Eisbären siegen bei den Kölner Haien: 15 „Fahrkarten“ bis zur EntscheidungKöln - Berlin 3:4 n.P.

André Ranke verwandelt den insgesamt 16. Penalty zum Sieg für Berlin in Köln. (Foto: Andreas Dick)André Ranke verwandelt den insgesamt 16. Penalty zum Sieg für Berlin in Köln. (Foto: Andreas Dick)
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Es hatte schon etwas von Play-offs. Denn kaum war das Spiel beendet, da packten die Betreuer des KEC die Ausrüstung zusammen und beluden die Transporter. Schon am Freitag stehen sich die beiden Teams, dann in Berlin, erneut gegenüber. Der KEC trainiert Donnerstagfrüh noch daheim, ehe die Reise losgeht. Das Spiel jedoch zeigte, warum das Finale von 2013 aktuell ein Kampf um Play-off-Platz zehn ist. Viel Kampf auf beiden Seiten, viele Fehler auf beiden Seiten – und dann ein Penaltyschießen mit 15 „Fahrkarten“. Das passte als Abschluss, auch wenn beide Trainer betonten, dass das Eis nach der Verlängerung in keinem guten Zustand war und es so für die Schützen entsprechend schwerer war zu treffen.

„Wir haben gut angefangen“, sagte Berlins Kapitän und Matchwinner André Rankel. „Wir haben gutes Eishockey gespielt, so wie wir uns das vorgestellt haben. Aber unsere Fehler haben uns schließlich den dritten Punkt gekostet. Dennoch denke ich, dass wir die zwei Punkte verdient haben.“ Den Spielverlauf beschrieb Haie-Spieler Moritz Müller freilich anders herum. „Wir haben einige Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Das ist manchmal so. Die Schreiben springen nicht so für dich und dann wird es schwer.“ Hinten heraus sah Müller sein Team stärker. „Im zweiten, aber auch im letzten Drittel.“ Positiv für die Haie ist trotz der Niederlage, dass sie fünf der letzten sieben Spiele gewonnen haben, in sechs von ihnen hat der KEC gepunktet. Allerdings fanden diese sieben Spiele in den letzten zweieinhalb Wochen statt. Der schwache Start ins Spiel also auch ein Zeichen fehlender Kraft? „Nein, das lasse ich nicht gelten“, so Müller. „Wir sind alle fit genug und haben genügend Reserven, um damit umgehen zu können.“

Eisbären-Coach Jeff Tomlinson freute sich darüber, „dass wir über 65 Minuten ein starkes Spiel geboten haben. Unser größtes Problem aktuell ist die fehlende Konstanz. Ich freue mich sehr für Jonas Müller, der sein erstes DEL-Tor geschossen hat.“ Haie-Trainer Niklas Sundblad befand: „Ab dem zweiten Drittel haben wir mit viel Energie und Power gespielt. Die Eisbären sind eine starke Mannschaft, daher zeigt es den Willen und die Moral meines Teams, nach einem 1:3-Rückstand noch zum 3:3 gekommen zu sein.“

Die Führung durch Jonas Müllers Erstlingswerk (8.) glich Ryan Jones in Unterzahl aus, nachdem er von Mirko Lüdemann auf die Reise geschickt worden war (16.). Doch nur 33 Sekunden später nutzte T.J. Mulock die verbliebene Überzahl zur erneuten Führung (33.), die er selbst gar noch ausbaute (19.). Ein Bauerntrick von Michael Iggulden (25.) brachten die Haie zurück ins Spiel, ehe eine sehenswerte Einzelaktion von Charlie Stephens, der zwei Berliner und dann noch Eisbären-Goalie Mathias Niederberger vernatzte, den 3:3-Ausgleich brachte (54.).

Apropos Play-offs: Das kleine Scharmützel, dass sich Berlins Florian Busch und die Haie-Fans auf der Südseite im zweiten Drittel lieferten, hatte eine Menge von Play-off-Stimmung. Bis beide Teams aber wirklich die Play-offs erreichen, wird noch eine Menge Wasser den Rhein – und die Spree – hinabfließen.

Tore:
0:1 (7:09) Jonas Müller (Marcel Noebels)
1:1 (15:44) Ryan Jones (Mirko Lüdemann/4-5)
1:2 (16:17) T.J. Mulock (Antti Miettinen, Florian Busch/5-4)
1:3 (18:35) T.J. Mulock (Petr Pohl, Jonas Müller)
2:3 (24:25) Michael Iggulden (Moritz Müller, James Johnson)
3:3 (53:09) Charlie Stephens (John Tripp, Alexander Sulzer)
3:4 (65:00) André Rankel (entscheidender Penalty)

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek / Eric Daniels
Strafen: Köln 8, Berlin 8
Zuschauer: 8904


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