Eisbären leblos sieglos

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Nicht nur sportlich wird die Situation bei den Eisbären inzwischen bedenklich, auch personell muss man sich in der Hauptstadt sorgen. Zwar gab Stürmer Jeff Friesen nach langer Pause nun auch sein Heim-Comeback, doch droht dafür Denis Pederson für den Rest der Saison aus zufallen. Läuft es schlecht und schlimmste Befürchtungen bestätigen sich nach der für Montag geplanten Untersuchung, könnte die in Straubing zugezogene Knieverletzung sogar das Karriereende für Pederson bedeuten. Außerdem musste Chefcoach Don Jackson auf die Dienste der Offensivkräfte André Rankel (Gehirnerschütterung), Sven Felski (Bauchmuskelzerrung), Steve Walker (Reha nach Eingriff am Knie) sowie des gesperrten Daniel Weiß verzichten. Wenigstens kehrte Rob Zepp an seinen Arbeitsplatz zwischen den Pfosten zurück, der den später eintretenden Schaden noch einzudämmen vermochte.

Dreimal verloren die Eisbären in Folge, jeweils ohne einen eigenen Treffer erzielt zu haben. „Auf geht 's, Eisbären, schießt ein Tor, schießt ein Tor für uns!“, forderten die Berliner Fans daher von ihrer Mannschaft. Exakt 213:40 Minuten waren die Eisbären letztlich ohne eigenen Treffer geblieben. Dann aber brach Florian Busch den Bann, als er den Puck aus zentraler Position unhaltbar für Panther-Torsteher Ian Gordon zum 1:1 (12. Spielminute) in die Maschen drosch. Jakub Ficenec hatte die Ingolstädter zuvor in einem Powerplay in Führung gebracht (3.).

Die stellte im Mittelabschnitt Colin Forbes (33.) wieder her, und nur wenig später baute Joe Motzko (36.) sie gar auf 3:1 für die Panther aus. Bäume mussten die Gäste hierfür nicht ausreißen. Eine durchschnittliche Leistung, aber die größere Konsequenz in Sachen Chancenverwertung waren ausreichend. Wie Hausherren präsentierten sich die Eisbären nicht, viel eher als freundliche Gastgeber, die das Team von Chefcoach Rich Chernomaz meist großzügig gewähren ließen. Auf den vierten Treffer durch wiederum Joe Motzko ins leere Eisbären-Gehäuse kam es dann nicht mehr wirklich an. Die Schatten über dem Spiel der Eisbären waren auch so dunkel genug. Die Ingolstädter bleiben weiter auf Kurs Richtung direkte Play-off-Qualifikation.

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