Eisbären glücklicher Sieger in Hamburg

Freezers absolvieren Saisonvorbereitung in HamburgFreezers absolvieren Saisonvorbereitung in Hamburg
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Stärkstes Heimteam gegen stärkstes Auswärtsteam hieß es

am Dienstagabend in der Color Line Arena. Die Hamburg Freezers trafen auf die

Eisbären Berlin. Trotz der Unterstützung von 12.558 Zuschauern gelang es den

Hamburg Freezers nicht, ihre eindrucksvolle Heimbilanz weiter auszubauen.

Diesmal war mit den Eisbären das Auswärtsteam erfolgreich, ein fast schon

ungewohnter Anblick in Hamburg – für die Freezers erst die zweite

Heimniederlage nach regulärer Spielzeit. 3:2 heiß am Ende für die Gäste aus

der Hauptstadt. Ein Unentschieden nach 60 Minuten wäre wohl das gerechtere

Ergebnis gewesen, die Eisschränke waren vor allem im letzten Drittel das überlegene

Team.

Zu Beginn kam aus Hamburger Sicht aber so gut wie nichts. Auch wenn man von den

Hamburgern wenig Torschüsse gewohnt ist – ein (!) Schuss in den ersten 20

Minuten spricht eine deutliche Sprache. Auf Seiten der Berliner kam aber ebenso

nicht viel mehr – zwar testeten sie Roman Cechmanek im Kasten der Freezers öfters,

waren im Abschluss aber größtenteils ungefährlich. Große Spannung und

Aufregung im ersten Abschnitt kam eigentlich nur während oder bzw. nach einer

Auseinandersetzung zwischen Benoit Gratton auf Seiten der Freezers und Eisbär

Denis Pederson auf. Nachdem Gratton Tomas Pöpperle unabsichtlich anging, kam

Pederson seinem Goalie zur Hilfe. Nachdem Gratton Pederson zuerst eine rechte

Gerade verpasste, bekam er von Pederson in Form eines knallharten Upper-Cuts

(Aufwärtshaken), der bei Gratton deutlich Wirkung zeigte, die Retour. Beide

Kontrahenten waren jedoch nicht an einem wirklich Fight interessiert und ließen

ihre Handschuhe an. Trotzdem schickte Schiedsrichter Rick Looker beide mit einer

Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine – auf beiden Seiten übertrieben und

ungerechtfertigt. Entsprechend groß war vor allem bei Gratton der Frust über

den Spielverweis. „Benoit hat extra seine Handschuhe anbehalten und sich nicht

gestellt Wenn er so oder so eine Spieldauer bekommt, geben wir ihm nächstes Mal

grünes Licht die Handschuhe auszuziehen, dann bieten wir den Fans wenigstens

einen schönen Fight“, äußerte sich Freezers-Coach Mike Schmidt nach der

Partie.

Im zweiten Drittel bot sich ein vollkommen anderes Bild: Die Hamburger agierten

weitaus druckvoller und kamen deutlich öfter zum Abschluss. Da auch die Eisbären

stärker wurden, gewann die Partie an Niveau und wurde nun deutlich

interessanter und spannender. Nur im Abschluss waren die Eisbären den

Gastgebern noch überlegen, sie nutzten im Gegensatz zu den Freezers ihre

Chance. Derrick Walser konnte Cechmanek gleich zwei Mal mit schönen Schüsse überwinden.

Im Schlussabschnitt steigerten die Freezers sich weiter. Sie nahmen das Heft nun

komplett in die Hand, kämpften aufopferungsvoll und erspielten sich weitere Möglichkeiten.

Die erste konnte Jeff Ulmer in der

46. Minuten nutzen, als er Pöpperle mit etwas Glück überwand und den

Anschluss markierte. Sechs Minuten später erzielte Alexander Barta (52.),

mittlerweile vollkommen verdient, den Ausgleich für die Freezers. Die Eisbären

befreiten sich nach dem Anschlusstreffer aus der Umklammerung und kamen nur

knapp zwei Minuten später zur erneuten Führung - Kapitän Stefan Ustorf (55.)

traf. In den Schlussminuten hatten die Freezers dann nicht mehr allzu viel

entgegenzusetzen, so dass das 3:2 gleichzeitig den Entstand in der, vor allem

zum Schluss, hochklassigen DEL-Partie bedeutete. (dp)

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