Eisbären entführen Sieg aus Hamburg

Lesedauer: ca. 2 Minuten

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Die Hamburg Freezers stehen in der Playoff-Viertelfinal-Serie

gegen die Eisbären Berlin schon nach dem zweiten Vergleich mit dem Rücken zur

Wand. Nach der Auftaktniederlage in der Hauptstadt zogen die Freezers auch auf

heimischem Eis den Kürzeren und unterlagen dem deutschen Meister vor knapp

7.000 Zuschauern mit 2:3 nach Verlängerung.

Glücklich, aber sicherlich nicht unverdient – so ließe sich

der Sieg aus Berliner Sicht beschreiben. Der Anfang der Partie gehörte nämlich

zunächst den Freezers. Im ersten Drittel präsentierten sich die Hausherren

oftmals einen Tick kämpferischer und zielstrebiger als die Kontrahenten aus

Berlin. Die 1:0-Führung durch Peter Sarno war in der 12. Minute die Konsequenz.

Der Freezers-Angreifer hatte es dabei denkbar einfach: Der Puck sauste quer

durch den Slot direkt auf die Kelle von Sarno, der nur noch ins leere Tor einschießen

musste.

Im zweiten Abschnitt kamen die Berliner besser ins Spiel.

Immer wieder schafften sie es, die Gastgeber in deren Verteidigungsdrittel

einzuschnüren. Erfolgreich schlossen die Eisbären ihre Angriffswellen jedoch

nicht ab. Fehlende Kaltschnäuzigkeit und ein hervorragend aufgelegter

Jean-Marc Pelletier im Freezers-Kasten machten die Berliner Torhoffnungen vorerst

zunichte.

Nach der zweiten Pause hatte sich die Eisbären-Überlegenheit

gelegt und beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, was auf Seiten der

Hamburger mit zunehmender Spielzeit die berechtigte Hoffnung auf den Ausgleich

in der Serie aufkommen lies. Diese Hoffnung zerschlug sich jedoch in der 49.

Minute zunächst gänzlich. Erst traf Andy Roach nach hervorragender Vorarbeit

von Stefan Ustorf zum Ausgleich, dann legte Florian Busch nur 24 Sekunden

später nach und schoss seine Eisbären in Front.

Der Schock auf Freezers-Seite war jedoch schnell verfolgen.

Verteidiger Paul Manning lies die Berliner Führung nicht lange unbeantwortet und

bugsierte den Puck in der 52. Spielminute mit einem satten Handgelenksschuss

zum 2:2-Ausgleich in die Maschen. Großen Anteil an dem Treffer hatte auch John

Tripp, der sich einmal mehr als unermüdlicher Kämpfer in Erscheinung trat und

zu den besten Hamburgern zählte.

Da nach 60 Minuten regulärer Spielzeit kein Sieger gefunden

war, musste die Entscheidung in der Verlängerung fallen. Für die Hamburger

schien das Duell mit dem Anschutz-Bruderclub nun zur Kraftfrage zu werden, das

Team von Paul Gardner ging zu Beginn der extra Spielzeit merklich auf dem

Zahnfleisch. Vielfach fehlte in den hart umkämpften Zweikämpfen die Kraft und

so rissen die Gäste das Spiel schnell komplett an sich. Immer wieder gute

Eisbären-Chancen, immer wieder Pech im Abschluss – der Sudden-Death schien für die

Freezers also nur eine Frage der Zeit.

Gerade als die Hamburger wieder besser in die Partie

gefunden hatten und sich erste Chancen in der Overtime erarbeiteten, versetzten

die Eisbären den Freezers den Todesstoß. Elia Ostwald saß auf der Strafbank,

als Andre Rankel (79.) die Schiebe im Tor unterbrachte und

damit für viel Jubel unter den mitgereisten Eisbären-Fans sorgte, die die

2:0-Serien-Führung im Anschluss ausgiebig feierten. (dp)

 

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Hamburg Freezers - Eisbären Berlin 2:3 n.V. (1:0, 0:0, 1:2, 0:1)

Tore:

1:0 (11:16) Sarno (Tripp, Karalahti) – EQ

1:1 (48:34) Roach (Ustorf, Mulock) – EQ

1:2 (48:58) Busch (Walker, Roach) – EQ

2:2 (51:51) Manning (Brigley, Tripp) – EQ

2:3 (78:01) Rankel (Robinson, Beaufait) – PP1

Strafen: Hamburg 16 Minuten, Berlin 20 Minuten
Schüsse auf das Tor: Hamburg: 32 (11 – 9 – 7 – 5) – Berlin: 33 (10 – 9 – 5 – 9)


Schiedsrichter: Rick Looker / Stephan Bauer


Zuschauer: 6835

Fotos by City-Press


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