Eisbären holen ersten DreierBerlin - Düsseldorf 2:0

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Es war es kein gutes Spiel, das die 13.900 Zuschauer in der Berliner o2 World zu sehen bekamen.

Wehmütig erinnerte man sich der heißen Schlachten, welche sich beide Teams auf sehr hohem Niveau in den letzten Jahren lieferten. Vom einstigen Glanz gab es am Freitagabend nur wenig zu sehen. Der ersatzgeschwächten DEG-Truppe ist dafür kaum ein Vorwurf anzutragen. Dass deren spielerische Mittel limitiert sein würden, war keine Überraschung, zumal Kapitän Daniel Kreutzer gesperrt ausfiel. Die Mannschaft von Chefcoach Christian Brittig suchte über den Kampf ins Spiel, tat ihr Möglichstes, Gegentreffer zu vermeiden, erarbeitete sich aber auch einige wenige gute Einschussmöglichkeiten. Darunter im Mittelabschnitt ein Pfostentreffer von in Überzahl. DEG-Chefcoach Brittig trauerte in seiner Nachbetrachtung zwei Unterzahl-Breaks aus dem ersten Drittel nach: „Hätten wir hier getroffen, wäre vielleicht etwas drin gewesen für uns.“ Im  Mittelabschnitt traf Thomas Gödtel in einem Powerplay den Pfosten. „Ich muss meiner Mannschaft Respekt zollen, sich mit diesem Aufgebot hier so behauptet zu haben“, lobte Brittig sein Team abschließend trotz erneuter Niederlage.

Die Eisbären jedoch taten sich schwer. Von fehlender Präzision im Passspiel und vor allem in Überzahl zu wenig Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor, war ihr Spiel über weite Strecken geprägt. Hinzu gesellten sich noch einfache Stockfehler, durch die sich die Berliner in vielen aussichtsreichen Situationen selbst ausbremsten. Aber es gab einige Lichtblicke: Laurin Braun schob im Powerplay zur 1:0-Führung (9.) der Eisbären ein. Eine sehenswerte Kombination über die Stationen Mark Katic und Barry Tallackson ging dem 2:0 (29.) durch Florian Busch voraus. Henry Haase, zunächst in der vierten Sturmreihe aufgeboten, rückte nach einer Matchstrafe gegen Jimmy Sharrow in die Verteidigung und lieferte dort eine ansprechende Leistung ab. Die Strafe gegen Sharrow (Check gegen Kopf/Nacken) erschien indessen vielen Beobachtern überzogen. Der US-Amerikaner wird am Sonntag in Ingolstadt fehlen, was der eh wacklig wirkenden Eisbären-Defensive zusätzliche Probleme bringen dürfte. 

Wenigstens war Berlins Keeper Rob Zepp bei der Sache, wenn er gebraucht wurde. Mit einem Monster-Save sicherte sich der Deutsch-Kanadier knapp zwei Minuten vor der Schlusssirene seinen ersten Shut-out dieser Saison. Gute Noten verdiente sich auch Gegenüber Bobby Goepfert, der den Schaden für seine DEG in erträglichen Grenzen hielt. Zweifelsohne waren die Berliner den Gästen überlegen. Gegen einen stärkeren Gegner als die Rheinländer ihn abgaben, wäre es mit dieser Leistung allerdings wohl schwer geworden für die Hauptstädter, die ersten drei Punkte der neuen Saison einzustreichen. So blieb Chefcoach Don Jacksons Fazit knapp: „Es war ein schweres Spiel mit vielen harten Zweikämpfen. Wir sind froh über die drei Punkte.“ 

Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 2:0 (1:0; 1:0; 0:0)

Tore: 1:0 (9.) Braun, L. - Sharrow/Mulock, TJ PP1; 2:0 (29.) Busch – Katic/Tallackson;
Strafen: 9+Matchstrafe (Sharrow) + 10 (Mulock, Tyson)/18+10 (Ridderwall) + 10 (Bazany)
Zuschauer: 13.900