Eisbären erteilen Scorpions Lehrstunde in effektivem Powerplay

Scorpions erlegen tapfer kämpfende WölfeScorpions erlegen tapfer kämpfende Wölfe
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Langsam aber sicher wird das indiskutable "Powerplay" der Hannover Scorpions zu

einem ernsten Problem. Nicht nur, dass die Scorpions unangefochten auf

dem letzten Platz der Überzahl-Statistik stehen und selbigen nach der

gestrigen Partie nur noch gefestigt haben, jetzt greift die Unsicherheit

auch noch auf das Unterzahlspiel der Scorpions über, die bei der 1:4-Niederlage gegen die Eisbären Berlin drei der vier

Gegentore mit einem Mann weniger kassierten. Aber nicht nur die Special Teams der Heimmannschaft boten ein stark

verbesserungswürdiges Auftreten, auch beim Spiel 5 gegen 5 zeigten die

Scorpions mit Ausnahme von 3-4 ansehnlichen Spielzügen einschläferndes

Eishockey zum Abgewöhnen.

Es lief einfach nichts zusammen an diesem Abend, so dass den Eisbären

eine durchschnittliche Leistung und ein überragender Steve Walker

reichte, um einen ungefährdeten Arbeitssieg nach Hause zu schaukeln.

Nachdem Walker in der dritten Minute die zweifelhafte Ehre zuteil wurde, als

erster Spieler in dieser Begegnung in die Kühlbox zu müssen, fiel er nur

sechs Minuten später positiv auf, als er im Powerplay den ersten Treffer für

die Eisbären markierte. Walker gefiel diese Reihenfolge scheinbar und so

wiederholte er sie beinahe exakt in der zweiten Hälfte des ersten

Drittels, als er es sich in der 11. zum zweiten Mal in der Kühlbox

gemütlich machte, nur um in der 18. Minute, erneut in Überzahl das 2:0

zu erzielen. Aber auch seine Assistenten DuPont und Pederson hatten

einen guten Tag, waren sie doch an allen drei Powerplaytoren beteiligt.

Das dritte Eisbären-Tor besorgte jedoch ein alter Bekannter der

Scorpions, ihr ehemaliger Förderlizenzspieler Kay Hurbanek, der eine

mehr als unbefriedigende Saison bei den Scorpions verbrachte und

ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub seinen ersten DEL-Treffer markierte

(30.).

Kurz vor Schluss (55.) gelang Robert Hock nach tollem Solo wenigstens

noch der Ehrentreffer für die Scorpions, welcher von den Fans auch

begeistert gefeiert wurde, aber erstens viel zu spät kam und zweitens

dank unnötiger Strafzeiten in den letzten Minuten, die dann

erwartungsgemäß zum 4:1 Endstand für die Eisbären durch Pederson (59.)

führten, auch nichts mehr nutzte.

Warum die Scorpions mit erstaunlicher Regelmäßigkeit ausgerechnet immer

dann solch sportliche Magerkost bieten, wenn durch besondere Aktionen

wie der gestrigen "Bring a Friend"-Aktion, bei der jeder

Dauerkarteninhaber kostenlos einen Freund mitbringen durfte, mehr und

vor allem neue Zuschauer in die TUI- Arena gelockt werden, wird wohl ein

ewiges Mysterium bleiben. Denn die Aktion - und das war so ziemlich das

einzig Positive an diesem Abend - war ein voller Erfolg und so konnte

die Arena die für einen Dienstag zufriedenstellende Zahl von 4547

Zuschauern vermelden.

Von den "Neulingen" dürften allerdings nach der Leistung nicht viele am

Freitag, wenn wie schon vergangenen Dienstag die Mannheimer Adler ihre

Visitenkarte in der TUI-Arena abgeben, wieder ihren Weg in die Arena

finden. Schade eigentlich. Hätten die Scorpions gestern ein ähnlich

mitreißendes Match wie vor Wochenfrist gegen die Adler geboten, sähe das

mit Sicherheit anders aus, aber mit der gestrigen Spielweise wird es

schwierig, neue Fans zu gewinnen.

Gunnar Leidborg sprach auf der Pressekonferenz davon, dass seine

Mannschaft "zu angespannt und verunsichert, nach dem 0:1 geradezu

paralysiert war, und viele sich einfach nicht trauten, aufs Tor zu

schießen. Die Unsicherheit kam aber nicht aus dem heutigen Spiel heraus,

sondern resultiert noch aus dem verlorenen Spiel in Krefeld."

Wenn die Scorpions sich am Freitag nicht die sechste Niederlage in

sieben Spielen einfangen wollen, sollten sie diese Verunsicherung

schleunigst ablegen und in den nächsten Tagen schwerpunktmäßig Powerplay

trainieren. (S. Palaser)


Du willst die wichtigsten DEL-News, Spielpläne und Live-Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die Hockeyweb-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple​  und Android​.
Kanadier kommt aus Bozen
Mathew Maione schließt sich den Bietigheim Steelers an

​Vom HC Bozen aus der multinationalen ICEHL (ehemals EBEL) wechselt der kanadische Verteidiger Mathew Maione zu den Bietigheim Steelers. Der 31-Jährige ist somit der...

"Zwei sehr große Talente"
Eisbären Berlin verpflichten Nikita Quapp und Marcel Barinka

Die Eisbären Berlin können die Verpflichtung von zwei weiteren Neuzugängen bestätigen. Torhüter Nikita Quapp wechselt von den Krefeld Pinguinen nach Berlin. Darüber ...

Kanadier spielte zuletzt in der SHL
Verteidiger Nolan Zajac schließt sich den Grizzlys Wolfsburg an

Die Grizzlys Wolfsburg sind auf der Suche nach einem neuen Verteidiger fündig geworden. Der 29-jährige Kanadier Nolan Zajac, zuletzt in der SHL bei Timra IK unter Ve...

Angreifer kommt von den Grizzlys Wolfsburg
EHC Red Bull München holt Chris DeSousa

Der dreimalige deutsche Meister Red Bull München hat Chris DeSousa unter Vertrag genommen. Der 31 Jahre alte Stürmer wechselt vom Liga-Konkurrenten Grizzlys Wolfsbur...

„Spieler mit unglaublich vielen Facetten und Qualitäten“
Sena Acolatse verlängert bei den Iserlohn Roosters

​Die Iserlohn Roosters haben den Vertrag mit ihrem Verteidiger Sena Acolatse um ein Jahr verlängert. Der 31-Jährige war vor der vergangenen Spielzeit aus Straubing a...

Meister holt Duo aus Wolfsburg
Eisbären Berlin verpflichten Julian Melchiori und Jan Nijenhuis

Die Eisbären Berlin haben Verteidiger Julian Melchiori und Stürmer Jan Nijenhuis verpflichtet. Beide Spieler standen in der abgelaufenen Saison bei den Grizzlys Wolf...

Angreifer kommt von den Eisbären Berlin
Mark Zengerle wechselt zu den Straubing Tigers

Die Straubing Tigers können heute die Verpflichtung eines Neuzugangs für die kommende Spielzeit bekanntgeben: Der gebürtige US-Amerikaner mit deutschem Pass wechselt...

Deutsch-Kanadier kam vor der letzten Saison aus der Oberliga
Guillaume Naud bleibt bei den Bietigheim Steelers

Die Bietigheim Steelers haben den Vertrag mit Guillaume Naud verlängert. Der Deutsch-Kanadier agierte als Allrounder und war ein wertvoller Bestandteil der Vorjahres...