Eisbären: Haie beenden die Siegesserie

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit einer 1-3 Schlappe gegen die Kölner Haie ist die

Siegesserie der Eisbären nach 10 Siegen in Folge gerissen. Eher unnötig,

urteilt man nach dem Spielverlauf, aber die Haie nutzten ihre Chancen einfach

effektiver.

Im ersten Drittel war es Mirko Lüdemann, der 33 Sekunden vor

Drittelende dem Gastgeber eine kalte Dusche verpasste. So lange lauerten die

Kölner auf einen Schnitzer in der Eisbären-Defensive um kontern zu können. Zuvor

war die Partie auf einem hohen Tempo und die Berliner mit mehr Spielanteilen. Kamen

sie mal vor das Kölner Tor, war meist Schlussmann Oliver Jonas der Sieger oder

der Schläger eines Hai, welcher den Puck noch vor dem freien Tor abfälschen

konnte. Alles in allem war diese Führung, im Auge vieler Betrachter, unverdient.

Im Mittelabschnitt ging das Tempo etwas zurück, und die Gäste

konzentrierten sich meist nur auf das verteidigen gegen den Berliner Sturmlauf.

Aber auch hier waren die Gäste wieder cleverer: Eduard Lewandowski erkämpfte

sich den Puck und passte ihn genau auf den auf das Berliner Tor zufahrenden

Tino Boos,welcher den Berliner Goalie Tomás Pöpperle aussteigen ließ und

verwandelte (27. Spielminute). Für die meisten der 4695 Zuschauer im

ausverkauften Wellblechpalast ein Schock. Sahen sie doch eigentlich agierende

Eisbären, die aber immer wieder im teils destruktiven Spiel der Haie den Zahn gezogen

bekam.

Wahrscheinlich inspiriert durch den Berliner Schwergewichts

Box-Weltmeisterschaft-Kampf gestern Abend, gab es dann auch eine kleine Auseinandersetzung

zwischen drei Berlinern (Ustorf, Beaufait, DuPont) und drei Haien (Lewandowski,

Hicks, Ciernik). Nur blieb es, wie gestern Abend, eher beim klammern statt austeilen.

Im Schlussdrittel schienen sich die Eisbären zuerst mit der

Niederlage bereits abgefunden zu haben, bäumten sich aber nach dem Anschlusstreffer

von Denis Pederson, der einen Walker-Querpass vor das Tor verwerten konnte,

noch einmal auf. Doch Kölner Coach Hans Zach ließ durch seine Mannen auf dem

Eis in der eigenen Zone kräftig Beton anmischen, und ein starker Kölner

Torhüter Jonas machte gegen seine Ex-Klub ein gutes Spiel. Verwunderlich, ob

der zwei vorhergegangene Treffer, war dann auch das dritte Kölner Tor nicht

mehr, als Jeremy Adduono mit einem Konter kurz vor Ende endgültig alles klar

machte.
(ovk / mac)

Stimmen zum Spiel:

Hans Zach: Lange hatte es gedauert das wir wieder

einmal in Berlin gewinnen konnten. Wir hatten Disziplin, konnten gut

gegenhalten, waren stark im Zweikampf und verteidigten gut. Sehr zufrieden bin

ich mit Oliver Jonas, meiner Nummer 1 im Tor, der anscheinend aus den Pfiffen

gegen ihn seine Leistung steigerte.

Pierre Pagé: Wir spielten in den ersten beiden

Dritteln gut, waren aber nicht produktiv. Anscheinend hatten wir nach unseren

zehn Siegen in Serie zu viel Selbstvertrauen. Im letzten Drittel hatte aber Köln

mehr Chancen als wir. Das ist vor eigenem Publikum bei einem Rückstand nicht

akzeptabel.


Eisbären Berlin vs. Kölner Haie 1-3 (0:1;0:1;1:1 )

19:27 0-1

Lüdemann
26:52 0-2

Boos (Ciemik, Lewandowski)
45:50 1-2

Pederson (Walker, DuPont)
57:30  1-3 Adduono (Roy, Lindsay)

Strafzeiten:
Eisbären – 16 (4,10,2)
Haie – 22 (2,12,8)

Zuschauer: 4695 (ausverkauft)
Hauptschiedrichter: Harald Deubert

DEL PlayOffs

Sonntag 24.03.2019
Augsburger Panther Augsburg
4 : 3
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Kölner Haie Köln
4 : 2
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Adler Mannheim Mannheim
7 : 4
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
EHC Red Bull München München
0 : 3
Eisbären Berlin Berlin
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