Eisbären richten sich am auswärtsschwachen Bruder aufEisbären Berlin - Hamburg Freezers 3:2

Eisbären konnten jubeln! - Foto © Ice-Hockey-Picture-24Eisbären konnten jubeln! - Foto © Ice-Hockey-Picture-24
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Des einen Freud, des anderen Leid. Die Eisbären sind die „Rote Laterne“ los und übergaben sie an ihren Bruderklub, den Hamburg Freezers. Glück im Unglück für Philip.F. Anschutz, dem Besitzer beider Teams. Er war bereits vor einer Woche in Berlin und musste nicht miterleben, wie eines seiner Teams die andere Mannschaft in die Krise schießt. Nun sind es die Hamburg Freezers, die – wie schon die Eisbären – unter ihren Erwartungen liegen. Dabei scheint sich aber der Sinn der oft zitierte Aussage „Wir schauen erst ab Weihnachten auf die Tabelle!“, zu bewahrheiten. Beim Blick auf die Tabelle sind es aktuell sieben Teams, die am nächsten Spieltag entweder am Tabellenende oder in den Play-off-Rängen sein können. Der Titel des Tabellenschlusslichts kann also noch weiter wandern.

Es ist großteils die Auswärtsschwäche, die den Freezers zu schaffen macht. Auf den Punkt brachte es Hamburgs Thomas Oppenheimer nach der Partie: „Ich bin es leid, Niederlagen zu kommentieren. Das nervt umso mehr, wenn man erneut gut gespielt hat, aber zum wiederholten Male keine Punkte mitnimmt.“. Dem Angreifer gelang mit einem kuriosen Treffer der 2:3-Anschluss: Er traf beim Schuss aufs Tor einen gegnerischen Schläger so, dass dieser den Puck in die Luft wirbelte und als „Bogenlampe“ hinter Rop Zepp ins Tor fiel. „Es mag eine Floskel sein, aber harte Arbeit wird belohnt. Ich bin dafür vielleicht ein gutes Beispiel, wie mein Tor heute gezeigt hat. Wenn du immer weitermachst, fallen solche Treffer.“, so Oppenheimer weiter.

Special Teams machen den Unterschied

Dabei war es über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel. Wahrscheinlich hätten die Freezers die Partie gewonnen, wären sie auf die Eisbären der letzten Wochen gestoßen. Aber die Berliner haben zumindest die Reaktion gezeigt, die die Fans von ihnen erwarteten. Sie nahmen den Kampf an und nutzten ihre Gelegenheiten etwas besser, als in den Spielen zuvor. Dreimal trafen die Eisbären im Powerplay und machten so mit ihren Special-Teams den Unterschied zu den Freezers aus. Barry Tallacksson, Shawn Lalonde und Mads Christensen trafen für die Gastgeber.

Und wieder Caron

Es klingt unglaublich, aber es ist schon 34 Tage, bzw. 10 Spieltage her, dass die Eisbären zuletzt drei Punkte in einem Spiel gewonnen hatten. Zuletzt war dies am 15.September beim 7:5 gegen die Iserlohn Roosters der Fall. Damals stand mit Sébastien Caron der Goalie im Tor, der in dieser Partie seine Premiere für die Hansestädter absolvierte. Caron resümierte: „Ich bin mit meiner Leistung zum Einstand zufrieden, auch wenn ein Sieg natürlich viel besser geschmeckt hätte. Je länger das Spiel gedauert hat, desto besser war mein Gefühl. Die Sicherheit kam mit jedem gehaltenen Schuss dazu, ich stand jetzt ja auch eine Weile nicht auf dem Eis. Aber natürlich braucht es noch ein paar Einheiten, damit ich mich auf das neue System zu 100% einstellen kann.“

Messbare Intensität

Bei den Eisbären schien der Sieg ein Stück Lohn für die intensive Trainingswoche zu sein. Zwar hatte Berlins Chefcoach Jeff Tomlinson die Übungseinheiten nicht umgestellt, aber durch Pulsuhren die Intensität gemessen, mit denen die Spieler im Training agierten. Danach gab es in der Mannschaft wohl einiges an Redebedarf. Das Ergebnis sollte sein, dass die Verbindung zwischen Kopf und Beine wieder hergestellt ist. Nicht nur zu glauben, dass man gut Eishockey spielen kann, sondern es auch zu zeigen. Dies scheint geklappt zu haben: Die läuferischen Fähigkeiten wurden wieder eingesetzt, die Fehlpass-Quote minimiert und körperliche Präsenz gezeigt. Manko bleibt aber, dass die Eisbären aus ihren Chancen noch zu wenig Kapital schlagen.

Den ganzen Lohn in Form von einem Sechs-Punkte-Wochenende wollen die Eisbären nun am Sonntag beim EHC Red Bull München einfahren. Die Freezers treffen Zuhause auf die Straubing Tigers.


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