Eisbären fressen zähe Füchse

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Es gibt Spiele, die muss der

deutsche Meister einfach gewinnen. So ein Spiel sahen heute die 4500 Zuschauer

im Berliner Wellblechpalast. Mit 5:3 fraßen die Eisbären am heutigen Nachmittag

die Füchse. Die waren aber vielleicht zäher als gedacht.

Schon vor dem Spiel warnte

Stadionsprecher Uwe Schumann die vielen Kinder, die heute zum

Eisbären-Familientag in das Sportforum gekommen waren, das die Eisbären die

Füchse heute fressen werden. Sie sollen aber keine Angst haben, denn so etwas

gibt es nur im Eishockey.

Erst einmal gab es aber Bisse

für die Eisbären! Bereits nach 17 Sekunden gingen die Gäste in Führung. Richard

Seeley erkämpfte den Puck an der Mittellinie und passte sie zu dem direkt auf

Eisbären-Keeper Youri Ziffzer zufahrenden Torschützen Dan Del Monte.

Anscheinend der „Hallo-wach –Biss“ für die Berliner, die das Spiel im Weiteren

dominierten. Patrick Jarrett konnte acht Minuten später ausgleichen, Kelly

Fairchild in doppelter Überzahl (11.Spielminute) und André Rankel in einfacher

Überzahl ließen Füchse-Goalie Levente Szuper hinter sich greifen, und den

Vorsprung zur ersten Drittelpause auf ein komfortables 3:1 anwachsen. Im

Mittelabschnitt gelang den Berlinern zwar nur ein Tor (Sven Felski in Überzahl

- 28.), aber die Spielanteile lagen weiterhin deutlich bei ihnen.

Etwas unkonzentrierter waren die

Gastgeber im letzten Drittel: Erst erzielte Huna erzielte den Anschlusstreffer

für die Füchse (46.), danach stellte Steve Walker den alten Abstand wieder her,

bevor Christian Hommel mit dem dritten Duisburger Tor noch für ein wenig

Ergebniskosmetik sorgte (beide Tore in der 49. Spielminute)

Eisbären-Coach Pierre Pagé

mochte nach dem Spiel vor allem die Sturmreihe mit Patrick Jarrett, Constantin

Braun und André Rankel loben: „Sie brachten viel Energie und Enthusiasmus aufs

Eis.“

Gekrönt wurde deren Arbeit

durch zwei Tore. Genau den Nagel auf den Kopf traf nach dem Spiel Eisbären-Urgestein

Sven Felski, der diese Sturmformation spontan in „Arbeitsreihe“ umtaufte.

Das Ziel bleibt für die

Berliner aber mindestens der sechste Platz und die damit verbundene direkte

Play-off Qualifikation. Dafür folgen jetzt mit Augsburg (Auswärtsspiel), Frankfurt

und Düsseldorf (in Berlin), sowie Straubing und Iserlohn (beide auswärts)

Spiele, die einfach gewonnen werden müssen - wollen die Hauptstädter dieses

Ziel im Auge behalten, und noch weiter in der Tabelle klettern.

(ovk/mac - Foto by city-press)


Tore: 

0:1 Del Monte D. 0:17 (Seeley R.)
1:1 Jarrett P. 08:10 (Rankel

A.., Kramer R.)
2:1 Fairchild K. 10:38 (Quint D., Roach A.) 5-3
3:1 Rankel A. 11:50 (Jarrett

P. Braun C.) PP
4:1 Felski S. 27:21 (Ustorf S., Jarrett C.) 5-3
4:2 Huna R. 45:51 (Seeley R. Fortin J.)
5:2 Walker S. 48:01 (Roach A.), PP1
5:3 Hommel C. 48:21 (Bashkatov

E., Huna R.)

Schiedsrichter: Rick Looker

Strafminuten:

Berlin - 6 (2,2,2)
Duisburg - 18 (8,4,6)

 

Torschüsse:

Berlin - 43 (18,14,11)
Duisburg - 16 (4,6,6)

Zuschauer: 4500


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