Eisbären ringen rustikal agierende Roosters nieder

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Vor 4695 Zuschauern im wieder einmal vollbesetzten Berliner Wellblechpalast setzte sich der Tabellenzweite aus der Hauptstadt gegen den Sechsten des DEL-Klassements, die Iserlohn Roosters, in einem kampfbetonten Spiel letztlich verdient mit 6:3 (3:1, 2:1; 1:1) durch.

Den Ton gaben von Beginn die technisch und läuferisch besseren Hausherren an. Kaum hatte Hauptschiedsrichter Roland Aumüller den Puck zum Auftaktbully eingeworfen, unterbrach er nach nur drei Sekunden das Spiel auch schon wieder. Ryan Ready durfte frühzeitig Bekanntschaft mit der Strafbank schließen. Und das hatte auch sogleich den Führungstreffer für den frisch gebackenen DEB-Pokalsieger durch André Rankel zur Folge (2. Spielminute). Gästekeeper Norm Maracle musste sich auch weiterhin nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen. In der 9. Spielminute war das Roosters-Schwergewicht zum zweiten Mal geschlagen: Florian Busch hatte auf 2:0 erhöht. Den Protesten der Gäste, der Puck hätte zuvor das Hintertornetz berührt, mochte Schiri Aumüller nicht folgen. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts waren die Roosters erneut in Unterzahl, passten jetzt aber besser auf und Robert Hock konnte per Shorthander für den Anschluss sorgen. Fünf Sekunden vor der ersten Pausensirene allerdings stellte Routinier Stefan Ustorf den alten Abstand wieder her – 3:1 (20.).

Dass sich die Sauerländer etwas für den Mittelabschnitt vorgenommen hatten, war nach Wiederbeginn durchaus zu spüren. Eisbärenkeeper Rob Zepp musste öfter rettend eingreifen. Die Berliner zielten jedoch genauer. In der 24. Spielminute war es Nathan Robinson, der den 4:1 Zwischenstand für die Hautstädter herstellte. Eisbärenkapitän Steve Walker legte in einem erneuten Überzahlspiel zum doch schon beruhigenden 5:1 (32.) nach. Die Roosters indessen wurden zunehmend sauer, wurden sie doch teilweise schon ziemlich vorgeführt. Zeit, um Rost anzusetzen hatten die Scharniere der Roosters-Strafbanktür jedenfalls nicht. Eher mutierte die zwischenzeitlich zu einer rege frequentierten Pendeltür. Iserlohns Brad Tapper konnte dann aber doch eine Unachtsamkeit in der Berliner Defensive nutzen, um auf 2:5 (37.) zu verkürzen.  

Zum letzten Drittel nicht zurück aufs Eis konnte Berlins Stürmer Richard Mueller, der sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte. Hier hatten dann plötzlich die Sauerländer überreichlich Gelegenheit sich im Powerplay zu versuchen. Erst nach Ablauf eines langen Zwei Mann-Vorteils jedoch gelang Robert Hock das dritte Gästetor, sein zweites an diesem Abend (52.). Das Schlussdrittel dominierten die Roosters zwar, konnten sich aber trotz größter Bemühungen keinen entscheidenden Vorteil mehr verschaffen. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte per Treffer ins leere Gästetor Steve Walker. (mac/ovk - Foto by City-Press)

Tore:

1:0 (01:37) Rankel – Beaufait/ Mulock  PP1
2:0 (08:12) Busch - Beaufait/ Rankel
2:1 (19:05) Hock - Wolf/ Maracle  SH1
3:1 (19:55) Ustorf – Robinson/ Walker
4:1 (23:49) Robinson – Hördler/ Walker
5:1 (31:41) Walker – Ustorf/ Beaufait PP1
5:2 (36:01) Tapper – Wren/ Pyka
5:3 (51:30) Hock – Wolf/ Beechey
6:3 (58:58) Walker – Ustorf/ Busch EN

Schiedsrichter: Aumüller

Strafen: 16/ 22 + 10 (Buckley)

Zuschauer: 4695 (ausverkauft)

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