Eisbären vor dem Viertelfinal-Aus

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Eisbären wackeln! Mit 3:5

unterlagen sie den Augsburger Panthern im dritten Spiel des

DEL-Viertelfinales und stehen vor Spiel 4 am Montag bereits vor dem

Aus.

„Hey was geht ab, wir schiessen die

Panther ab“, klang es noch am Dienstag, als Andy Roach im ersten

Viertelfinalspiel der Eisbären gegen die Augsburger Panther zum 2:0

in der 11. Spielminute traf. Zwei Spiele später haben die Schwaben

den Spieß umgedreht.Schon im ersten Drittel ging es kräftig

zur Sache und setzte die beiden bisherigen Hauptprotagonisten der

Serie, Berlins Torhüter Rob Zepp sowie Augsburgs Torhüter Dennis

Endras in Szene. Sie ließen in diesem Abschnitt keinen Treffer zu,

obwohl die Möglichkeiten jeweils im Dutzend vorhanden waren.

Im zweiten Drittel klappte es dann auch

endlich mit Toren. Allerdings freuten sich darüber die knapp 200

angereisten Augsburger Fans darüber mehr, als die restlichen 14000

Zuschauer in der Berliner o2 World. Erst konnte Jeff Likens nach

einer Berliner Druckphase seine Panther in Führung bringen

(27.Spielminute), Chris Collins traf knapp drei Minuten später aus

dem Gewühl zum 2:0 und sorgte dafür, dass die Berliner zusehend

verkrampften. Endeffekt: Brett Engelhardt konnte mit zwei Toren die

Gäste sogar mit 4:0 in Front bringen. „Wir haben im zweiten

Drittel probiert und probiert, aber wahrscheinlich waren wir nicht

gradlinig genug. Spielten viel zu schwierig.“, sagte

Eisbären-Stürmer Stefan Ustorf. Fans sprachen sogar von dem wohl

schlechtesten Drittel seit 10-15 Jahren. Augsburgs Trainer Larry

Mitchell dazu: „Unsere Chancenverwertung im zweiten Drittel war so

gut wie noch nie!“

Im letzten Abschnitt sah es dann fast

nach Comeback aus, als Jens Baxmann sowie Denis Pederson innerhalb

von 24 Sekunden den Spielstand auf 2:4 verkürzten. Allerdings

nutzten Die Augsburger ihre wohl einzig gute Chance im dritten

Drittel zum 5:2. Der dritte Berliner Treffer durch Florian Busch, 14

Sekunden vor Spielende, war dann nur noch Makulatur, oder vielleicht

ein Hoffnungsfunken für das Spiel am Montag? Eisbären-Coach Don

Jackson: „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. In dieser Situation

waren wir in den letzten beiden Jahren noch nie!“

(Oliver Koch)


 Die Statistiken zum Spiel:

Tore:
0:1 Likens J. (Murphy C.), EQ - 26:36
0:2 Collins C. , EQ - 30:23
0:3 Engelhardt B. (James C.), SH1 - 35:43
0:4 Engelhardt B. (Murphy C., Likens J.), EQ - 39:23
1:4 Baxmann J. (Felski S., Weiß A.), EQ - 48:54
2:4 Pederson D. (Braun C.), EQ - 49:18
2:5 Kemp T. (Engelhardt B.), EQ - 52:39
3:5 Felski S. (Mulock T. J.), EQ - 59:46

Strafminuten:
Eisbären 8 (8,0,0)
Augsburg 10 (6,4,0)

Schüsse:
Eisbären 29 (13,10,6)
Augsburg 33 (14,14,15)

Schiedsrichter:
Willy Schimm / Martin Reichert

Zuschauer:
14.200

 

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