Eishockey legt Dopingkontrollsystem komplett in die Hände der NADA

DEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in MannheimDEL: Eisbären bleiben spitze - Ingolstadt gewinnt in Mannheim
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Das deutsche Eishockey hat die Zuständigkeit für Trainings- und

Wettkampfkontrollen im Profi- und Spitzensportbereich sowie das komplette

Ergebnismanagement in die unabhängigen Hände der Nationalen Anti Doping Agentur

(NADA) gelegt. Am Donnerstag unterzeichneten die Deutsche Eishockey Liga Betriebs

GmbH (DEL – 1. Bundesliga), die Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG – 2. Bundesliga

und Oberliga), der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und die NADA eine Vereinbarung über

die Zusammenarbeit im Anti-Doping-Kampf in Deutschland. „Das ist ein elementarer Schritt,

den die NADA sehr begrüßt“, sagt der NADA-Vorstandsvorsitzende Armin Baumert,

„Eishockey ist die erste Sportart, die das Kontrollsystem komplett in neutrale Hände

abgegeben hat.“

Bisher war die NADA ausschließlich für die Trainingskontrollen der Kaderathleten des DEB

zuständig. Die Verantwortung für die Wettkampfkontrollen und für das Ergebnismanagement

lag beim Verband bzw. bei der DEL. Vom 1. Mai 2009 an wird die NADA neben den

Trainingskontrollen für Verband und den Profibereich auch die Wettkampfkontrollen im

Eishockey übernehmen. Zu den Trainingskontrollen im DEB kommen nun noch 230

Trainings- und Wettkampfkontrollen der DEL und der ESBG dazu. Darüberhinaus ist die

NADA künftig auch für das Ergebnismanagement verantwortlich. Zum ersten Mal in

Deutschland liegt somit das Dopingkontrollsystem im Spitzen- und Profibereich einer

Sportart komplett bei einer vom Sport unabhängigen Institution. Hierzu meint DELGeschäftsführer

Gernot Tripcke: „Wir haben, als erste Profiliga überhaupt, eine den

spezifischen Anforderungen einer privatrechtlich organisierten Liga angepasste Anti-Doping-

Ordnung in enger Anlehnung an den NADA-Code eingeführt. Zur Dokumentation der

Glaubwürdigkeit unserer Bemühungen im Anti-Doping-Kampf war es uns auch sehr wichtig,

die gesamte Durchführung, freiwillig und auf unsere Kosten, an die professionellen und

neutralen Einrichtungen der NADA und des Deutschen Sportschiedsgerichts zu übertragen.“

Auch DEB-Präsident Uwe Harnos zeigte sich erfreut, dass „die Vereinbarungen, die im

vergangenen Mai zwischen DEB und NADA getroffen wurden, in die Tat umgesetzt sind und

dass alle Beteiligten im Spitzeneishockey an einem Strang ziehen.“

In der Praxis heißt das, dass die NADA im Falle eines Verdachtsmoments oder eines von

der Norm abweichenden Analyseergebnisses neben der Erstüberprüfung auch das

Ermittlungsverfahren durchführt und die betroffenen Spielerinnen und Spieler anhört. Den

ausermittelten Sachverhalt gibt die NADA dem vom Deutschen Sportschiedsgericht

bestellten Anti-Doping-Richter zur Entscheidung. Rechtsmittelinstanz ist das Deutsche

Sportschiedsgericht.

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