Eisbären: Sven Felski vor Comeback gegen Ingolstadt

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Mit dieser positiven Nachricht kamen die Berliner Eisbären heute heraus: Stürmer Sven Felski wird am morgigen Freitag nach mehr als siebenmonatiger Pause wegen einer komplizierten Knieverletzung, zugezogen im WM-Spiel gegen Finnland, im Spiel gegen die Panther aus Ingolstadt auf das DEL-Eis zurückkehren!

Der Nationalspieler selbst warnt vor allzu hohen Erwartungen bei Fans und Presse: „Ich werde mit Sicherheit so zehn Spiele brauchen, um wieder richtig da zu sein. Das Team ist ja noch besser und tiefer besetzt als in der vergangenen Saison, da muss man sich erst wieder rein finden.“

Sein Trainer Pierre Pagé setzt dennoch große Hoffnungen in die Rückkehr des Ur-Hohenschönhauseners : „Mit Sven werden wir schneller sein. Er ist der ideale Spieler für unser Torpedosystem, weil er eben sehr schnell und defensiv sehr gut ist.“

Svenne beschreibt seinen derzeitigen Zustand im gewohnt lockeren Tonfall so: „Ich habe fünf Wochen hart trainiert. Mit der Kondition sollte es also schon passen. Die Schiene am Knie ist noch ungewohnt, es zieht und drückt noch, aber es sollte gehen. Nur sind meine Hände manchmal noch wie „vergipst.“ Ich will morgen erst mal zurecht kommen, alles andere kommt mit zunehmender Spielpraxis.“

Felski wird in einer Sturmreihe mit Kelly Fairchild und Marc Beaufait auflaufen: „Das hat in den vergangenen Tagen schon gut geklappt mit den Dreien.“, sagt Pagé. Der Kanadier formuliert die Aufgabe für seinen Rückkehrer dann doch noch etwas moderater: „Sven soll Spielpraxis sammeln. Er war in den zurückliegenden Monaten sehr fleißig, hat sich auch im Sommer kaum eine Pause gegönnt. Vor allem muss er Geduld haben und sich nicht zu viel abverlangen. Das könnte sonst nach hinten losgehen.“

Alles in allem wirkte Sven Felski sehr erleichtert, dass es nun endlich wieder los geht. Trainer Pagé und Manager Peter John Lee haben darüber nachgedacht, ob der Stürmer sein Comeback zu hause im Wellblechpalast geben solle oder doch besser auswärts: „Wir haben dann gesagt, dass der Druck auf ihn noch groß genug sein wird und entschieden, dass er sein Comeback in Ingolstadt geben soll.“, erklärte Lee abschließend.



Pokal-Aus kein Thema mehr

Auf die blamable Vorstellung seines Teams beim Aus im Pokal-Viertelfinale gegen Kassel, mochte Pagé nicht mehr direkt eingehen. Er kritisierte kurz die fehlende Energie und den mangelnden Enthusiasmus seiner Mannschaft und verpackte den Rest seines Unmutes in eine mittel- bis langfristige Aufgabenstellung: „Die Eisbären können und sollen zu einer Top-Adresse im europäischen Eishockey werden. Die DEL soll eine der besten Ligen Europas werden. Das alles ist möglich. Dazu müssen wir aber herausfinden, welche Spieler die dafür notwendige Mentalität mitbringen und welche nicht. Das ist eine Entwicklung und an der müssen wir zielgerichtet arbeiten.“



Gelegenheit zu beweisen, dass die Eisbären schon jetzt über die Spieler mit der richtigen Mentalität verfügen, haben die Mannen von Pagé schon am kommenden Wochenende. Weder Ingolstadt noch Kassel sind Mannschaften, die im bisherigen Saisonverlauf mit Überleistungen geglänzt haben. Gegen eben solche Teams taten sich die Berliner zuletzt häufig schwer. Bereit zu sein, auch gegen solche Gegner mehr zu tun als nur das Notwendige, könnte schon die richtige Botschaft sein. (mac/ovk/REK)

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