Eisbären: Nürnberg bleibt Angstgegner des Meisters

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Es bleibt dabei: Die Berliner tun sich schwer gegen Nürnberg! Auch am Sonntagabend behielt das Team von Ice Tigers-Coach Benoit Laporte mit 3:4 (1:1; 0:0; 2:2; 0:1) nach Penaltyschießen im Wellblechpalast die Oberhand und nahm zwei wertvolle Punkte mit in die fränkische Heimat.

Zähler, die auch der Meister hätte gut gebrauchen können, da der dichtgedrängte Spielplan im Oktober - mit nur wenig Zeit zur Regeneration - den Eisbären nicht nur einiges an Substanz kostete.

Im ersten Abschnitt war davon allerdings noch wenig zu spüren. Beide Teams spielten ein recht hohes Tempo und hatten eine Vielzahl von Chancen, die aber von Labbé im Tor der Ice Tigers und vom jungen Eisbären-Goalie Daniar Dshunussow entschärft wurden. Erst in der 15. Spielminute zappelte die Hartgummischeibe im Netz, allerdings nicht im Tor der Nürnberger, sondern überraschend in dem der Gastgeber. Bei Überzahl für die Hauptstädter verlor EHC-Defender Derrick Walser leichtfertig den Puck an Schauer und über die Zwischenstation Leeb landete der Puck bei Brennan, der Dshunussow keine Abwehrchance ließ - 0:1. Keine zwanzig Sekunden später, die Hausherren noch immer in Überzahl, machte Walser seinen Fehler aber wieder gut, als er mit Urgewalt zum 1:1-Ausgleich einschoss.

Im Mitteldrittel gingen es beide Mannschaften doch etwas geruhsamer an. Torgelegenheiten ergaben sich dennoch, wie etwa als Sven Felski für die Berliner auf der Strafbank brummte und Ice Tiger Pollock nur den Pfosten traf oder Dshunussow glänzend gegen Martinec parierte. Dafür prüften die Eisbären durch Ustorf, Mueller und Busch Gäste-Keeper Labbé, doch auch der hielt wie sein Gegenüber im Mittelabschnitt sein Gehäuse sauber.

In den letzten zwanzig Minuten waren auch erst wieder Strafzeiten von Nöten, bevor die Torsirene erneut erklingen konnte: Hautschiedsrichter Hascher, der nicht sehr überzeugend agierte, schickte Polaczek für die Gäste und DuPont für die Berliner auf das Sünderbänkchen. Den größeren Platz auf dem Eis nutzte bei Vier gegen Vier Eisbären-Kapitän Walker zur 2:1-Führung (43. Spielminute). Wenig später Aufregung vor dem Tor der Nürnberger: Im Getümmel verliert Eisbär Pederson seinen Helm, kommt zu Fall und wird unter anderem von Goalie Labbé trotzdem weiter bearbeitet. Als der Berliner auf die Füße kommt, versetzt er Labbé einen Stoß, und wie nicht anders zu erwarten geht der Goalie nun seinerseits effektvoll in die Waagerechte. Weshalb Schiri Hascher daraufhin das völlig überzogene Strafmaß einer 5 plus Spieldauer gegen Pederson wählt, bleibt allein dessen Geheimnis. Labbé dagegen, der den liegenden Berliner attackierte, kam mit einer kleinen Strafe davon. Die Gäste nutzten die Powerplay-Gelegenheit in der 49. Spielminute durch Laflamme zum 2:2-Ausgleich. Und es kam noch dicker für die Hausherren: Erneut in Überzahl agierend verlor diesmal Eisbär Sven Felski den Puck nach einer Attacke im gegnerischen Drittel, was Swanson konsequent mit dem zweiten verwandelten Shorthander für die Ice Tigers bestrafte - 2:3 (55.). Wütend stemmte sich der Meister nun gegen die drohende Niederlage und erhielt etwas überraschend Unterstützung von Schiri Hascher, der in der Schlussphase zeitgleich die beiden Nürnberger Petermann und Martinec für jeweils zwei Minuten vom Eis stellte. Da EHC-Coach Pierre Pagé dann auch noch seinen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers raus nahm, ging es bei einem Kräfteverhältnis von Sechs gegen Drei weiter. Diese Maßnahme wurde 42 Sekunden vor der Schlusssirene mit dem Ausgleich durch Steve Walker belohnt. Das Penaltyschießen gewannen fast schon erwartungsgemäß die Nürnberger, für die Fical, Brennan und Beardsmore verwandeln konnten, währenddessen nur Sven Felski für die Hausherren traf. (mac)

Stimmen zum Spiel:

Benoit Laporte (Nürnberg):

„Zuletzt gingen Fans und Presse mit uns hart ins Gericht. Daher sind für uns die zwei Punkte heute sehr wichtig, es war ein Big Game für uns! Ich hoffe, das war die Wende!“

Pierre Pagé (Berlin):

„Meiner Mannschaft fehlte es heute an Disziplin. Es gab zu viele kleine Strafen gegen uns, deswegen bin ich mit einigen Spielern ziemlich sauer. Wir haben eine gute Mannschaft, aber im Moment eine schlechte Mentalität, darüber wird zu reden sein. - Der Knackpunkt aber war das zweite Gegentor. Ich habe da keine 5 plus Spieldauer gesehen, höchstens eine 2 plus 10.“

Eisbären Berlin – Nürnberg Ice Tigers 3:4 n.P. (1:1, 0:0, 2:2; 0:1)

Tore:

0:1 Brennan 14:24 (Leeb, Schauer) 3-4

1:1 Walser 14:41 (DuPont, Pederson) 5-3

2:1 Walker 42:52 (Ustorf, Hördler) 4-4

2:2 Laflamme 48:31(Martinec, Leeb) PP

2:3 Swanson 54:29 (Schauer) SH

3:3 Walker 59:18 (Beaufait, DuPont) 6-3

3:4 Brennan (Penalty)

Schiedsrichter: Alfred Hascher

Strafminuten: Berlin 17 + Spieldauer (Pederson) - Nürnberg 26

Zuschauer: 4100

Angreifer spielt auch nächste Saison am Pulverturm
Sven Ziegler verlängert seinen Vertrag bei den Straubing Tigers

Der 25-jährige wird auch über die aktuelle Spielzeit 2019/2020 hinaus das Trikot der Straubing Tigers tragen....

Hockeyweb präsentiert die Highlights aus Woche 1
Die Top 10 der DEL im Video

Tolle Verteidigungsaktionen, wahnsinnige Paraden und natürlich schöne Tore gibt es bei uns wöchentlich in den Top 10 Highlights der DEL zu sehen....

Zwei Tore des 17-jährigen John Jason Peterka gegen die DEG
Münchens Youngsters sorgen für Sechs-Punkte-Wochenende

​Sonntag, 15. September 2019, 16.30 Uhr: Zu dieser Zeit stand für die Red Bulls München das erste DEL-Heimspiel der Saison 2019/20 auf dem Programm. Der erste Gegner...

Overtime-Niederlage gegen die Augsburger Panther
Déjà-vu bei den Pinguinen: Krefeld verschenkt die Punkte drei und vier

​Die Krefeld Pinguine mussten sich am ersten DEL-Wochenende der Saison 2019/20 den Augsburger Panthern zu Hause mit 3:4 (2:1, 1:0, 0:2, 0:1) nach Verlängerung....

1:2-Niederlage nach Verlängerung
Adler Mannheim verlieren Heimauftakt gegen Kölner Haie

Die Kölner Haie erkämpfen sich mit dünnem Kader und fünf U23-Spielern zwei Punkte, während die Adler noch nicht in Meisterform sind....

DEL-Saison 2019/20: Wer wird Deutscher Meister?
Nur Mannheim oder München? Die neue DEL-Saison wird spannend

​Wenn man sie lässt, nennen die Clubs der DEL nur die Adler Mannheim und den EHC Red Bull München als Meisterkandidaten. Wir haben sie aber nicht gelassen – und dies...

DEL Liveticker - DEL2 Liveticker - Eishockey Liveticker
Hockeyweb-App - Die beste Eishockey Liveticker-App jetzt downloaden

Egal ob Zuhause, unterwegs, in der Eishalle oder in der Arena: mit der Hockeyweb - die Eishockey App hast du Deinen Lieblingssport immer in der Tasche....

Kooperation mit den Tölzer Löwen
Nationalspieler Daschner und Brandt verlängern langfristig bei Straubing Tigers

​Die Straubing Tigers konnte zwei deutsche Eckpfeiler über die Saison 2019/20 hinaus an sich binden: Die Verteidiger Stephan Daschner und Marcel Brandt haben ihre Ve...

Knieverletzung schwerer als gedacht
SERC-Verteidiger Simon Danner fällt länger aus

Kurz vor dem Start der neuen Saison in der DEL ist klar, dass der 32-Jährige längere Zeit ausfällt....

Bei optimalem Heilungsverlauf rund zehn Wochen Ausfallzeit
Lange Verletzungspause für Thomas Larkin

Der Adler-Verteidiger schoss Mannheim zur deutschen Meisterschaft und zog sich nun eine Rückenverletzung im Training zu....

"Absoluter Top-Trainer"
DEG verlängert Vertrag mit Cheftrainer Harold Kreis vorzeitig

Die Düsseldorfer EG hat den Vertrag mit ihrem Cheftrainer Harold Kreis vorzeitig um zwei weitere Jahre verlängert. ...

"First Row Live" Spiel mit Cable Guys am Donnerstagabend
MagentaSport: Eishockey-Saisonstart mit Konferenz

Zum Start der DEL wird das größte Eishockey Live-Angebot in Deutschland weiter ausgebaut. In der vierten Saison mit der Telekom als TV- und Medienpartner der DEL füh...

DEL Hauptrunde

Donnerstag 19.09.2019
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
2 : 4
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
Freitag 20.09.2019
Eisbären Berlin Berlin
3 : 2
Kölner Haie Köln
Adler Mannheim Mannheim
2 : 7
EHC Red Bull München München
ERC Ingolstadt Ingolstadt
4 : 5
Krefeld Pinguine Krefeld
Augsburger Panther Augsburg
3 : 4
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Iserlohn Roosters Iserlohn
1 : 4
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
Straubing Tigers Straubing
5 : 4
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Sonntag 22.09.2019
Fischtown Pinguins Bremerhaven
- : -
Adler Mannheim Mannheim
Krefeld Pinguine Krefeld
- : -
Iserlohn Roosters Iserlohn
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
- : -
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
- : -
Kölner Haie Köln
EHC Red Bull München München
- : -
Eisbären Berlin Berlin
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
- : -
Augsburger Panther Augsburg
Straubing Tigers Straubing
- : -
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Jetzt die Hockeyweb-App laden!
Aktuelle Online Eishockey DEL Sportwetten News mit Quoten & Tipps. Den besten Eishockey DEL Wettbonus suchen & finden
Aktuelle Wettangebote für die DEL