Eisbären in München chancenlosRed Bulls zeigen sich souverän

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Mehr oder weniger überraschend war die Rückkehr von „Bad Guy“ Steve Pinizzotto, der seinem Team offenbar einen kleinen, aber nicht unwichtigen Aufschub im zweiten Spiel gab. Dieser Aufwind sollte die Red Bulls auch in der dritten Partie weiter vorantreiben. Die Eisbären und Uwe Krupp wollten erneut versuchen, dies zu verhindern. Dementsprechend giftig gingen die Hauptstädter in diese Begegnung. Die Red Bulls hatten Mühe nicht wieder früh in Rückstand zu geraten.

Nach der ersten Angriffswelle der Gäste fing sich München wieder und bestimmte von nun an fortwährend das Spielgeschehen. Das sonst so konsequente Forechecking der Eisbären ging nicht mehr auf und München ging gar mit einem 3:0 in die erste Drittelpause.

Auch zu Beginn des zweiten Drittels gehörten die ersten drei Minuten der Mannschaft von Uwe Krupp, jedoch ohne zählbaren Erfolg. Stattdessen erhöhten die Red Bulls im Powerplay sowie in eigener Unterzahl auf 5:0. Bei den Eisbären dagegen sah man in vielen Gesichtern Verzweiflung und Ratlosigkeit: besonders bei Krupp. Was waren die Ursachen für ein derartiges Leistungstief? „München hat den Grundstein für den Erfolg im ersten Drittel gelegt. Am Freitag geht es weiter. Dort müssen wir uns besser verkaufen“, so Uwe Krupp.

In der Hoffnung, die Wende doch noch herbeizuführen, entschloss sich Krupp, Torhüter Marvin Cüpper für den unglücklichen Vehanen aufs Eis zu bringen. München schaltete jetzt deutlich zurück und ließ den Gästen etwas mehr Luft zum Atmen. Das folgende 5:1 durch Laurin Braun war in Anbetracht des gesamten Spiels nur noch Ergebniskosmetik, denn München agierte souverän wie über einen Großteil der gesamten Saison. Bei Berlin lagen jetzt zunehmend die Nerven blank und die sonst so disziplinierten Eisbären ließen sich zu unnötigen Fouls hinreißen.

„Das war ein sehr starkes Spiel heute. Das Powerplay hat uns die Sicherheit gegeben“, sagte Münchens Trainer Don Jackson.