Eisbären Berlin werfen die Adler aus dem RennenShowdown in Mannheim

Jubelnde Eisbären: Berlin steht im Halbfinale. (Foto: dpa)Jubelnde Eisbären: Berlin steht im Halbfinale. (Foto: dpa)
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13.600 Zuschauer sahen die Fortsetzung dieser bis jetzt gespielten Serie der Marke vorweggenommenes Finale. Auf Mannheimer Seite fehlte Ryan MacMurchy nach erlittenem Bandencheck in Berlin, dafür wurde Jamie MacQueen nachträglich ein Spiel gesperrt. Für MacMurchy rückte Jamie Tardif in die Mannschaft, Sparre als zehnter Stürmer ersetzte den siebten Verteidiger Nicki Goc.

Beide Mannschaften spielten im Anfangsdrittel trotz aller Geschwindigkeit taktisch diszipliniert mit einigen wenigen guten Chancen auf beiden Seiten, Mannheim druckvoller im Powerplay als Berlin, leistungsgerechtes Unentschieden nach 20 Minuten als Folge.

Noch mehr Fahrt nahm das Spiel ab dem zweiten Drittel auf, die Adler überbrückten nun die neutrale Zone schneller, die Chancen wurden zwingender. Mehrfach retteten die Berliner Verteidiger im letzten Moment oder Petri Vehanen im Berliner Tor parierte in großartiger Manier. Berlin selbst setzte Nadelstiche, die Verteidigung der Adler und Drew MacIntyre standen den Berlinern aber in nichts nach. Mannheim war im zweiten Drittel überlegen, aber ohne Tor ist das eben ein Muster ohne Wert.

Ein Tor fiel erst in der zweiten Minute des Schlussabschnitts und zwar typisch für die Play-offs. Die Checking Line der Adler sorgte dafür. Tomas Larkin leitete ein Turnover auf Ronny Arendt ein, dessen Pass vors Tor verwertete Mannheims Kapitän Markus Kink, der zu den Spielern der Adler gehört, der effektiv in Play-off-Form ist. Was schon öfter in dieser Serie zu beobachten war, nachdem Berlin in Rückstand geriet, legten die Eisbären erst dann eine Schippe drauf, mit Erfolg. In der 48. Minute kassierten die Mannheimer ein Tor der Marke Pleiten, Pech und Pannen. Barry Tallackson beförderte einen Schuss von Micki Dupont irgendwie mit dem Körper ins Mannheimer Tor. Es kam, was kommen musste, das Spiel ging in die Verlängerung.

Hier sah man, was man in Berlin in Spiel sechs schon sah. Die Adler bauten in der Verlängerung ab, Berlin mit mehr und mehr Oberwasser, die Adler mit ungefährlichen Abschlüssen und Fehlern, die Eisbären mit dem Siegtreffer. Charles Linglet erzielte es nach einem Turnover allein vor Drew MacIntyre.

Gründe für das Ausscheiden des Hauptrunden-Zweiten Mannheim: 1. sicherlich die Chancenverwertung, z. Bsp. siehe heute. Die Adler brauchten 49 Schüsse auf Vehanen, um ein Tor zu erzielen, die Eisbären 16. 2. Die Abwehrarbeit der Berliner wirkte in der Gesamtheit cleverer und effektiver, besser aufeinander abgestimmt. 3. Was vielleicht erstaunlich wirkt: Die Eisbären wirkten durchweg fitter in den Verlängerungen, alle zu spielenden Verlängerungen dominierten die Berliner und gewannen sie bis auf die in Spiel 1. Diese lässt sich aber kaum beurteilen, zu schnell dafür beendete sie Matthias Plachta.

Das heißt jetzt also Urlaub für Mannheim und Halbfinale für Berlin gegen München ab Freitag.


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