Eishockey in Deutschland – Nichts für schwache NervenNeues Buch

Eishockey in Deutschland – Nichts für schwache NervenEishockey in Deutschland – Nichts für schwache Nerven
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Alles über Spieler, Fans, Ligen und unvergessene Momente ist in 330 Seiten so klar strukturiert, wie der Ablauf eines Eishockeyspiels.

Vom Warm Up, wo es von der Entstehungsgeschichte des Eishockeys über die ersten Spielregeln und dem beginnenden strukturierten Ligenspielbetrieb bis hin zum Eishockey der Nachkriegsjahre geht, reihen sich die weiteren Abschnitte an.

Im ersten Drittel wird nicht nur der Start der Bundesliga im Jahr 1958 genauer betrachtet, auch die Bronze-Boys von den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck finden Erwähnung. Der Autor rechnet genau vor, warum eben ein 41-Tausenstel-Tor das Zünglein an der Waage des größten Erfolges in der internationalen Geschichte des Deutschen Eishockey Bundes war. Einer der größten Eklats liegt ebenfalls in dieser Dekade: Der Passfälscher-Skandal. Bei vielen „Deutsch-Kanadiern“ wurden Konsulatsdokumente erfunden und Fälscherwerkstätten im Ruhrgebiet hatten Hochkonjunktur. Natürlich war der Aufprall danach umso heftiger.

Das zweite Drittel handelt von den Achtziger-Jahren samt der Rückkehr von Xaver Unsinn, der berühmten Geschichte um das „Grüne Buch“ des lybischen Herrschers Muammar al-Gaddafi auf dem Trikot der Iserlohn Roosters und den verschwundenen Eishockey-Spielern aus der DDR.

Es hätte klappen könne, mit einer weiteren Olympia-Medaille. Millionen saßen im Februar 1992 vor den Fernsehern, als extra die Tagesschau für das Penaltyschiessen des Spiels Deutschland gegen Kanada verschoben wurde. Und Millionen trauten ihren Augen kaum, als der Puck nach dem Versuch von Peter Draisaitl auf der Linie des kanadischen Tores liegen blieb. Nie wieder erreichte ein Eishockeyspiel in Deutschland (wenn auch unbewusst) eine so hohe TV-Einschaltquote. Eines der Highlight der Neunziger – wohl noch knapp vor der Gründung der Deutschen Eishockey Liga (DEL), die ebenfalls im dritten Drittel abgehandelt wird.

Eigentlich hatte der Verlag nur etwas über 100 Seiten für das Buch vorgesehen, aber auch dieses Werk geht – wie ein Eishockeyspiel - in die Verlängerung. In der Overtime und  dem „Shoot-out“ haben die DEL und ihre Clubs einen großen Bereich, sowie die Weltmeisterschaften 2001 und 2010 in Deutschland. Natürlich inklusive dem Rekordspiel auf Schalke.

Eishockey in Deutschland – schnell und präzise auf den Punkt in vielen kleinen Geschichten geschrieben. Ein MUSS für alle Eishockey-Fans!

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