Eisbären: Kein Umzug in die Deutschlandhalle zu den Playoffs

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Rein realistisch gesehen sind die Berliner Eisbären schon jetzt sicher in den Playoffs. Diese Realität ist nun auch auf der Eisbären Geschäftsstelle angekommen. Man plant schon kräftig für den Showdown der Saison, dem ultimativen Höhepunkt.

Auch zu diesem Anlass stellte sich Billy Flynn, Mitglied der Eisbären Geschäftsführung, bei dem durch den EHC-Fanbeirat erst abgeschafften und dann wieder eingeführten „runden Tisch“ in der Eisbären eigenen „Sportsbar Overtime“, den Fragen der Fans.

Ein klares und definitives Nein war dabei zu vernehmen, als es um eventuelle Play Off Spiele in der im Berliner Westen beheimateten Deutschlandhalle ging.

„Die Halle ist schlecht, das Eis ist schlecht“, sagte Flynn und erntete somit Zuspruch bei den Fans. „Wir haben es im letzten Jahr gesehen, aber wir mussten wegen der im Sportforum befindlichen Eisschnelllauf WM für zwei Spiele umziehen. Dieses Jahr machen wir es nicht mehr“, sprach der Kanadier weiter.

In der letzten Saison konnte man schon die schlechte Qualität des Eises der, erst vor zwei Jahren zur Eishockeyarena umgebauten, Halle gut erkennen. Tiefe Rillen ließen nicht nur einmal den damaligen EHC-Goalie Shulmistra im Playoff Kampf gegen die Hamburg Freezers in Spielunterbrechungen zum Eismeister werden.

Auch hätten sich die Eisbären, im Falle eines Umzuges, auf einem schmalen Grad bewegt. Immerhin musste unlängst der dort beheimatete Drittligist Berlin Capitals über eine Woche seinen Trainingsbetrieb abbrechen und sogar vor Spielabsagen konnte man nicht Halt machen.

Nun wird also der ehrwürdige Wellblechpalast wieder ab Mitte März Austragungsort zäher und harter Kämpfe zwischen Deutschlands Eishockeyelite sein.

Zwar eine der kleinsten Hallen der Liga, aber eine mit dem größten Flair, dem größten Enthusiasmus und einer menge Energie welcher von den Zuschauerrängen kommen.

Um diese Fans auch nicht zu verprellen, zogen die Verantwortlichen die Preisschraube auch nicht zu hoch an. Mit drei Euro Topzuschlag ab dem zweiten Spiel, liegt man doch im Rahmen der Play Off Kartenpreise der Jahre 1997, 98 und 99.

Alles in allem werden diese Karten wieder heiße und begehrte Ware in Berlin werden.

Doch vor der Kür kommt erst die Pflicht, und diese sieht an diesem Wochenende mit dem Heimspiel gegen Köln und dem Auswärtsspiel in Augsburg nicht so einfach aus.

Köln dürfte auch schon in den Playoffs sein aber mit Augsburg trifft man auf einen heimstarken Gegner, dem die Realität noch nicht zu Teil geworden ist. Die Realität des erreichen der Playoffs. (ovk)