Eisbären: Erster Sieg im ersten Pflichtspiel

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Mit einem knappen 2-1 Erfolg beim EHC München erfüllt der EHC Eisbären Berlin seine erste Pflicht.

Eine Woche vor der „Wiesnzeit“ schien sich München schon auf die anstrengenden Oktoberfest-Feierlichkeiten einzustimmen. Beim Betreten des Olympiaparks kam einem alles andere als Idylle entgegen. Dass die unweit beheimateten Bayrischen Motorenwerke ihre neue 1-er Serie vorstellten, soll nur nebenbei bemerkt bleiben. Viel interessanter schien das mit Kettensägen ausgerüstete Holzfällervölkchen zu sein, welche ihre sogenannten „Stihl Timbersport-Competition“ ausführten und kräftig zwischen Äxten und Kettensägen zum Holzhacken anspornten. Ob sich zwischen Motorengeheul und Baumstämmen jemand vielleicht Inspiration für andere Sportarten geholt haben könnte?

Für das in der Olympiasporthalle stattgefundene Eishockeyspiel jedenfalls nicht! Nicht gerade sicher und souverän hatten die Eisbären, welche mit 10 Förderlizenzspieler (ohne den verletzten Leask und dem erkrankten Pederson) an die Isar gereist waren, ihre Favoritenrolle untermauert. Aber für den Berliner Goalie Oliver Jonas sollte es eine Genugtuung gewesen sein, denn immerhin stand er in dieser Eishalle am 28.10.2001 mit den Eisbären erstmals in der Starting six eines DEL-Spieles. Damaliger Gegner waren die mittlerweile zu Hamburg Freezers gewordenen München Barons. Blamabel ging damals das Spiel – noch unter Coach Ulli Egen – für die Hohenschönhausener aus. Es setzte eine 1:6 Niederlage. Aber es war kein böses Omen für Jonas, der mittlerweile durch kontinuierlich gute bis steigende Leistungen es zum Stammtorwart der Eisbären schaffte, und gar zum Nationalmannschaftstorhüter aufstieg. An diesem Abend durfte er sich erstmals in dieser neuen Spielzeit das Eisbärentrikot überstreifen! Ebenfalls sein Saisondebüt, gar erstmalig im Dress der Hohenschönhausener, gab Stefan Ustorf.

Eher verhalten war der Beginn der Berliner! Die Münchener dagegen versuchten vor großer Kulisse, unter ihnen auch NHL-Stürmer Marco Sturm, etwas zu reißen. Diverse Chancen in Überzahlsituationen, sei es fünf auf vier oder fünf auf drei, vermochten sie nicht in zählbares umzumünzen. Schon fast trotzig war dann der Führungstreffer der Berliner. In der 18. Spielminute fasste sich Neuzugang Ustorf im Powerplay ein Herz und ließ die über 100 Berliner Fans erstmals jubeln.

Das Mitteldrittel gestaltete sich ähnlich, wobei noch hinzu kam das der eingesetzte Schiedsrichter Bertl nicht gerade den sicherste Part an diesem Abend gab. So rochen die bayrischen Cracks weiter Lunte und Jann kam sogar kurz vor der Pausensierene zu dem, von den spielerischen Anteilen her gesehenen, verdienten Ausgleich.

Im letzten Drittel mussten die zwei Klassen höher spielenden Gäste doch das Tempo etwas anziehen, um doch noch zum Erfolg zu kommen. Nach strittiger Entscheidung ob Tor oder nicht Tor auf Münchener Seite, nutzten die Berliner eine weitere Überzahlsituation, um in der 47. Minute durch einen Treffer von Shearer wieder in Führung zu gehen. Die Hausherren gaben aber nicht auf! Nachdem Fairchild einen Münchener an der Torchance hinderte, gab Schieri Bertl einen Penalty für das Heimteam. Mario Jann blieb dabei trotzdem der zweite Treffer verwehrt, und Oliver Jonas Sieger. In den letzten Minuten sah alles nach einem offenen Schlagabtausch aus. Berlin versuchte offensiv zu verteidigen und München warf alles nach vorne, angetrieben von den über 2000 Zuschauern im Stadion. Eine wahrhaft kribbelnde Atmosphäre, geprägt von dem „Alles oder Nichts“- Gedanken. Der Spielstand blieb aber unverändert.

„Alles“ für die Eisbären und „Nichts“ für den EHC aus München, der zwar gekämpft hat aber die Regeln des Pokals bitter erfahren musste.

Die Berliner dagegen haben - vielleicht nicht ganz zufriedenstellend - ihre Pflicht erfüllt!

Das Ergebnis bringt leider immer noch keine Klarheit in der Einstellung und wirft die Frage auf, ob der Deutsche Eishockey Pokal mehr Last als Lust sei. Nun heißt es aber erst einmal weiter schauen: Am Freitag im ersten Ligaspiel gegen den amtierenden Meister Frankfurt Lions. (ovk/mac)


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Mittwoch 30.11.2022
Schwenninger Wild Wings Schwenningen
6 : 2
Eisbären Berlin Berlin
Straubing Tigers Straubing
4 : 3
Fischtown Pinguins Bremerhaven
Iserlohn Roosters Iserlohn
0 : 5
EHC Red Bull München München
Donnerstag 01.12.2022
Kölner Haie Köln
3 : 1
Löwen Frankfurt Frankfurt
Freitag 02.12.2022
Fischtown Pinguins Bremerhaven
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ERC Ingolstadt Ingolstadt
Eisbären Berlin Berlin
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Straubing Tigers Straubing
Iserlohn Roosters Iserlohn
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Schwenninger Wild Wings Schwenningen
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Augsburger Panther Augsburg
Grizzlys Wolfsburg Wolfsburg
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Bietigheim Steelers Bietigheim
Nürnberg Ice Tigers Nürnberg
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EHC Red Bull München München
Samstag 03.12.2022
Kölner Haie Köln
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Adler Mannheim Mannheim
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