Eisbären: Gut ist nicht gut genug - Niederlage im Spitzenspiel

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Clever, so kann man den 2:0 Erfolg des ERC Ingolstadt gegen

die Eisbären Berlin im ausverkauften Berliner Wellblechpalast bezeichnen. Trotz

guter Chancen der Eisbären blieb das Ingolstädter Tor einfach wie vernagelt.

Dabei waren, auch nach Aussage des Eisbären-Coachs Pierre Pagé, keine großen

Unterschiede zu erkennen.
„Es waren 21 zu 20 Chancen.“ Weiter betonte er: „Ingolstadt

spielte heute hart und intensiv. Das müssen wir auch noch mehr machen, vor

allem wenn wir zu Hause spielen. Man erwartet von uns, dass wir im

Wellblechpalast unglaublich gut sind.“
Vor allem die Chancenausnutzung kann man den Eisbären

vorwerfen. Wenig einfallsreiche und einige vorausschaubare Schüsse, ließen Panther-Goalie

Jimmy Waite keine Heldentaten vollbringen.

So wie heute, präsentieren sich die Eisbären schon seit drei

Spieltagen. Aber auch dafür hat der Berliner Coach eine Erklärung: „Wir hatten

fünf Spiele lang nach dem Spengler-Cup einen guten Charakter gezeigt, aber

jetzt sind wie eingebrochen.“ Da kommt die Olympia-Pause fast genau recht, um

sich vom intensiven Spielplan zu regenerieren und an den Problemen zu arbeiten.

Denn, laut Pagé: „Wir sind zwar gut, aber nicht gut genug.“

Sein Gegenpart Ron Kennedy sah das Spiel ähnlich: „Wir sahen

heute keine großen Unterschiede zwischen den beiden Mannschaften. Vielleicht

hatten wir mit den beiden Toren etwas mehr Glück.“

Dieses hatten die Panther anscheinend gleich von Anfang an:

Schrecksekunde für die Berliner schon in der ersten Minute.

Das Spiel war gerade einmal 34 Sekunden alt, als der Ingolstädter Craig Ferguson

im Gewühl den Puck über die Berliner Torlinie stocherte. Hauptschiedsrichter

Roland Aumüller bediente sich zwar noch des Videobeweises, gab aber den

Treffer. Der weitere Verlauf des ersten Drittels blieb spannend, mit Chancen

auf beiden Seiten. Eisbären Goalie Tomás Pöpperle sowie sein Ingolstädter

Gegenpart Jimmy Waite waren dabei die Hauptakteure.
Torlos der Mittelabschnitt. Trotz steter Druckphase der

Hausherren vermochten sie aber dieses nicht ins Zählbare umzumünzen. Die besten

Möglichkeiten hatten Stefan Ustorf auf Berliner -, und Robert Valicevic auf

Ingolstädter Seite. Und: Selten aber wahr, dieses Drittel kam ohne Strafzeiten

aus.
Im letzten Spielabschnitt drückten die Eisbären weiter,

kamen zu Torchancen, aber Waite blieb stets und ständig Sieger. Umso bitterer

das 0:2! Schiedsrichter Aumüller schickte Eisbären-Kapitän Steve Walker auf die

Strafbank. Mit Folgen: Die Überzahlsituation nutzte Valicevic eiskalt aus und

sorgte somit knapp vier Minuten vor Spielende für die Vorentscheidung.

(ovk/mac)

 

Eisbären Berlin – ERC Ingolstadt 0:2 (0:1,0:0,0:1)

Tore:

0:1 Ferguson 0:34 (Melischko,Valicevic)

0:2 Valicevic 55:59 (Mann) PP


Strafminuten:

Berlin – 8 (6,0,2)

Ingolstadt – 14 (10,0,4)

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