Eisbären Berlin: Warten auf Mr. Right dauert weiter an

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Als Ex-Eisbärencoach Pierre Pagé am Ende einer für den zweimaligen Meister enttäuschenden Saison seinen Abschied erklärte, überraschte das in Berlin längst niemanden mehr. Frühzeitig gab es deutliche Fingerzeige auf den Abgang des Erfolgstrainers, der nun im Dienst der Red Bulls aus Salzburg steht. Und kaum, dass die Eisbären sich in die ungewohnt lange Sommerpause begeben hatten, verkündete das Management, dass spätestens Ende Mai der Nachfolger für Meistertrainer Pagé gefunden und präsentiert werden solle. Diese Frist läuft in wenigen Tagen ab.

Die Gerüchteküche brachte die Namen einiger Kandidaten hervor. Darunter der vom bisherigen Chefcoach der DEG Metro Stars Don Jackson. Da Jackson DEG-Manager Lance Nethery wohl einige Wochen zu lang hingehalten hat, ist der sympathische US-Amerikaner am Rhein offenbar nicht mehr erste Wahl und wäre demzufolge frei für einen Wechsel an die Spree. Pressemeldungen zufolge hat Eisbären-Manager Peter John Lee schon vor Wochen mit Jackson über den neuen Kader der Berliner gesprochen. Eine Hilfe, sich schnell für ein Engagement bei den Hauptstädtern zu entscheiden, scheint das für Jackson allerdings nicht gewesen zu sein.

Larry Huras, ein weiterer Kandidat, meldete sich gar aus seiner Heimat in Übersee und ließ seine Bereitschaft zur sofortigen Vertragsunterschrift unmissverständlich über die Berliner Tagespresse mitteilen. Wie auch im Fall Jackson bestand bei ihm seit Wochen kein Grund mehr, nicht zum Vollzug zu schreiten. So liegt es durchaus nahe, dass weder der Eine noch der Andere bei Lee an Position Nr.1 der Prioritätenliste steht; einiges spricht inzwischen eher für eine Überraschung bei der richtungweisenden Vergabe des wichtigsten noch freien Jobs bei den Eisbären. Nicht auszuschließen allerdings, dass Lee das Paket längst geschnürt hat und nur noch abwartet, bis der Pagé-Nachfolger die Dinge in seiner amerikanischen oder kanadischen Heimat geordnet hat.

Nach Saisonende hielt sich Lee für einige Tage in der Gegend um Boston auf.

Daraus nun ableiten zu wollen, von welchem Klub der neue Eisbären-Trainer kommen könnte, gestaltet sich indes einigermaßen schwierig. Denn in dieser Region konzentrieren sich eine Menge AHL-Klubs. Erst ein solcher, der in dieser Gegend angesiedelt ist, hat einen Wechsel auf dem Posten des Cheftrainers schon offiziell vollzogen. Die Springfield Falcons fungieren ab sofort als Farmteam der Edmonton Oilers und nahmen Geoff Ward unter Vertrag, der vor seinem Engagement bei den Iserlohn Roosters bereits für die Organisation der Oilers gearbeitet hatte.

Über den Verbleib von Wards Vorgänger bei den Falcons, Steve Sterling, wurde bisher nichts bekannt. Bevor Sterling in Springfield anheuerte, gab er bei den Islanders in New York sein Debüt als NHL-Head Coach, was nach anderthalb Spielzeiten im Januar des vorigen Jahres allerdings mit seiner vorzeitigen Entlassung endete. Den überwiegenden Teil seiner Karriere arbeitete Sterling für Farmteams wie die Brigdeport Sound Tigers in der AHL. Reichen Sterlings Erfahrungen jedoch aus, um in die großen Fußstapfen von Pierre Pagé zu treten? Diese Antwort weiß nur EHC-Manager Peter John Lee zu geben, was hoffentlich in Kürze passieren wird.

mac

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