Eisbären: Sieg gegen Iserlohn - Warten auf Cole

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Die Eisbären gewannen vor gerade einmal 4000 - weniger stimmungsvollen - Zuschauern, welches nach Aussagen der Fans viel mit der recht frühen Anfangszeit um halb drei Uhr Mittags zu tun hat, 4-2 gegen die Iserlohn Roosters.

Fast schon wieder Sommer und viel zu warm war es am heutigen Sonntag im Sportforum Berlin. Trotzdem sollte es eiskalt auf dem Eis des Wellblechpalastes zur Sache gehen. Zu Gast waren die Iserlohn Roosters und mit ihnen eine Anhängerschar von über 500 Fans aus der beschaulichen Sauerländer Kleinstadt. Ein Sambazug war der ausschlaggebende Punkt, weswegen der Gästeblock der Eisbären proppevoll war. Diese heizten ihren Cracks auch kräftig ein. Dieses dankten die Spieler auch prompt. Offensiv und kämpferisch in das Spiel eingestiegen, nutzten sie ihre erste Überzahlsituation um den blau-weißen Mob erstmals jubeln zu lassen. Bryan Adams ließ, nachdem Matt Higgins die Berliner Defensive hat alles andere als gut aussehen ließ, dem Berliner Goalie Jonas keine Chance. Die darauffolgende Überzahl der Berliner ließ zu diesem Zeitpunkt noch keinen Ausgleich zu, wobei Roosters-Torhüter Kotschnew eine Menge Glück besaß. Eindruck schien dieses allemal gebracht zu haben, denn schon kurz danach Griff er deutlich daneben, als Ustorf aus der halbnahen Distanz den Ausgleich markierte – 11.Spielminute. Die Berliner erkämpften sich Spielanteile zurück und kamen sogar in Unterzahl zu Torchancen. Denis Perderson hätte in der 13. Minute durch eine videobeweiseverdächtige Breakchance fast den Führungstreffer erzielt. Der Puck sprang lediglich vom Innenpfosten des Iserlohner Gehäuse wieder zurück.

Doch die Roosters gaben nicht auf, wollten in Berlin etwas reißen und gestalteten das Spiel ausgeglichen und zwangen den Berliner Torhüter schon zu guten Paraden. Beispielsweise gegen Lysak rettete er in der letzten Sekunde (25.). Vorausgegangen waren aber auch Chancen der Berliner aber die Sauerländer Defensive präsentierte sich bis dahin hellwach. Aber auch als Team wirkten sie kompakter im Vergleich zu den Gastgebern. In zählbares konnten sie dieses nicht umsetzen. Selbst eine fünfzig Sekunden weilenden 5-3 Überzahl konnte nicht genutzt werden. Dieses taten aber die Berliner: Schnell von Defensiv auf Offensiv schaltete Kelly Fairchild um und netzte seinen Konter hinter Kotschnew ein (36.). Die Gastgeber führten zwar nicht nach Spielanteilen, aber dafür nach Toren.

Auch zu Beginn des Schlussdrittels waren Chancen hüben wie drüben da. Wobei festzuhalten ist, dass die Berliner unter ihren Möglichkeiten blieben – die Waldstädter bissen aber. Nicht ohne Erfolg, wie Intranuovo in der 48. Spielminute bewies und den Ausgleich erzielte. Diesen ließen die Berliner aber nicht lange Bestand haben, denn Florian Keller schoss die Hausherren nicht einmal eine Minute später wieder in Führung. Nahezu schon verwunderlich war die Energie, welche die Gäste weiter aufs Eis brachten. Nutzte aber alles nichts, denn Rob Leask machte den Sack knapp fünf Minuten vor Spielende vollkommen zu und stellte den 4-2 Endstand her.

Eisbären-Coach Pagé sah nach dem Spiel schon ein wenig entspannter aus als vor zwei Tagen in Wolfsburg. Erst einmal bekamen die Roosters ihr Kompliment: „Iserlohn hatte viel Energie und machte viel Druck.“, so der Kanadier. Bei seinem eigenen Team stellte er fest, dass das Überzahl und Unterzahlspiel besser als in den vorrausgegangenen Partien waren.

„Wir haben jetzt vier Tage fürs Training und werden danach noch besser sein.“, sagte Pagé abschließend.

Auf jeden Fall verstärkt werden sich die Eisbären ab der kommenden Woche zeigen, denn am späten Dienstag-Nachmittag wird eine der spektakulärsten Neuverpflichtung in Berlin erwartet. Mit Erik Cole wird dann ein NHL-Kracher bis zum Saisonende auf dem Hohenschönhausener Eis beheimatet sein. Bereits kurz nach der Anreise will er sich mit den Eisbären Juniors zusammen aufs Eis begeben, vorher sich aber der Berliner Presseschar stellen. (ovk/mac)

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