung - Tomas Slovak daraufhin mit sofortiger Wirkung um Auflösung seines Vertrages gebeten, einem Wunsch, dem man auch nachkam. Beide Mannschaften taten sich in der Anfangsphase sehr schwer, kontrollierte Offensivaktionen aufs Eis zu bringen, ein leichtes Übergewicht an Chancen lag jedoch bei den Hausherren. Dafür gingen die Freezers häufig mehr als rustikal mit dem Stock zu Werke, was der Schiedsrichter aber das gesamte Spiel über ebenso großzügig auslegte, wie seine Assistenten die Sache mit dem Abseits. Die Panther erhöhten vor der Pause zwar noch einmal den Druck auf das gegnerische Gehäuse, doch Tore fielen bis zur Sirene keine mehr.

Mehr und mehr begannen die Gastgeber das Spiel zu dominieren und so war es nur eine Frage der Zeit, wann etwas Zählbares dabei herauskommen würde. Nach exakt 22 Minuten nutzte Chris Collins dann ein Überzahlspiel mit einem Schuss aus spitzem Winkel zum verdienten 1:0. Doch für Sicherheit im Abschluss sorgte die Führung nicht, denn aus den zahlreichen weiteren Möglichkeiten konnten die Panther kein Kapital schlagen. So blieb die Partie unverändert hart umkämpft und auch Dennis Endras im Augsburger Tor hatte ausreichend Möglichkeiten, sich mit mehreren guten Paraden auszuzeichnen. Auf der anderen Seite hätte beispielsweise Scott Barney bei seinem Solo eigentlich den Vorsprung ausbauen müssen, doch zog er knapp über den Kasten vom ebenfalls stark haltenden Jean-Marc Pelletier.

Scheinbar hatten sich beide Teams darauf verständigt, das Spiel möglichst lange offen zu halten, denn an Chancen mangelte es auch weiterhin hüben wie drüben nicht – allein, es traf nur keiner. Ein wenig dümpelte die Partie in der Folge so dahin, ehe sich die Freezers in den Schlussminuten dann doch genötigt schienen, die Schlagzahl wieder etwas zu erhöhen. Doch die Augsburger hielten dagegen und brachten den Sieg über die Zeit. Damit durfte Endras dann auch verdientermaßen sein fünftes Shutout in der Saison feiern.

„Wir hatten genug Chancen, das Spiel zu gewinnen“, so Freezers-Coach Paul Gardner. „Insofern ist es frustrierend, mehr als dreißig Mal aufs Tor zu schießen, aber nicht zu treffen.“ Die mangelnde Chancenverwertung kritisierte auch Larry Mitchell, der aber natürlich dennoch zufrieden war. „Wie so oft in der Liga hat ein Überzahl-Tor für die Entscheidung gesorgt. Danach hat uns Dennis Endras den Sieg festgehalten.“

(mor)



Tor: (0:0 / 1:0 / 0:0)

1:0 (22:00) Collins ( Hunt ; Engelhardt ) 5:4

Zuschauer: 2704

Strafzeiten: Augsburger Panther 6, Hamburg Freezers 10

Schiedsrichter: Richard Schütz, Moers

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