Eisbären: Mit Defensive zum SiegBerlin - Nürnberg 6:1

Ließen sich nach dem Spiel feiern - Die Eisbären Berlin - Foto © Ice-Hockey-Picture-24 Ließen sich nach dem Spiel feiern - Die Eisbären Berlin - Foto © Ice-Hockey-Picture-24
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Patentrezept Defensive

„Wir wollten uns auf die Abwehr konzentrieren, dann kommt die Offensive von ganz allein!“, sagte Eisbären-Chefcoach Jeff Tomlinson nach der bisher besten Saisonleistung seiner Mannschaft. Der kompakte Teamleistung, gespickt mit den läuferischen Fähigkeiten sowie die auskurierten Abstimmungsschwierigkeiten waren die offensichtlichen Akzente für diesen Sieg.

„Sei stark!“ waren die Worte von Jeff Tomlinson, als er seinen Freund und Kollegen Tray Tuomie verabschiedete. Der Nürnberger Cheftrainer quitierte dies mit einem Lachen. Noch am Mittwoch war Tomlinson der Erste, der ihm zur Vertragsverlängerung bei den Franken gratulierte. Tuomie, war einst Co-Trainer von Tomlinson in Düsseldorf und Nürnberg, übernahm seinen Job nach dem Rauswurf bei den Ice Tigers. Der Freundschaft hatte es anscheinend nicht geschadet.
Nun gab es eine Gratulation retour – zum 6:1-Sieg der Eisbären.

Eine Genugtuung war es für den Berliner Cheftrainer nicht, gegen sein altes Team gewonnen zu haben: „Es sind nur drei Punkte, wären es vier, dann hätte ich einen Grund, mich mehr zu freuen.“ Die Freude von Tomlinson lag eher am Spiel seiner Mannschaft. Kompakt und Entschlossen gingen seine Mannen zu Werke. Konzentrierte Arbeit in der Defensive war das Rezept für den Sieg. Indikator dafür war nicht nur das eine Gegentor, sondern auch das Unterzahlspiel.

Zwei Unterzahltore

Neunzehn Spiele brauchten die Eisbären, ehe sie in Unterzahl auch mal den Puck im gegnerischen Netz unterbringen konnten – und nun gleich doppelt. Erst traf Barry Tallacksson nach einer passgenauen Vorlage von Darin Olver zum zwischenzeitlichen 2:0, Shawn Lalonde stellte – erneut nach einem Pass des stark agierenden Olver – den 6:1-Endstand her. Selbst im torlosen letzten Abschnitt zeigten die Berliner weiterhin eine starke Leistung – blockten Schüsse und agierten, trotz zweier Ausfälle, stark.

Busch und Rankel verletzt raus

Bereits vor dem Ende der Partie war für Florian Busch und André Rankel Feierabend. Busch bekam einen Schuss aufs Knie, Rankel unabsichtlich den Ellbogen seines Gegners gegen den Kopf. Beide wurden wohl nur aus reiner Vorsichtsmaßnahme aus dem Spiel genommen. Entsprechend könnte sich die personelle Situation vor dem Spiel am Dienstag bei den Straubing Tigers nicht weiter anspannen. Mittelfristig scheint es in der Kader-Situation sogar Entspannung zu geben.

Constantin Braun vor Comeback

Bereits am kommenden Freitag zur Partie der Eisbären gegen den EHC Red Bull München könnte Constantin Braun, der wegen Depressionen seine Karriere unterbrochen hatte, sein Comeback im Trikot der Berliner geben. Braun hat seine Behandlung in einer Klinik im Schwarzwald beendet und kehrte zurück nach Berlin. Körperlich ist Braun fit, trainierte auch schon bereits zusammen mit dem Team. Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen.

Verpflichtung von Mark Bell

Eine Verpflichtung wollen die Berliner zwar noch nicht bestätigen, aber es ist ein offenes Geheimnis, dass die Eisbären in Kürze den 33-jährigen Angreifer als Neuzugang vermelden könnten. Bell, der sich im Sommer an der Schulter operieren ließ und dadurch den Medizincheck bei den Roosters, wo er einen Vertrag besaß, nicht bestanden hatte, wird Anfang der Woche in Berlin erwartet. Dort soll er sich zunächst beim Eisbären-Ärzteteam vorstellen.

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