Eisbären: Unentschieden gegen den HC Lugano bei Slapshot Trophy

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Knapp vierundzwanzig Stunden nach der ersten Niederlage (2:4) im ersten Testspiel der neuen Saison gegen den HC Ambri Piotta mussten die Mannen von Trainer Pierre Pagé schon wieder die Schlittschuhe schnüren. Innerhalb der Slapshot Trophy im Zuchwiller Eissportzentrum trafen die Eisbären am Donnerstagabend mit dem HC Lugano auf einen weiteren Vertreter der Schweizer Nationaliga A. Neben Lugano und den Eisbären bilden der SC Bern, Sparta Prag, der ZSC Lions und Slovan Bratislava das illustre Teilnehmerfeld des Turniers. Laut Pierre Pagé war der Gegner vom Donnerstag zudem auch höher einzuschätzen als der des Vorabends. So war es nicht weiter verwunderlich, dass die Luganesi auch die erste Einschussmöglichkeit des Spiels hatten, die der junge Youri Ziffzer im EHC-Gehäuse aber noch vereiteln konnte. In der 6. Spielminute war ihm das leider nicht vergönnt, als sich Lugano im Drittel der Berliner festgesetzt hatte und Donati für die 1:0 Führung der Schweizer sorgte. Die Hauptstädter erspielten sich dann ein leichtes Übergewicht, was Steve Walker mit einem Schuss aus der Distanz zum 1:1 Ausgleich in Zählbares umsetzte . Florian Keller besaß im weiteren Verlauf noch eine Großchance, leider traf dessen Schuss nur das Quergestänge. Keine sechzig Sekunden vor Drittelende ging der HC Lugano aber nach einer Kombination seiner prominentesten Reihe durch Vauclair zum zweiten Mal in Führung. Nummelin hatte Richtung Ziffzer abgezogen, der ließ prallen und gegen Vauclairs Nachschuss hatte der Ex-Mannheimer dann keine Chance mehr. Mit dem knappen Rückstand der Hohenschönhausener ging es dann in die Kabinen.

Im Mittelabschnitt wurde die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen der Eisbären zunehmend besser. Erstes Resultat aus dieser Verbesserung war eine wachsende Anzahl von Tormöglichkeiten für den deutschen Vertreter, so scheiterten u.a. Persson, Pederson und Fairchild bei einem Überzahlspiel in der 27. Spielminute. In der 33. Spielminute faßte sich mit Frank Hördler ein weiterer Youngster im Eisbärenteam ein Herz und zog von der blauen Linie ab, den Rebound netzte Pederson zum 2:2 Ausgleich ein. Der EHC blieb bis zur zweiten Pause am Drücker und nahm das vorläufige Unentschieden mit in die Drittelpause.

Das Schlussdrittel stand erst einmal ganz im Zeichen der Eidgenossen. Schon in der 43. Spielminute gingen die Luganesi durch einen Treffer von Jeannin mit 3:2 in Führung. Wie schon gegen Ambri kassierten die Berliner mit diesem Gegentor erneut einen Shorthander. Hier scheint für Pierre Pagé Handlungsbedarf zu bestehen. Als der Schweizer Stürmer Sébastien Reuille nach einem Kniecheck an Hördler frühzeitig des Eises verwiesen wurde, drängten die Eisbären verstärkt auf den Ausgleich. Der Sekundenzeiger der Stadionuhr hatte nur noch zweieinhalb Umdrehungen zu vollbringen, da gelang Steve Walker der letzte und verdiente Treffer zum Ausgleich für den deutschen Vizemeister. Auch hier war der Schütze im zweiten Versuch erfolgreich. Ein im Anschluss stattfindendes Penaltyschießen entschied Lugano dann allerdings mit 3:1 für sich. Für die Schweizer trafen Jeannin, Nummelin, Gratton – für die Eisbären netzte nur Fairchild ein, Pederson vergab. (Leider war aus dem Regelwerk des Turniers nicht zu ermitteln welchem Zweck dieses Penaltyschießen dient.Vermutlich wird das Ergebnis heran gezogen, wenn es zwischen den Teams zu Punkt- und Torgleichheit kommt und es zu ermitteln gilt, wer am Sonntag in das Spiel um Platz 3 oder ins Finale einzieht.)

Der Start in das sehr gut besetzte Turnier hätte für die Hauptstädter auch schlechter laufen können, muss man doch in Rechnung stellen, dass der EHC im Gegensatz zu den Konkurrenten erst kurz in der Saisonvorbereitung steht. Am Samstag um 17.30 Uhr stehen die Eisbären bei den Slapshot Trophy´s Slovan Bratislava gegenüber. (mac/ ovk)

Torfolge:

1:0 Donati 5:19 (Wichser/ Tschudy)

1:1 Walker 6:34 (Fairchild/ Pederson)

2:1 Vauclair 19:03 (Nummelin/ Maneluk)

2:2 Pederson 32:12 (Walser/ Hördler)

3:2 Jeannin 42:51 (Fuchs/ Keller) SH

3:3 Walker (Beaufait/ DuPont)


Schiedsrichter: Bertolotti

Strafen: 27 + Spieldauer (Reuille)/ 18

Zuschauer: 1050