Eisbären Berlin träumen vom Buch mit Happyend in der DEL Titel Nummer 8: Meisterschaft ist das Ziel des Hauptstadt-Klubs

Bestseller-Autoren? Clement Jodoin und Peter John Lee. (picture alliance/Arne Immanuel Bänsch/dpa (3) )Bestseller-Autoren? Clement Jodoin und Peter John Lee. (picture alliance/Arne Immanuel Bänsch/dpa (3) )
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Mit Macht an die Acht. Das ist und bleibt das Motto der Eisbären, nachdem der siebenmalige DEL-Meister in der vergangenen Saison nur hauchdünn gegen Red Bull München am achten Titel vorbeischrammte. Am Freitag kommt es gleich zum Saisonstart zur Finalneuauflage (19.30 Uhr/Sport1). „Ich lebe nicht in der Vergangenheit. Unsere Leistung hat nicht gereicht, um München zu schlagen. Was gestern war, interessiert mich aber nicht. Es ist alles eine große Show. Und wir wollen die beste Unterhaltung bieten, die möglich ist. Die Spielzeit ist ein leeres Blatt. Aber wir sind bereit“, erklärt der neue Cheftrainer Clement Jodoin. In der Hauptstadt keimen märchenhafte Träume. „Wir haben in der vergangenen Saison ein gutes Buch geschrieben. Nur das Ende hat gefehlt. Jetzt soll ein Happyend dazu kommen“, sagt Sportdirektor Stéphane Richer. Heißt im Klartext - die Meisterschaft. Zunächst gehe es aber darum, „eine attraktive Hauptrunde für die Fans zu spielen und unter die ersten Vier zu kommen.”


Mit fünf Neuzugängen hat der Kader Tiefe bekommen. Colin Smith und Brendan Ranford, die bereits bei den Junioren zusammenspielten, sollen die Offensive beleben. „Die Chemie zwischen den beiden stimmt“, sagt Richer. Mit Mark Cundari sollen sie das Überzahlspiel verbessern. Richer: „Das ist unser Sorgenkind, die drei sollen das verbessern.“ Florian Kettemer, nach drei Titeln mit München eigentlich schon im Ruhestand, soll der Abwehr Stabilität verleihen. Und Oldie Jason Jaspers (37), letzte Saison noch Kapitän in Iserlohn, soll die Noebels-Lücke schließen. Richer: „Die Spieler bringen uns alle weiter.“ Weil der große Umbruch im Spielerkader ausblieb, steht also vor allem Jodoin für den Neubeginn beim Vizemeister. Nach dem Abschied von Uwe Krupp im Mai wurde der bisherige Assistent zum Headcoach befördert, gegen München wird er nun im Alter von 66 Jahren sein Debüt als Cheftrainer in der DEL feiern.

Einen besseren Rahmen als die Partie gegen den Titelverteidiger könnte es nicht geben. Morgen feiert die Mercedes-Benz-Arena, Heimspielstätte der Eisbären, ihr 10-jähriges Jubiläum. Eine beeindruckende Erfolgsstory. Die Eisbären haben 340 Spiele dort bestritten, 4 Titel gewonnen und rund 4,3 Millionen Zuschauer angelockt. Auch in vor dieser Spielzeit sind die Fans heiß. 5787 Dauerkarten wurden verkauft – Rekord. „Auf die nächsten 10“, freut sich Peter John Lee. „Das erste Spiel haben wir 11:0 gegen Augsburg gewonnen.“ Das würde dem Manager sicher auch gegen München gefallen. Der treue Anhang ist ein wichtiges Pfund, mit dem die Bären wuchern. „Es wird gesprungen, gesungen, geklatscht. Ich weiß nicht, was im Wasser von Berlin ist. So viel Energie. Möge es noch lange so bleiben. Unsere Fans sind die besten der Liga. Nein, die besten der Welt“, weiß Jodoin um mächtig Zusatzpower von den Rängen.  

Dennoch, zuletzt lief es bei den Eisbären nicht zwingend nach Plan. In der Champions Hockey League (CHL) gingen alle vier Spiele verloren, zudem verletzte sich Torhüter Marvin Cüpper (24/Syndesmoseband) schwer, fällt acht bis 12 Wochen aus. Jetzt liegt die Last auf den Schultern des jungen Maximilian Franzreb (22). Auf Teufel komm raus wird der EHC aber keinen neuen Keeper verpflichten. Richer: „Maxi hat in der Vorbereitung überragend gespielt. Wir haben volles Vertrauen in ihn. Wir verfallen nicht in Panik und sondieren unsere Optionen.“

Auch der Trainer bleibt gelassen. Mit Frank Hördler und Florian Busch fallen zwei Leistungsträger verletzt aus, Nationalspieler Marcel Noebels ist im Trainingscamp der Boston Bruins, um sich für einen Vertrag in der National Hockey League (NHL) zu empfehlen. „Von mir gibt es keine Ausreden. Ich weiß, dass uns Schlüsselspieler fehlen, aber es gibt andere, die jetzt den Puck aufnehmen müssen”, erklärt Jodoin. Als größtes Problem hat der Kanadier nach den Spielen in der CHL die vielen Strafzeiten ausgemacht: „Wir haben das Problem identifiziert und darüber gesprochen. Die Spieler haben zwei Optionen: Entweder wir spielen wie geplant offensiv oder wir müssen unseren Spielstil umstellen und defensiver werden, wenn wir weiter so viele Strafen nehmen. Wir sind eine Familie. Mit Strafen zerstörst du die Chemie.“  


Hoffnungsträger ist André Rankel. Der Routinier fehlte fast die ganze Vorbereitung wegen einer Leistenverletzung. Rechtzeitig zum Knallstart in die 25. Jubiläumssaison der DEL meldet sich der 33-Jährige fit. „Ich werde spielen. Das war mein Ziel. Das habe ich geschafft. Wir haben eine gute Mannschaft zusammen. Die Stimmung ist gut. Die neuen Spieler haben sich gut integriert. Die Erwartungen sind hoch. Im Finale der vergangenen Saison haben wir das entscheidende siebte Spiel verloren. Das wollen wir diesmal besser machen. Dennoch wird es eine lange Reise“, träumt auch der Torjäger, der das Team in der neuen Saison wie gewohnt als Kapitän anführt, vom Happyend. Einem Bestseller. Der Titel? Nummer 8!   

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