Eisbären Berlin triumphieren in MannheimSpitzenspiel

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Zu erwarten war das nicht unbedingt. Die Berliner, immer noch auf der Suche nach mehr Auswärtsstärke, kamen, nachdem Katic und Baxmann kurzfristig ausfielen, mit einer Rumpftruppe von 16 Feldspielern nach Mannheim. Der Spielberichtsbogen der Adler dagegen war maximal gefüllt, außer Denis Reul waren alle Mann an Bord und besonders motiviert, die Scharte der zwei letzten Niederlagen in Berlin auszuwetzen. Entsprechend starteten die Adler das Spiel, schnell, körperbetont und mit viel Kampfgeist aber auch mit überhasteten oder übermotivierten Aktionen. Berlin war damit erst mal in der Defensive beschäftigt und kassierte zudem in den ersten 12 Minuten drei Strafzeiten. Die Zweite dieser Strafzeiten konnten die Adler nutzen, die Power Play Formation um Craig MacDonald und Yannic Seidenberg nutzten einen missglückten Berliner Wechsel, passten zu dem in den freien Raum laufenden Mike Glumac, der Rob Zepp im Berliner Tor kaltschnäuzig austanzte und die 1:0 Führung (9.) markierte. Das sollte den Adlern eigentlich Sicherheit geben, tat es aber nicht. In der Folge häuften sich Abspiel und Stellungsfehler bei den Adlern, das Körperspiel wurde vermindert, die Spielweise- vier Reihen wie aus einem Guss bekam erste Risse. Dadurch stabilisierten sich die Eisbären, das Forechecking wurde effektiver, die anfänglich wenigen Gegenangriffe nahmen zu und waren wie man das von den Eisbären kennt, brandgefährlich. Bei einer dadurch entstehenden turbulenten Szene vor Dennis Endras im Adler Tor nahmen die Adler die erste Strafzeit, die prompt mit dem Ausgleich (15.) durch Constantin Braun bestraft wurde, der einen Querpass von Corey Locke verwertete. Drei Minuten später schoss Eisbär Frank Hördler die Eisbären in Führung (18.). Bei einem dieser schnellen Berliner Angriffe waren die Spieler der Adler zwar in ihrem Verteidigungsdrittel aber noch nicht sortiert. Frank Hördler konnte unbedrängt in Richtung Slotzone skaten und Dennis Endras mit einem Schuß ins Kreuzeck überwinden.

Den Mittelabschnitt könnte man auch als die Schlacht in der neutralen Zone bezeichnen, engagierte Zweikämpfe, Puckverluste auf beiden Seiten, das zusätzlich Spannende war die Frage, wer aus diesen vogelwilden Szenen mit dem Puck auftaucht und ins gegnerische Drittel eindringt. Das war zuerst Ronny Arendt, der vor Rob Zepp nur noch durch ein Foul gestoppt werden konnte und den fälligen Penalty gekonnt und zum Ausgleich (32.) einnetzte und dann André Rankel, der ein erneutes Deckungsloch in der Mitte der Adler Verteidigung zur erneuten Führung (35.)ausnutzte.

Ausgerechnet anfangs des letzten Drittels nahmen sich die Adler eine Auszeit. Sie vernachlässigten ihr körperliches Spiel, mit dem sie die Eisbären immer wieder zu Fehlern zwangen, das Leistungsgefälle zwischen den verschiedenen Adlerreihen tat ein Übriges, um die Eisbären richtig ins Spiel zu bringen. So dauerte es auch nur vier Minuten, bis Florian Busch diese „Trägheit“ der Adler nutzte, bei einer vier gegen vier Situation seine Gegenspieler umkurvte und auf 2:4 (44.) erhöhte.

Ab ca. der 50. Minute wurden die Adler wieder wach, besannen sich auf ihr Spiel, erst recht nachdem Mike Glumac nach einer feinen Kombination mit Craig MacDonald sein zweites Power Play Tor(14.) erzielte. Danach stand das Spiel auf Messers Schneide, Scheibenpech auf Adler- und Fortune sowie Rob Zepp auf Berliner Seite verhinderten einen Ausgleich der Mannheimer und bescherten den Berlinern drei Punkte.

Das Spiel hätte nach Chancen auch 8:7 oder auch 9:10 ausgehen können, 42:32 Schüsse sagt die Statistik dazu. Es war eine hochspannende mit Leidenschaft geführte Partie und trotz aller angesprochenen Fehler absolut sehenswert. Der Unterschied pro Eisbären war gestern Abend das konsequentere Nutzen der Chancen und das Quäntchen mehr Glück beim Abschluß. Die Adler dagegen konnten aus dem teilweise lotterhaften Abwehrverhalten der Berliner nicht mehr Kapital schlagen und hatten das nötige Pech angesichts zweier Pfostentreffer eindeutig auf ihrer Seite.

Die Adler haben bereits am Sonntag die Möglichkeit, das Spiel Wochenende versöhnlicher zu gestalten, wenn die Freezers aus Hamburg nach Mannheim kommen.


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