Eisbären wieder in den letzten Minuten geschlagen

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit 2:3 verloren die Eisbären gegen die DEG Metro Stars.

3700 Zuschauer – Saison-Minusrekord im Wellblechpalast - sahen die zweite

Heimniederlage binnen zwei Tagen.

„Wir sind nicht besser als andere Teams, aber auch nicht

schlechter!“, sagte Pierre Pagé nach dem Spiel und ging dabei nicht - wie

eventuelle erwartet - mit seinen Spielern ins Gericht. Lediglich an den

Charakter der Eisbären appellierte der Coach: „Um zu gewinnen braucht man

60-70% Glauben an den Sieg.“
Offensichtlich hat Pagé damit Recht. Viele der Spiele

verloren die Berliner in den letzten zehn Minuten.
Ein ganz einfaches Rezept, wie das vermieden werden kann,

hatte am heutigen Abend Pagés Kollege Don Jackson: „Wir haben einfach die

Geduld behalten und versucht Fehler zu vermeiden, bzw. die Eisbären zu Fehlern

zu zwingen.“

Dabei sah es zum Beginn der Partie ganz nach dem Geschmack

der Gastgeber aus:
Bereits in der 5.Spielminute gingen die Eisbären durch Sven

Felski in Führung. Der Berliner bekam einen Rebound vom DEG-Goalie Jamie Storr

und musste aus der Nahdistanz nur noch einschieben. Bitter dagegen war der

Ausgleichstreffer von Rob Collins in Überzahl. Bitter daher, weil

Eisbären-Verteidiger René Kramer kurz zuvor den Puck, der Ansicht von Referee

Martin Reichert und dessen Assistenten nach, über die Bande beförderte und eine

Strafe erhielt. Der Zorn der Eisbärenbank war ihm aber nicht lange sicher, denn

Deron Quint schoss die Hausherren aber wieder in Führung. Eine Überzahl nutzte

der Berliner effektiv, nachdem zuvor Kelly Fairchild scheiterte. Das war es

dann auch schon mit der Berliner Torausbeute.

Im Mittelabschnitt stellten die Gäste aus Düsseldorf den

Gleichstand wieder her. Die Eisbären, die im Vergleich zum ersten Drittel

abbauten, mussten erneut den Treffer in Unterzahl hinnehmen. Einen Schuss von

David Cullen konnte Darren Van Impe in das Tor von Youri Ziffzer abfälschen

(26. Spielminute).
Den Siegtreffer erzielte Charlie Stephens knapp vier Minuten

vor Spielende, als er – nach einer Eisbären-Druckphase – mit seinem Konter und

Abschluss aus halbnaher Distanz den Berliner Goalie mit einem flachen Schuss

durch die Schoner überwand.

Für die Eisbären heißt es nun am Donnerstag zu den Straubing

Tigers zu reisen, am Sonntag spielen die Berliner bei den Iserlohn Roosters. Bei

beiden Spielen ist punkten Pflicht, will der deutsche Meister noch die

Pre-Play-offs umgehen.

(ovk/mac –

Foto by city-press)

Eisbären Berlin - DEG Metro Stars 2:3

(2:1,0:1,0:1)


Tore:

1:0 Felski S. 04:16 (Fairchild K., Beaufait M.)

1:1 Collins R. 07:36 (Panzer J., Grand-Pierre J.) PP

2:1 Quint D. 12:42 (Walker S., Pederson D.) PP

2:2 Van Impe D. 25:19 (Cullen D., Vikingstad T.) PP

2:3 Stephens C. 55:25 (Panzer J., Dietrich R.)


Schiedsrichter: Martin Reichert

Strafminuten:

Berlin - 14 (2,8,4)

Düsseldorf - 16 (6,4,6)


Torschüsse:

Berlin - 32 (16,9,7)

Düsseldorf - 28 (9,10,9)


Zuschauer: 3700

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