Eisbären knacken die 100 Punkte-Marke

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach dem 4:2-Sieg über die Hamburg

Freezers knacken die Eisbären Berlin bereits nach 45 Spielen die 100

Punkte-Marke (insgesamt 101) in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und beweisen mit

einem Vorsprung von mindestens 16 Punkten auf die Verfolger der

Düsseldorfer EG ihre eiskalte Dominanz.

Und den Hamburgern war nicht einmal das

Glück hold. Obwohl Freezers-Angreifer Maximilian Brandl beim Warm-up

eine Scheibe zerschossen hatte, waren die Scherben wohl eher kein

Glücksbote.

Eiskalt waren die Berliner auch im

ersten Drittel gegen die tapfer kämpfenden Freezers. Die konnten

zwar nach einer recht ausgeglichenden Anfangsphase in Führung gehen

(Francois Fortier überwand im Powerplay Bären-Torhüter Rob Zepp),

die Eisbären-Antwort kam allerdings zügig. Richie Regehr, der zuvor

noch beim Gegentreffer auf der Strafbank schmorte, konnte 82 Sekunden

später eine Antwort finden, in dem er den Ausgleich erzielte.

Weitere 49 Sekunden verstrichen, als André Rankel sogar die Führung

parat hatte, 62 Sekunden nach diesem Treffer entnervte dann Sven

Felski Freezers-Goalie Robert Goepfert mit dem 3:1 weiter. Für

Freezers-Trainer Paul Gardner die Schlüsselszenen. Aufgegeben hat

dadurch der US-Amerikaner Goepfert aber nicht.

Ganz im Gegenteil, denn mit seinen

Paraden, gepaart mit der aufkommenden Nachlässigkeit des Berliner

Spiels, kamen die Hamburger zum zweiten Drittel wieder zurück in die

Partie. Endeffekt davon war der 2:3-Anschlusstreffer durch Clark

Wilm. Und das noch nicht einmal unverdient. Aber auch nach dem

zweiten Gästetreffer hatten die Berliner, in Form ihres Urgesteins

Sven Felski, wieder eine passende Antwort parat. Der klinkte, mit

seiner Routine von nunmehr 802 DEL-Spielen fünf Minuten vor Ende des

Mittelabschnitts zum 4:2 ein und mahnte in der darauffolgenden

Drittelpause gleich zu mehr Konzentration seines Teams, was sie dann

auch taten.

Dies aber eher defensiv, denn so

richtige Tor-Szenen wollten sich nicht entwickeln. Wahrscheinlich

auch deshalb, weil die Freezers nicht mehr viel entgegensetzen

konnten. Kann schon vorkommen, wenn man gegen ein so dominantes Team

wie die Eisbären spielt.

Die Eisbären spielen am kommenden

Dienstag bei den Hannover Scorpions und müssen dabei auf Alexander

Weiß und Frank Hördler (verletzt), sowie Sven Felski, André Rankel

und TJ Mulock (Olympia) verzichten. Für sie sollen Patrick Pohl

sowie Alexej Dmitriev von den Eislöwen Dresden den Kader ergänzen.

Im Tor wird wohl Kevin Nastjuk seinen ersten Einsatz für die

Berliner bestreiten. Der Einsatz von Kapitän Steve Walker ist noch

fraglich.

Oliver Koch – Fotos by City-Press

Tore:
11:30 0:1 Fortier F. (Barta

A.), PP1
12:53 1:1 Regehr R. (Friesen J., Ustorf S.), PP1
13:42

2:1 Rankel A. (Mulock T., Walker S.), EQ
14:45 3:1 Felski S.

(Mulock T. J., Ustorf S.), EQ
24:28 3:2 Wilm C. (Aab V., Retzer

S.), EQ
35:04 4:2 Felski S. (Braun C., Mulock T. J.),

EQ

Torschüsse:
Eisbären 27 (11,8,8)
Hamburg 30

(6,15,9)

Strafminuten:
Eisbären 6 (4,2,0)
Hamburg 6

(2,4,0) + 10 Minuten Disziplinarstrafe

(Ostwald)

Schiedsrichter:
Steffen Klau

Zuschauer:
14.200