Eisbären wild entschlossen zum Serienausgleich

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Verantwortlich dafür zeichneten beide Mannschaften. Die Hauptstädter allerdings waren das offensiv aktivere Team, das mehr in einen möglichen Erfolg investierte. Eine Play-off-Serie in solcher Qualität sollte eigentlich besser in sieben als lediglich in maximal fünf Spielen entschieden werden. Denn eine bessere Werbung für das deutsche Eishockey kann höchstens durch Erfolge der Nationalmannschaft betrieben werden.

Wiedergutmachen wollten die Eisbären die aus ihrer Sicht unglückliche Niederlage im ersten Spiel. Und so legten sie auch entschlossen los und berannten von der ersten Sekunde an das von Jean-Sebastien Aubin gehütete DEG-Gehäuse. Als gerade einmal 13 Sekunden Spielzeit von der Uhr getickt waren, brach sich erstmals der Berliner Torjubel mit Urgewalt Bahn. Constantin Braun, der vor dem Match den Ausgleich der Serie angekündigt hatte, versenkte den Puck zur enorm frühen 1:0-Führung der Hauptstädter. Das Team von Chefcoach Don Jackson schaltete auch danach keinen Gang zurück, Aubin bekam weiter alle Hände voll zu tun. Die Düsseldorfer bemühten sich indessen darum, Ruhe ins Spiel zu bringen und sich Chancen zu erarbeiten. Viele wurden es zunächst nicht. Aber eine der wenigen nutzte Simon Danner zum 1:1-Ausgleich. Derrick Walser hatte eine springende Scheibe falsch eingeschätzt, so dass der Schütze nahezu unbehelligt zum Abschluss kam. Danach kamen die Rheinländer über konsequentes Forechecking besser ins Spiel und auch ihre Einschussmöglichkeiten häuften sich. Erfolgreich waren dann jedoch die Eisbären in der 18. Spielminute, nachdem Derrick Walser mustergültig von Tyson Mulock in Position gebracht worden war. Mit 2:1 für die Eisbären ging es nach einem hoch unterhaltsamen Drittel in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt knüpften beide Teams dort an, wo sie den Anfangsabschnitt beendeten: mit spannendem Tempohockey gehobener Qualität. Die Eisbären aber mit einer Spur mehr Willen. Wie Florian Busch, der im zweiten Versuch den Puck bereits im Liegen hinter Aubin zum 3:1 (30.) versenkte. Fragende Blicke gut sieben Minuten später: Eisbär André Rankel drehte jubelnd ab, die Hartgummischeibe lag jedoch nicht im DEG-Kasten sondern daneben. Videobeweis! Und für den nahm sich das Schiri-Gespann, bestehend aus Roland Aumüller und Willi Schimm, reichlich Zeit. Verständlich, denn Rankels Knaller hatte offensichtlich nicht nur den Weg ins, sondern auch durch dieses hindurch gefunden. Letztendlich klärte sich der Sachverhalt und es stand 4:1 für die Eisbären. Eine Vorentscheidung? War es in der Tat. Zur Mitte des Schlussdrittels stellte noch Mads Christensen (50.) mit seinem Treffer zum 5:1 den Endstand her.

So beginnt die Serie am Donnerstag in Düsseldorf quasi von vorn. Die DEG hat im Viertelfinale gegen Mannheim bewiesen, dass die Mannschaft auch derbe Niederlagen wegstecken kann. Die Eisbären müssen eine Auswärtspartie gewinnen, um nach einem Jahr Pause den erneuten Sprung in ein DEL-Finale zu schaffen. Für Spannung ist somit hinlänglich gesorgt, auch im ISS Dome sollte sich das einmal in der Zuschauerzahl verdeutlichen. Beide Teams haben sich aufgrund der bisher gezeigten Leistungen allemal große Kulissen verdient.


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